Deutschland

Energie-Krise: Frankreich liefert Deutschland Erdgas

An der einzigen Verbindungsstelle zwischen beiden Ländern fließt Gas nach Deutschland.
13.10.2022 11:00
Lesezeit: 1 min

Frankreich hat in der Energiekrise mit der Lieferung von Erdgas an Deutschland begonnen. Seit Donnerstag fließe Gas über die einzige Verbindungsstelle zwischen beiden Ländern bei Niedergailbach im Saarland, teilte der Netzbetreiber GRTGaz in Paris mit. Zunächst fließen 31 Gigawattstunden täglich über die Grenze, die maximale Kapazität liegt nach GRTGaz-Angaben bei 100 Gigawattstunden pro Tag.

Da die einzige Leitung zwischen beiden Ländern ursprünglich nur für die Lieferung von Gas aus Deutschland nach Frankreich und nicht andersherum vorgesehen war, mussten zunächst Anpassungen vorgenommen werden. Diese seien angesichts des starken Rückgangs der russischen Gaslieferungen nach Europa und im Rahmen der europäischen Solidarität zur Energiesicherheit getätigt worden, erklärte der Netzbetreiber.

Frankreich, dessen Atomkraftwerke im Moment schwächeln, soll im Gegenzug Strom aus Deutschland geliefert bekommen, um über die kritischen Wintermonate zu kommen. Wegen Wartungen sind von den 56 AKW im Moment nur 30 in Betrieb, wie Präsident Emmanuel Macron am Mittwochabend sagte. In den nächsten Wochen sollen 40 Kraftwerke wieder am Netz sein und im Januar sollen es laut Macron 46 sein. Kürzlich begonnene Streiks von Kraftwerksbeschäftigten könnten diese Pläne möglicherweise aber durchkreuzen.

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