Politik

Unser neues Magazin ist da: Wird Wasser zum Luxusgut?

In unserem neuen Juli-Magazin thematisieren wir Wasser als Rohstoff und natürliche Ressource, die elementar für unser Überleben ist. So elementar, dass dieses wertvolle Gut heiß begehrt und hart umkämpft wird – und jeder will mitmischen.
13.07.2023 14:06
Lesezeit: 2 min

An vorderster Front steht Nestlé sinnbildlich für den Kapitalismus rund um das erfrischende Nass. Wird Trinkwasser zum Luxusgut? Der größte Lebensmittelkonzern der Welt, zu dem mehr als 2000 Marken gehören, soll sich in vielen Teilen der Erde unter – zumindest – zweifelhaften Wegen Zugang zu Wasser verschafft haben. Gerade in Teilen der Welt, wo Trinkwasser besonders knapp ist, soll Nestlé zugeschlagen haben – etwa in Afrika oder Pakistan.

Besonders erfolgreich ist die Methode von Nestlé, da der Konzern die Wasserrechte direkt von den staatlichen Wasserbehörden kauft. Der Konzern sichert sich so Zugang zum Grundwasser und kann das abgepumpte und gereinigte Wasser in Flaschen verkaufen. Der für das Geschäft zuständige Bereich „Nestlé Waters“ hat 95 Produktionsstandorte in 34 Ländern. Ein Milliardengeschäft für den Konzern, der sich jedoch davon distanziert, dass sein Geschäftsmodell den Zugang zu Wasser für die Menschen vor Ort begrenzen soll.

Was Sie in unserem neuen Magazin erwartet

Der Kampf ums Wasser ist allgegenwärtig und findet meist zwischen einzelnen Ländern den Höhepunkt, wo es Konflikte um den Zugang zu sauberem Trinkwasser gibt. So beeinflusst Wasser auch die Geopolitik. Noch wurde kein Krieg um Wasser geführt, doch die Konflikte und Spannungen weltweit steigen. Wir geben einen Überblick über die aktuelle Situation und zeigen, warum gerade Staudämme geopolitisch eine große Rolle spielen und Konflikte regelmäßig befeuern.

Wie Wasser als Waffe eingesetzt werden kann, sehen wir nämlich aktuell in der Ukraine mit der Zerstörung des Nova-Kakhovka-Damms in der ukrainischen Region Cherson. Beide Seiten geben sich die Schuld an der Zerstörung, einig ist man sich aber über die massiven Auswirkungen vor Ort, die wir in diesem Magazin ausgiebig beleuchten.

Doch auch ein Blick nach Deutschland lohnt sich. Aktuell sind wir hierzulande von guter Qualität unseres Trinkwassers verwöhnt. Doch bleibt das auch in Zukunft so? Und wenn nicht, was bedeutet das für jeden einzelnen?

Denn auch mit den bestehenden verlässlichen Versorgungssystemen, die uns Deutschen heute zu jeder Jahreszeit qualitativ hochwertiges Wasser zur Verfügung stellen, bleiben dennoch minimale Risiken bestehen: zum Beispiel eine Havarie an der Infrastruktur, Naturkatastrophen, Terrorismus oder Krieg. Wir schreien darüber, wie man privat für eine Wasseraufbereitung vorsorgen kann.

Deutschland ist verglichen mit vielen anderen Staaten ein äußerst wasserreiches Land. Schaut man sich die Situation in den einzelnen Bundesländern und Großregionen an, gibt es aber beträchtliche Unterschiede und wachsende Herausforderungen. In einzelnen Gebieten kommt es zeitweise zu Wasserknappheit. Das hat auch massive Folgen für die Wirtschaft, wie Sie in unserem Magazin lesen können.

Und zu guter Letzt geben wir auch einen Überblick darüber, wie Sie in Wasser investieren können – und das bedeutet nicht, sich nur Nestlé-Aktien zu kaufen.

Die gesamte DWN-Redaktion wünscht Ihnen eine spannende Lektüre und einen schönen Sommer.

Jennifer Bendele

Chefredakteurin

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Konsumflaute trotz besserer Stimmung: Händler senken Preise
30.08.2026

Der Sommer neigt sich dem Ende zu, das Leben verlagert sich wieder stärker nach drinnen. Für Händler beginnt damit eine wichtige Phase...

DWN
Technologie
Technologie Debatte über Jugendschutz: Verbraucherschützer fordern nach Meta-Vergleich strengere Regeln für soziale Medien
30.08.2026

Nächtliche Sperren, deaktivierte Benachrichtigungen und mehr elterliche Kontrolle: Meta verspricht neue Schutzmechanismen für...

DWN
Finanzen
Finanzen Bußgeldbescheid prüfen: Wann schnelles Handeln entscheidend ist
30.08.2026

Nach einem Tempoverstoß folgt häufig unangenehme Post von der Bußgeldstelle. Dann zählt nicht nur, ob der Vorwurf stimmt, sondern auch,...

DWN
Finanzen
Finanzen Legende Warren Buffett hielt lange am Geld fest – jetzt sorgt er mit einer großen Investition für Aufsehen
30.08.2026

Warren Buffett hat jahrelang mehr Aktien verkauft als gekauft und bei Berkshire Hathaway einen gigantischen Geldberg aufgebaut. Nun sorgt...

DWN
Technologie
Technologie KI-Agenten außer Kontrolle: Wenn der Assistent plötzlich zum Hacker wird
29.08.2026

Ein KI-Agent sollte lediglich einen Platz im Fitnesskurs sichern und entfernte dafür eigenmächtig einen anderen Nutzer von der...

DWN
Politik
Politik Arbeitslosenversicherung: Milliardenloch und immer mehr Arbeitslose: Kommen höhere Beiträge?
29.08.2026

Im Juli gab es über drei Millionen Menschen, die arbeitslos gemeldet sind. Damit liegt die Arbeitslosenquote bei 6,4 Prozent. Tendenz...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Kleine Warensendungen aus China vor Strukturbruch: Im Juli 98 Prozent Rückgang
29.08.2026

Die Zahl der Sendungen aus Asien sinkt. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass auch der Konsum entsprechend zurückgeht. Beispielhafte...

DWN
Finanzen
Finanzen Kapitalrente 2028: Was Sie erwarten dürfen, wenn Sie mit 30, 40 oder erst 50 beginnen
29.08.2026

Die aktuelle Rentenreform sieht ab 2028 auch eine Kapitalrente vor, bei der Anteile der Rentenbeiträge am Kapitalmarkt angelegt werden....