Finanzen

Commerzbank-Aktie: Kurs knickt nach Orcel-Aussage deutlich ein

Die Commerzbank-Aktie muss nach einer starken Rallye einen Rückschlag hinnehmen. Unicredit-Chef Andrea Orcel hatte zuvor einen möglichen Verkauf von Commerzbank-Anteilen ins Spiel gebracht. Während die Unsicherheiten um eine mögliche Übernahme durch Unicredit sowie weltwirtschaftliche Entwicklungen die Kursentwicklung beeinflussen, bleiben Analysten optimistisch und sehen weiterhin Potenzial für steigende Kurse.
31.03.2025 16:50
Aktualisiert: 31.03.2025 16:50
Lesezeit: 1 min
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Commerzbank-Aktie: Kurs knickt nach Orcel-Aussage deutlich ein
Anleger der Commerzbank-Aktie zeigten sich nach einer Aussage von Unicredit-Chef Orcel verschreckt. (Foto: dpa) Foto: Salmoirago/Fotogramma

Die Commerzbank-Aktie knickt nach einer anhaltenden Neujahrs- und Märzrallye am Freitag ein - eine Erholung steht noch aus. Dabei lagen die Frankfurter noch bis vor ein paar Tagen ganz vorn im Branchenindex Euro-Stoxx-Banks. Doch Anleger zeigten sich verhalten nach den jüngsten Äußerungen von Unicredit-Chef Andrea Orcel, der einen Verkauf von Commerzbank-Anteilen in den Raum gestellt hatte. „Wir hätten noch mehr Geld verdienen können, aber wir haben unsere Position abgesichert, um die Aktionäre zu schützen“, soll er laut dem Handelsblatt auf der Unicredit-Hauptversammlung am Donnerstag auf die Frage eines Aktionärs geantwortet haben.

Seitdem geht es vor allem bergab. Am 26. notierte die Commerzbank-Aktie noch bei knapp unter 24 Euro und verlor bis Freitag rund einen Euro an Wert, bevor sie zum Wochenausklang stark einbrach und am Montag bei knapp 21 Euro notierte und sich dort einpendelte. Ob die Tal- und Bergfahrt in die eine oder andere Richtung ausschlägt, hängt wohl auch mit den weltwirtschaftlichen Entwicklung der nächsten Tage ab. Trump hat am 2. April weitere Zölle auf ausländische Waren angekündigt, die auch den Bankensektor treffen dürften. Zudem wird sich zeigen, inwiefern die Unicredit-Bank die angekündigte Commerzbank-Übernahme forcieren wird. Zuletzt kamen diese deutlich ins Stocken. CEO Orcel monierte "Störgeräusche" vor allem mit Blick auf die noch ausstehende Genehmigung des Bundeskartellamts. Eine Übernahme könne sich auch im Hinblick auf die Wertsteigerung der Commerzbank-Aktie bis 2027 hinziehen.

Analysten zeigen sich davon bisher unbeeindruckt in ihrer Prognose der Commerzbank-Wertpapiere. Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat einer jüngsten Bewertung der Aktien der Commerzbank zufolge das Kursziel von 25,50 Euro als realistisch angegeben. Auch andere Analysten zeigten sich optimistisch. So hat die DZ Bank hat den Wert für die Commerzbank von 23 auf 26 Euro angehoben und die Einstufung auf "Kaufen" belassen. Die Einschätzung bleibe "positiv", so Analyst Philipp Häßler, strich aber die Aussicht auf eine Übernahmeprämie.

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