Politik

Flug MH370: Letzte Hoffnung ein schwaches Signal von der Blackbox?

Lesezeit: 1 min
05.04.2014 22:38
China will ein schwaches Signal einer Blackbox empfangen haben, die vom verschollenen Flug MH370 stammen könnte. Viel Zeit bleibt den Suchmannschaften nicht mehr. Die Blackbox sendet nur noch wenige Tage.
Flug MH370: Letzte Hoffnung ein schwaches Signal von der Blackbox?

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Ukraine  
Asien  

Bei der Suche nach dem seit vier Wochen verschollenen malaysischen Passagierflugzeug meldet China den Empfang eines schwachen Signals. Ein chinesisches Schiff habe im indischen Ozean ein Signal empfangen, dass womöglich vom Flugschreiber des Flugs MH-370 der Malaysia Airlines stammt, berichtete die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Samstag. Das Signal habe eine Frequenz von 37,5 Kilohertz und entspreche damit dem internationalen Standard für die Unterwasser-Lokalisierung der Blackbox. Zudem habe ein Flugzeug der chinesischen Luftwaffe in dem Gebiet eine Reihe von weißen Objekten gesichtet, die an der Wasseroberfläche trieben und Wrackteile sein könnten.

Es blieb jedoch unklar, ob das Signal tatsächlich von der verschollenen Maschine stammt. Auch die australischen Behörden erklärten, eine Verbindung mit dem Flug MH-370 sei ungewiss. Die Suchkräfte hatten zuvor eine neue und intensive Aktion zur Lokalisierung der Maschine mit 239 Insassen begonnen. Bis zu zehn Militärflugzeuge, drei zivile Maschinen sowie elf Schiffe durchkämmen ein 217.000 Quadratkilometer großes Seegebiet im südlichen Indischen Ozean, wo die Absturzstelle vermutet wird (mehr dazu - hier).

Der Leiter der von Australien koordinierten Suchaktion, Angus Houston, äußerte sich optimistisch, dass irgendwann Bruchstücke der verschollenen Boeing 777 gefunden werden, denn es gebe viele schwimmfähige Teile an Bord eines Flugzeuges. Bislang wurde allerdings nichts gefunden. Daher kann sowohl über die tatsächliche Flugroute, die Vorgänge an Bord und die Absturzstelle nur spekuliert werden (mehr über den letzten Funkspruch - hier).

Der Grund für das Unglück ist weiterhin völlig unklar. Aufschluss darüber kann allenfalls der Flugschreiber geben. Sollten die nun empfangenen Signale tatsächlich von dem Flugschreiber stammen, müssen sich die Rettungskräfte bei der genauen Lokalisierung beeilen: Am Montag ist das Verschwinden von Flug MH-370 bereits 30 Tage her - das ist die Zeit, in der die Blackbox in der Regel Signale sendet (hier).

Beobachter sind indes skeptisch, ob es tatsächlich um ein Signal der Blackbox handelt. Nach dem Verschwinden der Maschine gab es faktisch im Wochen-Rhythmus falschen Alarm über Flug MH370.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..
Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik Der weltweite Einfluss von Bill Gates auf die Medien  

Microsoft-Gründer Bill Gates war während der Pandemie in vielen Medien präsent. Weniger bekannt sind seine zahlreichen Spenden an...

DWN
Finanzen
Finanzen Abkopplung vom Dollar: Indischer Großkonzern kauft russische Kohle mit chinesischem Yuan

Die Instrumentalisierung des Dollars zu geopolitischen Zwecken führt verstärkt zu Gegenmaßnahmen.

DWN
Finanzen
Finanzen Starker Rubel: Russland zieht Kauf von Devisen befreundeter Länder in Betracht

Weil der Rubel immer teurer wird, setzt Russland auf Fremdwährungen. Die Moskauer Börse hat in dieser Woche den Handel bereits...

DWN
Finanzen
Finanzen Kommt eine neue Weltordnung – und wie können Anleger reagieren?

Mit China und Russland bildet sich ein neuer Gegenpol zu den USA. Anleger können sich gegen die geopolitischen Risiken nicht bloß durch...

DWN
Politik
Politik Russische Diamanten sollen sanktioniert werden

Die westliche Sanktionsliste gegen Russland wird offenbar um ein weiteres Asset erweitert. Bisher treffen Verbote des Diamantenhandels nur...

DWN
Deutschland
Deutschland Streik in NRW: Kräfte-verschleißender Machtkampf an den Uni-Kliniken

In NRW spitzt sich ein seit Wochen andauernder, harter Kampf zwischen Arbeitgeber und Krankenhauspersonal zu. Seit Wochen herrscht in allen...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Rezession voraus: Geschäftsklima trübt sich europaweit ein

Unternehmen und Bürger rechnen zunehmend mit Gegenwind und wollen Investitionen verschieben.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Lidl rüstet sich gegen Cyber-Attacken

Die Schwarz-Gruppe will sich künftig besser gegen Angriffe von außen schützen.