Politik

USA will Fluglinien CO2-Abgabe an die EU verbieten

Der Alleingang Europas bei der CO2-Abgabe für Fluggesellschaften wird zu massiven Sanktionen gegen die EU führen. Die USA arbeiten nun an einem Gesetz, das es US-Fluglinien verbieten soll, die Abgabe an die EU zu zahlen.
01.08.2012 22:38
Lesezeit: 1 min

Die USA wollen ihren Fluglinien verbieten, die von der EU geplante CO2-Abgabe zu bezahlen. Der US-Senat bereitet ein entsprechendes Gesetz vor. Ein Senats-Komitee und das Repräsentantenhaus haben ihre Zustimmung zu einem solchen Gesetz bereits gegeben: „Wenn die EU einfach ihr eigenes System weltweit auf diese Weise einführen kann, spricht nichts dagegen, dass 5, 10 oder 20 andere Länder das selbe machen“, sagte ein führender US-Beamter.

In Washington treffen sich diese Woche Vertreter aus 16 Ländern, die gegen die Abgabe an die EU vorgehen wollen. Sie prüfen auch die Möglichkeit einer Abgabe für Treibhausgase auf Ebene der Luftfahrtorganisation der Vereinten Nationen.

Der Alleingang Europas bei der Emission-Abgabe hatte bereits im Vorfeld für Ärger gesorgt. Auch China droht mit Gegenmaßnahmen. Die Chinesen wollen unter anderem Aufträge an europäische Luftfahrtunternehmen zurückziehen, sollten ihre Fluggesellschaften tatsächlich Abgaben leisten müssen.

Geht es nach der EU, sollen künftig alle Flugzeuge aus Länder, die selbst keine CO2-Abgabe einheben, einen Betrag an die EU zahlen, wenn sie einen europäischen Flughafen anfliegen. So will man auch andere Staaten dazu zwingen, ein ähnliches System einzuführen. Im Januar hat die EU damit begonnen, Fluglinien für die Abrechnung der CO2-Abgabe zu registrieren.

Mehr zum Thema
article:fokus_txt
X

DWN Telegramm

Verzichten Sie nicht auf unseren kostenlosen Newsletter. Registrieren Sie sich jetzt und erhalten Sie jeden Morgen die aktuellesten Nachrichten aus Wirtschaft und Politik.
E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und erkläre mich einverstanden.
Ich habe die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

Ihre Informationen sind sicher. Die Deutschen Wirtschafts Nachrichten verpflichten sich, Ihre Informationen sorgfältig aufzubewahren und ausschließlich zum Zweck der Übermittlung des Schreibens an den Herausgeber zu verwenden. Eine Weitergabe an Dritte erfolgt nicht. Der Link zum Abbestellen befindet sich am Ende jedes Newsletters.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Ostdeutsche Textilbranche kämpft mit Umsatzeinbußen – trotz erfolgreichen Neustart
03.04.2025

Sachsen und Thüringen zählen noch zu den größten Textilstandorten bundesweit. Doch die ostdeutsche Textilbranche hat erheblich zu...

DWN
Finanzen
Finanzen DAX aktuell: DAX-Kurs fällt nach Trumps Zollankündigung - wie sollten Anleger reagieren?
03.04.2025

Die erneute Zollankündigung von US-Präsident Donald Trump hat am Donnerstag die Aktienmärkte stark unter Druck gesetzt. Der DAX-Kurs...

DWN
Politik
Politik Trump Strafzölle: Warum fehlt Russland auf Trumps Zölle-Liste?
03.04.2025

Die von US-Präsident Donald Trump verkündeten Strafzölle treffen eine Liste von 185 Handelspartnern – Russland fehlt darauf, im...

DWN
Panorama
Panorama April 2025: Lohn, Pakete, Elterngeld - die wichtigsten Änderungen
03.04.2025

Beschäftigte im Bau erhalten mehr Lohn, Pakete werden teurer und auch im neuen Bundestag steht einiges an. Der neue Monat bringt zudem...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft DGB-Studie: Chinesische Investoren auf Rückzug in Europa
03.04.2025

Eine Analyse der SPD-nahen Hans-Böckler-Stiftung vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) analysiert, dass die Firmen-Mitbestimmung nach...

DWN
Panorama
Panorama Marode Infrastruktur: Deutschlands bröckelnde Brücken - Geld allein reicht nicht
03.04.2025

500 Milliarden aus dem Schuldenpaket von Union und SPD sollen in die marode Infrastruktur fließen: Brücken, Schienen und Straßen – oft...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Trump-Zölle könnten Preiskarussell, Zinserhöhungen und Insolvenzen anheizen - die EU bereitet sich vor
02.04.2025

Die Regierungen weltweit bereiten sich auf die massive Einführung von Zöllen durch US-Präsident Donald Trump vor, die, so sein Plan,...

DWN
Finanzen
Finanzen Tesla-Aktie stürzt ab: Miese Tesla-Auslieferungen belasten - was das für Anleger bedeutet
02.04.2025

Die weltweiten Auslieferungen des US-Autobauers Tesla sind im vergangenen Quartal um 13 Prozent auf 336.681 Fahrzeuge zurückgegangen....