Finanzen

Bank of England: Wir befinden uns bereits in einer Weltwirtschafts-Krise

Lesezeit: 1 min
12.08.2012 23:52
Großbritannien ist abhängig von der Entwicklung der weltweiten Wirtschaft. Die Verlangsamung des Wirtschaftswachstums in der ganzen Welt verhindert eine Erholung, ist der Chef der britischen Zentralbank überzeugt. Auch ein Ende der Euro-Krise kann die BoE nicht erkennen.
Bank of England: Wir befinden uns bereits in einer Weltwirtschafts-Krise

Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die britische Wirtschaft steuert geradewegs auf eine Rezession zu. Jüngst senkte die Bank of England ihre Wirtschaftsprognose für dieses Jahr auf 0 Prozent – Stagnation (mehr hier). Von einer Erholung der Wirtschaft kann so trotz aller Hoffnungen der Briten keine Rede sein, dass machte der Chef der Bank of England, Mervyn King, noch einmal deutlich. „Wenn der Rest der Welt wächst, wäre eine Erholung unserer Wirtschaft viel einfacher“, schrieb er in der Mail on Sunday. „Aber so ist es nicht.“ Selbst das Wachstum in den „schnell wachsenden Schwellenländern hat sich verlangsamt und die Probleme des Euroraums setzen sich fort, ohne, dass ein Ende in Sicht ist“, so Mervyn King. Die Weltwirtschaft befindet sich in einer Krise.

Vergangenen Monat pumpte die Bank of England noch einmal Milliarden Pfund in den Bankensektor (hier). Eine Kreditklemme im Interbankenmarkt, die große Unsicherheit bezüglich der Schuldenkrise und auch die hohen Eigenkapitalanforderungen verhindern, dass Geld von den Banken in die Privatwirtschaft durchdringt. Ganz abgesehen davon, dass der Bankensektors derzeit nur mehr aufgrund des Libor-Skandals im Mittelpunkt steht. „Wie die jüngsten Skandale gezeigt haben, können die Banken noch ein zwei Dinge über Fairplay von den Olympischen Spielen lernen“, ermahnt Mervyn King.

Es bedürfe weiter der Reformierung des Bankensystems, so dass die Banken weniger auf kurzfristige, risikoreiche Möglichkeiten setze, um ihren Profit zu erhöhen, und sich wieder mehr auf die Realwirtschaft konzentrieren, so King. Und im Gegensatz zu den erfolgreichen britischen Olympioniken ist „unsere Wirtschaft nicht bei voller Gesundheit“. Dennoch werde sie sich langsam erholen. „Die Voraussetzungen sind bereits da und die Bank of England wird daran festhalten, alles zu tun, was wir können, um dabei zu helfen, eine Erholung zu erreichen“, schrieb er.

„Aber wenn wir etwas aus den vergangenen zwei Wochen gelernt haben, dann ist es das, dass für einen späteren Erfolg Engagement und harte Arbeit über einen langen Zeitraum notwendig sind ", sagte King. „Jetzt ist die Zeit, um anzufangen, für den wirtschaftlichen Marathon zu trainieren.“

 

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..



DWN
Politik
Politik Ärzte-Zeitung ruft zur Bewertung Lauterbachs auf: Resultat ist Schulnote 6

Die Leser der Ärzte-Zeitung haben eine eindeutige Meinung von Gesundheitsminister Lauterbach.

DWN
Politik
Politik US-Justizministerium: Allianz-Fondsmanager haben Anleger betrogen

Nach Ansicht des US-Justizministeriums haben Hedgefonds-Manager einer Allianz-Tochter die Entwicklung der Fonds über Jahre hinweg...

DWN
Deutschland
Deutschland Windräder: Söder warnt Habeck vor Wortbruch bei Abstandsregeln

Der bayerische Ministerpräsident warnt den Wirtschaftsminister, die vereinbarten Abstandsregeln für Windräder zu kippen.

DWN
Finanzen
Finanzen Bärenmarkt voraus: Was Anleger derzeit von professionellen Tradern lernen können

Investoren und Trader betrachten Märkte aus geradezu gegensätzlichen Perspektiven, die beide Erfolg haben können. Doch in einem...

DWN
Finanzen
Finanzen IWF erhöht Anteil von Dollar und Yuan bei Sonderziehungsrechten

Während Dollar und Yuan an Gewicht zulegen, verlieren die drei anderen im Korb der Sonderziehungsrechte vertretenen Währungen an...

DWN
Deutschland
Deutschland Dax-Konzerne melden Rekordquartal, doch die Aussichten sind mies

Viele deutsche Börsenschwergewichte präsentierten zu Jahresbeginn Bestmarken bei Umsatz und Gewinn. Doch die Aussichten haben sich...

DWN
Deutschland
Deutschland Impfpflicht weiter auf dem Tisch: Drei Bundesländer geben nicht auf

Die Länder Baden-Württemberg, Hessen und Bayern dringen auf einen Neuanlauf im Bundestag für eine Impfpflicht ab 60 Jahren.

DWN
Deutschland
Deutschland Daimler Truck steigert Gewinn mit dickem Auftragsbuch

Auch dank höherer Preise hat Daimler Truck einen deutlichen Umsatzsprung geschafft. Der Auftragseingang stieg auf ein Rekordhoch. Die...