Finanzen

Spanien will mit Geld aus Banken-Rettung Staatsanleihen kaufen

Lesezeit: 1 min
16.08.2012 15:43
Die spanische Regierung will Geld von der EU für Staatsanleihen ausgeben. Das soll die Zinsen etwas senken. Das Geld wollen die Spanier aus dem 100 Milliarden Euro Rettungspaket nehmen, das die EU kürzlich gewährte.
Spanien will mit Geld aus Banken-Rettung Staatsanleihen kaufen

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Spanien erwägt, mit Mitteln aus dem Rettungspaket für die Banken auch Staatsanleihen zu kaufen. So sollen die Zinsen für neue Staatsschulden nach unten gedrückt werden. Die spanische Regierung geht davon aus, dass die Bankenrettung höchsten 60 Milliarden Euro in Anspruch nehmen wird.

Damit würden 40 Milliarden Euro übrigbleiben, mit denen Anleihen gekauft werden könnten. Dies berichtet die spanische Zeitung El Confidencial. Die Informationen sollen von Quellen aus dem Umfeld der Regierung stammen.

Weil die EZB seit vergangenem Monat spanische Staatsanleihen nicht mehr als Sicherheit annimmt, benötigt die verstaatlichte Bankia als erstes einen Notkredit aus den EU-Geldern: „Spanien braucht so schnell wie möglich Geld für die Bankia. Denn die Unsicherheit macht es für den teuer, Geld auf dem Anleihenmarkt aufzunehmen“, sagte Arturo Bris, Finanzprofessor an der Wirtschaftsschule IMD in Laussanne.

Die Bankia ist die größte Verstaatlichte Bank. Der Notkredit müsste an die 30 Milliarden Euro betragen. Damit wäre bereits die Hälfte der Mittel aufgebraucht, die der spanische Wirtschaftsminister für die Bankenrettung veranschlagt.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Deutsche Bank warnt vor explodierender Inflation - "Weltwirtschaft sitzt auf einer Zeitbombe"

Der globale Chef-Ökonom der Deutschen Bank sieht den Anbruch einer gefährlichen neuen Phase der Wirtschaftspolitik gekommen, da die...

DWN
Finanzen
Finanzen Bernegger analysiert: Die Inflation ist da - und sie wird schlimmer werden

DWN-Kolumnist Michael Bernegger zeigt auf, wie sich die Inflation entwickeln wird.

DWN
Deutschland
Deutschland Spielerberater: „Auch die Vereine profitieren von uns“

Spielerberater haben generell nicht den besten Ruf. Zu Unrecht, findet Thies Bliemeister. Im Interview mit den DWN erläutert der Inhaber...

DWN
Deutschland
Deutschland Deutschland braucht mehr Strom als berechnet – was bedeutet das?

Bei den bisherigen Annahmen, wie viel Strom das Land braucht, liegt man ordentlich daneben. Doch wie soll der erhöhte Strombedarf gedeckt...

DWN
Politik
Politik USA und Russland werden die Arktis unter sich aufteilen

In der Arktis werden die USA und Russland die EU und China voraussichtlich verdrängen. Deutschland könnte sich dennoch an...

DWN
Technologie
Technologie Bayerische Hightech-Schmiede bekämpft mit Mikroorganismen den Klimawandel - und begeistert neue Investoren

Viele Produkte, die wir täglich anwenden, basieren auf Petrochemie, beispielsweise Arzneimittel oder Kleidungsstücke. Bei ihrer...

DWN
Politik
Politik Biden reicht Putin die Hand - um gemeinsam gegen China vorzugehen

Joe Biden verfolgt auf seiner Europa-Reise nur ein Ziel: Eine amerikanisch-europäisch-russische Allianz gegen China zu schmieden. Der...

DWN
Finanzen
Finanzen Bernegger analysiert: Droht uns die Inflation?

DWN-Kolumnist Michael Bernegger analysiert die konjunkturelle Lage.