Investoren ungeduldig: Spanische Zinsen steigen wieder Richtung 7-Prozent-Marke

Die noch unkronkrete Ankündigung des Fed-Chefs Bernanke erhöht den Druck auf die EZB, bald selbst Maßnahmen zu ergreifen. Die Rendite für langfristige spanische Anleihen steigt deutlich wieder in Richtung 7-Prozent-Marke.

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Der Fed-Chef hat bei dem Zentralbanker-Treffen in Jackson Hole zwar geldpolitische Maßnahmen angekündigt, doch das reicht den Investoren nicht. Vor allem gegenüber der EZB sind sie noch ein wenig skeptisch. Immer wieder werden Meldungen wie ein erwägter Rücktritt Weidmanns (hier), die schlechten Arbeitslosenzahlen (mehr hier) oder die katastrophale Lage der spanischen Regionen zu kleinen Pulverfässchen. So hat am Freitag die Ratingagentur Standard & Poor’s die Kreditwürdigkeit Kataloniens auf BB/B herabgestuft. Die autonome Region braucht dringend Geld, will aber seine Unabhängigkeit nicht beschneiden lassen.

Die Rendite für zehnjährige Anleihen aus Spanien zog deshalb erneut an. Sie kletterte am Freitag zwischenzeitlich auf 6,891 Prozent und nähert sich damit wieder der 7-Prozent-Marke. Die Skepsis der Investoren zeigt sich aber auch in den Kapitalabflüssen des Landes. 220 Milliarden Euro verließen allein im ersten Halbjahr das Land (hier). Da die spanischen Banken zunehmend ihr Engagement bei den nationalen Anleihen verringern, dürfte der Druck auf die Zinssätze in den kommenden Tagen weiter steigen.

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