Maschinenbau: Auftragseingang minus 11 Prozent

Sowohl im Inland als auch im Ausland sind die Bestellungen bei den deutschen Maschinenbauern im August deutlich zurückgegangen – den zehnten Monat in Folge. Ob und inwiefern die Entscheidungen der EZB und des Bundesverfassungsgerichts positive Auswirkungen auf die Maschinenbauer haben werden, wird sich erst noch zeigen, so der Chefsvolkswirt des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer.

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Im August sind die Bestellungen bei den deutschen Maschinenbauern zum zehnten Mal in Folge zurückgegangen – und zwar sehr deutlich: um 11 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Montag mitteilte, gingen die Bestellungen im Inland im Ausland um sechs Prozent und im Inland sogar um 18 Prozent zurück. „Das Inlandsgeschäft enttäuschte abermals“, so der VDMA Chefvolkswirt Ralph Wiechers. „Das Ausland konnte diesen Rückgang dieses Mal nicht kompensieren“. Sowohl aus den Euroländern (-9%) aus auch aus den Nicht-Euro-Ländern (-5%) gingen weniger Bestellungen ein. Grund hierfür sei die große Verunsicherung, so der Chefsvolkswirt.

Sowohl im Inland als auch im Ausland sind die Aufträge weiter zurückgegangen (Grafik: VDMA)

Sowohl im Inland als auch im Ausland sind die Aufträge weiter zurückgegangen (Grafik: VDMA)

Investitionen in Maschinen und Anlagen werden von vielen Unternehmen genauso zurückgefahren wie die Produktion und die Einstellung neuer Arbeitskräfte (hier). Zu unsicher sind die Aussichten hinsichtlich der Schuldenkrise, der sich verlangsamenden Wirtschaft in China und des Ausgangs der Wahlen in den USA (die könnten den USA noch gefährlich werden – hier). „Es bleibt abzuwarten, ob und wann der Befreiungsschlag von Europäischer Zentralbank und Bundesverfassungsgericht vom September bei den internationalen Maschinenbaukunden seine Wirkung entfaltet“, ergänzt Ralph Wiechers.

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