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US-Forscher: Goldman Sachs hat uns um unser Lebenswerk gebracht

Zwei Forscher in Boston arbeiten zwanzig Jahre lang Tag und Nacht. Sie schaffen den Durchbruch und entwickeln einen Algorithmus, der die Spracherkennungs-Technologien revolutioniert. Dann machen sie einen verhängnisvollen Fehler: Sie holen sich Goldman Sachs ins Haus, um einen Partner für das Unternehmen zu finden - und verlieren Geld und Lebenswerk. Eine traurige Geschichte über die Naivität von Forschern und die professionelle Kaltschnäuzigkeit einer Investmentbank, die auch noch zehn Jahre nach der Tragödie sagt: „We did a great job!“

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James und Janet Baker: Die Wissenschaftler haben alles verloren, weil Goldman die beiden Forscher nicht vor einem Verkauf ihrer Firma an ein belgisches Betrüger-Duo warnte. Nun fordern die Forscher eine Milliarde Dollar Schadensersatz von Goldman. (Foto: NYT)

James und Janet Baker: Die Wissenschaftler haben alles verloren, weil Goldman die beiden Forscher nicht vor einem Verkauf ihrer Firma an ein belgisches Betrüger-Duo warnte. Nun fordern die Forscher eine Milliarde Dollar Schadensersatz von Goldman. (Foto: NYT)

James und Janet Baker haben sich nur einem Thema verschrieben. Es ist ihr Lebensthema: Wie kann man den Computer dazu bringen, dass er die menschliche Sprache versteht? Beide haben einen PhD von amerikanischen Elite-Universitäten, James von Princeton, Janet von Tufts. Es sind entbehrungsreiche Jahre, in denen das Ehepaar nichts anderes kennt als die besessene Suche nach dem richtigen Code. Sie gönnen sich nichts, leben bescheiden. Nur die Erziehung ihrer Kinder hat in ihrem Leben neben der Forschung Platz. Später werden sie sagen, Dragon sei ihr drittes Kind gewesen.

Dragon: Das ist das Meisterwerk der Bakers.  Nach jahrzehntelanger Forschungsarbeit gelingt es den beiden nämlich, einen Algorithmus zu entwickeln, der heute als Meilenstein der Spracherkennung gilt. Sie gründen ein Software-Unternehmen, Dragon Systems. Sie versuchen, ihre Forschungsergebnisse in ein Business umzuwandeln. Es gelingt.

Im Juni 1997 bringen die Bakers mit Dragon Naturally Speaking das erste erschwingliche PC-Programm zur Spracherkennung auf den Markt, das normale die menschliche Sprache versteht. Das ist eine Weltsensation. Bis zum Durchbruch der Bakers war die Spracherkennung eher eine brotlose Kunst. Man musste beim Sprechen zwischen zwei Wörtern stets eine Pause machen, um vom Computer verstanden zu werden. Die Ergebnisse waren unbefriedigend. Spracherkennung ist eine komplexe Wissenschaft. Der Erfolg der Bakers hat in der Branche einen ähnlichen Stellenwert wie die Mondlandung in der bemannten Raumfahrt.

Lange weigern sich die Bakers,Venture Capital für ihr neues Unternehmen aufzunehmen. Sie wollen unabhängig bleiben, fürchten, dass die Geldgier von Investoren ihre Forschungsergebnisse zu schnell kommerzialisieren würde. Aber das Unternehmen wächst so schnell, dass die Bakers schließlich doch ein Partner-Unternehmen brauchen. Sie entschließen sich, Dragon zu verkaufen, um die Software im großen Stil weiterentwickeln zu können. Zur professionellen Unterstützung der Transaktion holen sie sich eine Firma als Berater, deren Namen damals das Nonplusultra des Investmentbankings war. Goldman Sachs. Im Jahr 2000 verkaufen sie ihr Unternehmen schließlich für 580 Millionen Dollar an das belgische Unternehmen Lernout & Hauspie (L&H). Goldman erhält ein Honorar von fünf Millionen Dollar.

Doch schon bald wird deutlich: Mit diesem Verkauf sind die Bakers in die größte Katastrophe ihres Lebens geschlittert. Die Firma, die Dragon gekauft hat, ist wirtschaftlich bereits am Ende. Die Gründer des belgischen Unternehmens, Jo Lernout und Pol Hauspie, haben nämlich die Bilanz ihres Unternehmens auf betrügerische Weise poliert. Wichtige Kunden aus Korea entpuppten sich als glatte Erfindungen, berichtet die New York Times. Die gesamte Verkaufsstatistik ist ein Lügengebilde, das Unternehmen besteht praktisch nur auf dem Papier.

Von all dem ahnen die Bakers nichts, als sie den Verkauf verhandeln. Denn sie verlassen sich auf Goldman Sachs: Das sind schließlich die Profis, die vom M&A-Geschäft etwas verstehen – denken die Bakers.

Die Bakers im Jahr 1990 bei der Präsentation eines ersten Prototypen für Dragon. (Foto: privat)

Die Bakers im Jahr 1990 bei der Präsentation eines ersten Prototypen für Dragon. (Foto: privat)

Am 27. März 2000 findet bei Dragon Systems die schicksalshafte Vorstandssitzung statt. Unter Leitung von Janet Baker wird entschieden, der Übernahme des Unternehmens durch L&H zuzustimmen. Es ist bei Übernahmen üblich, dass ein erheblicher Teil des Kaufpreises in Unternehmensanteilen des Käufers bezahlt wird (Share Deal). So soll unter anderem sichergestellt werden, dass die Eigentümer des eingekauften Unternehmens ein Eigeninteresse am Erfolg des aufkaufenden Unternehmens haben. An diesem besitzen sie ja jetzt Anteile, sodass dessen Gewinn auch ihr Gewinn ist. Bei Dragon Systems hatte man lange darüber diskutiert, ob man einen solchen reinen Share-Deal wirklich eingehen solle. Schließlich hatten die Forscher einen enormen und realen Unternehmenswert geschaffen. Aber die Bakers sind so überzeugt von ihrer Entwicklung, dass sie schließlich für einen reinen Share-Deal stimmen. Sie sind auch nicht geldgierig, wollen nicht, wie andere Gründer, schnelle Kasse machen. Sie stimmen dem Share-Deal zu, weil sie an die Überlegenheit von Dragon glauben. Goldman riet den Bakers nicht ausdrücklich von einem solchen Deal ab.

Doch damit hatten die Bakers ihr eigenes Todesurteil unterschrieben: Während Goldman die fünf Millionen Dollar Honorar natürlich in Cash erhielt, besaßen die Bakers auf einmal Anteile an einem Fake-Unternehmen, dass in Wahrheit nichts anderes war als eine betrügerisch aufgeblasenen Scheinfirma.

Nur wenige Monate nach der Übernahme von Dragon Systems meldet L&H Konkurs an. Das eben noch als Zukunftssicherung gedachte Unternehmen ist über Nacht nichts mehr wert. Die Bakers verlieren damit nicht nur den gesamten Unternehmenswert an Dragon: Das Unternehmen war zum Zeitpunkt der Transaktion mit 580 Millionen Dollar bewertet worden. Statt Cash zu nehmen, bekamen die Bakers Anteile an einem wertlosen Unternehmen. Die Forscher müssen tatenlos zusehen, wie ihre gesamte Forschungsarbeit mitsamt den Rechten an der Dragon-Technologie aus der Konkursmasse an andere Softwarefirmen verkauft wird. Die Bakers verlieren jede Zeile Code – sie verlieren alles, was sie in Jahrzehnten entwickelt hatten. Teile von Dragon findet man heute unter anderem bei der Spracherkennung, die Apple für seinen Personal Manager Siri verwendet. Die Bakers sehen von den gewaltigen Einnahmen der anderen Unternehmen nie auch nur einen Cent. Sie haben die Patentrechte verloren, wurden um ihr Lebenswerk gebracht.

Janet Baker gründete nach dem Dragon-Debakel das Saras-Institut und ist an verschiedenen US-Universitäten in der Forschung tätig, unter anderem auch in Grenzbreichen von Computertechnologie und Neurowissenschaften. (Foto: Saras Institut)

Janet Baker gründete nach dem Dragon-Debakel das Saras-Institut und ist an verschiedenen US-Universitäten in der Forschung tätig, unter anderem auch in Grenzbreichen von Computertechnologie und Neurowissenschaften. (Foto: Saras Institut)

Anfang November hat in Boston der Prozess Baker vs. Goldman Sachs begonnen (hier die Klage im Wortlaut, die bereit 2009 eingereicht wurde). Denn heute ist den Forschern klar, dass sie sich in Goldman geirrt haben. Bakers Anwalt Alan K. Cotler wirft der Investmentbank vor, „faul und unfähig“ gewesen zu sein. Die Forscher seien heute überzeugt: Die lasche und mangelhafte Arbeit der Investmentbank habe sie um ihr Lebenswerk gebracht. Der Anwalt erklärt den Deutschen Wirtschafts Nachrichten, warum er es für begründet hält, Goldman den Vorwurf der Pflichtverletzung machen zu können: Der Betrug um L&H flog durch einen Artikel des Wall Street Journal vom 8. August 2000 auf (hier). Alan Cotler versteht heute noch nicht, warum Goldman nicht schon viel früher hätte draufkommen können, dass bei den Belgiern etwas faul ist. Die Journalisten des WSJ hatten ganz einfach nichts einige der angeblichen Kunden von L&H angerufen – und schon wussten sie, dass es sich um eine Luftnummer handeln musste. Das sei eigentlich das Mindeste, was eine Investment-Bank an Recherche für ein Honorar von fünf Millionen Dollar leisten müsse.

Die New York Times beschreibt, dass bei Goldman zwei junge und unerfahrene Investmentbanker mit der Transaktion betraut gewesen seien, die sich während der kritischen Verhandlungen mehrfach auf Urlaub befunden, an entscheidenden Telefonkonferenzen nicht teilgenommen und die Sache mit erheblicher Arroganz auf die leichte Schulter genommen hätten. Besonders bitter für die Bakers: Unabhängig von der Dragon-Transaktion hatte bei Goldman eine andere Abteilung schon früher in die Bücher der Belgier geschaut – mit dem Ergebnis, dass Goldman große Zweifel an der Seriosität des Geschäfts von L&H überkamen, und die Investmentbank von einem Einstieg Abstand nahm. Die Bakers haben während ihrer Verhandlungen niemals von dieser Beurteilung erfahren. Es ist gut möglich, dass auch die beiden Jungbanker, die den Deal für Baker verhandelt haben, davon gar nichts gewusst haben.

Goldmans Verteidigung bestreitet sämtliche Vorwürfe. Man sei vertraglich nicht verpflichtet gewesen, eine Prüfung der Bücher (Due Diligence) von L&H durchzuführen. Unterstützung erhält Goldman von William D. Cohan, Autor von „Money and Power: How Goldman Sachs Came to Rule the World.“ Cohan berichtet in einem Beitrag für Bloomberg, dass Goldman Dragon Systems „deutlich ermahnt“ habe, man solle einen internationalen Wirtschaftsprüfer für die Due Diligence engagieren. Doch Dragon Systems habe dies aus Zeit- und Kostengründen abgelehnt. Die Bakers bestreiten dies. Die Verantwortlichen bei Dragon Systems seien davon ausgegangen, dass Goldman L&H einer strengen Prüfung unterziehe – und zumindest über die wichtigsten Kennzahlen des Unternehmens auch eigene Recherchen anstelle. Goldman lehnte eine Stellungnahme für die Deutschen Wirtschafts Nachrichten ab.

Wie blanker Zynismus muss es für die Bakers allerdings klingen, wenn Goldman nicht nur jede Verantwortung für das Desaster ablehnt, sondern den Fall noch als eine besondere Erfolgsgeschichte verkauft. Man habe „großartige Arbeit“ geleistet, sagte einer der involvierten Banker der New York Times. Man habe Dragon Systems „hervorragend beraten“ und „zum Geschäftsabschluss geführt“, sagte ein Goldman-Banker unter Eid. Das und nur das sei der Auftrag gewesen – und den habe man erfüllt. Auch wenn die Bakers alles verloren hätten? Ja, denn der man sei beauftragt gewesen, einen Transaktion zustande zu bringen und diese sei zustande gekommen.

Für alle weiteren Probleme seien die Bakers selbst verantwortlich: Die fatale Entscheidung, eine Zahlung in 100 Prozent Aktien zu akzeptieren, habe allein Dragon Systems zu verantworten.

James Baker arbeitet heute für die Johns Hopkins Universität. (Foto: Johns Hopkins)

James Baker arbeitet heute für die Johns Hopkins Universität. (Foto: Johns Hopkins)

Doch damit nicht genug: Goldman hat sogar eine Gegenklage eingereicht, in der Janet Baker Vertragsbruch vorgeworfen wird. Denn im Vertrag sei nur Dragon Systems das Recht eingeräumt worden, die Bank zu verklagen. Und die Firma Dragon Systems existiert nicht mehr. Obwohl Janet Baker in einem von Goldmann verhandelten Geschäft alles verloren hat, solle sie jetzt die Gerichtskosten der Bank tragen.

In gewisser Weise ist dies die traurige Geschichte eines Mißverständnisses. Die Dragon-Software hat bewiesen: Es mag schwierig, aber nicht unlösbar sein, dass Computer die Sprache von Menschen verstehen. Dragon Systems als Unternehmen hat dagegen bewiesen: Es ist unwahrscheinlich, dass normale Menschen und Investmentbanker jemals so miteinander kommunizieren, dass sie einander verstehen.

Fünf Millionen Dollar sind nämlich für Wissenschaftler etwas anderes als für eine Investmentbank: Für Goldman sind das Peanuts. Dafür arbeitet man nicht hart, das ist eine Angelegenheit für Junior-Kräfte. Und die wissen: Wer in der Goldman-Hierarchie etwas werden will, muss Milliarden bewegen. Mit lumpigen Millionen-Aufträgen schlagen sich Anfänger und Aushilfskräfte herum.

Für Wissenschaftler oder Unternehmensgründer sind fünf Millionen dagegen eine unvorstellbar große Summe: Wer sich, wie die Bakers, während des Aufbaus der Unternehmens überlegen muss, ob er sich die Butter fürs Brot noch leisten kann, der erwartet, dass jemand für fünf Millionen Dollar rennt bis zum Umfallen. Dass diese Annahme im Hinblick auf erwartete Leistungen einer Investmentbank naiv sind, das wissen die Bakers erst jetzt – nachdem sie alles verloren haben.

Vor dem Bundesgericht in Boston fordern die Forscher nun ,„Gerechtigkeit“. Damit sie von Goldman auch verstanden werden, beträgt die Summe, auf die die Bakers klagen, eine Milliarde Dollar.

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Polen verlangt von Merkel Erklärung zu Sicherheit in Deutschland
Polen verlangt von Merkel Erklärung zu Sicherheit in Deutschland
Polen verlangt von der Bundesregierung unter Bundeskanzlerin Merkel nach den jüngsten Gewaltexzessen eine Erklärung zur Sicherheit in Deutschland. Warschau sorgt sich um die eigenen Bürger: Am Sonntag war eine junge Polin von einem Flüchtling mit einer Machete ermordet worden.
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Bundeskanzlerin Angela Merkel mit der polnischen Ministerpräsidentin Beata Szydlo in Berlin. (Foto: dpa)

Bundeskanzlerin Angela Merkel mit der polnischen Ministerpräsidentin Beata Szydlo in Berlin. (Foto: dpa)

Die polnische Ministerpräsidentin Beata Szydlo hat von der Bundesregierung eine „Erklärung“ zu den jüngsten Gewalttaten in Deutschland gefordert. „Seit mehreren Wochen hören wir täglich von Terrorangriffen. Diese jüngsten Ereignisse haben auch polnische Bürger getroffen“, sagte Szydlo am Dienstag. Sie bezog sich dabei offenbar auf den Mord an einer Polin durch einen syrischen Flüchtling in Reutlingen.

„Der polnische Staat hat die Verpflichtung, eine Erklärung zu verlangen für die Ereignisse, eine ehrliche Information, weil sich das alles auf der anderen Seite unserer Grenze abspielt“, sagte Szydlo vor Journalisten. Die Regierung in Warschau steht der deutschen Flüchtlingspolitik seit langem kritisch gegenüber. Die Aufnahme von Flüchtlingen im Zuge einer europaweiten Quotenregelung lehnt sie entschieden ab.

Bereits am Montag hatte der polnische Außenminister Witold Waszczykowski die deutsche Regierung für die jüngsten Gewalttaten mitverantwortlich gemacht. „Die Sicherheitsdienste und die deutschen Politiker sind verantwortlich für die Sicherheit in Deutschland“, sagte Waszczykowski auf einer Reise im jordanischen Amman. „Wir erwarten, dass sie uns das Warum dieser Taten erklären.“

Er stellte dabei auch einen Zusammenhang zwischen der deutschen Flüchtlingspolitik und den islamistischen Anschlägen in Ansbach und Würzburg her, die von einem syrischen und einem afghanischen Flüchtling verübt worden waren. „Man versichert uns, dass es keine Probleme verursachen würde, Europa zu öffnen und eine derartige Welle von Migranten zu akzeptieren.“ Nun zeige sich, dass dies nicht der Fall sei, sagte Waszczykowski.

Orban: Ungarn braucht keinen einzigen Migranten für die Wirtschaft
Orban: Ungarn braucht keinen einzigen Migranten für die Wirtschaft
Ungarns Premier Orban sieht in den Flüchtlingen in Europa eine Gefahr für die öffentliche Ordnung. Österreich wird Ungarn beim Schutz der Grenze zu Serbien unterstützen.
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Österreichs Bundeskanzler Christian Kern mit dem ungarischen Premier Viktor Orban in Budapest. (Foto: dpa)

Österreichs Bundeskanzler Christian Kern mit dem ungarischen Premier Viktor Orban in Budapest. (Foto: dpa)

Der ungarische Ministerpräsident Victor Orban hat Einwanderung als „Gift“ und die Flüchtlinge als Sicherheitsrisiko bezeichnet. „Ungarn braucht keinen einzigen Migranten, damit die Wirtschaft funktioniert“, sagte Orban am Dienstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem österreichischen Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ). „Deswegen braucht es keine gemeinsame europäische Einwanderungspolitik. Wer immer Migranten braucht, kann sie nehmen, doch zwingt sie uns nicht auf, wir brauchen sie nicht“.

„Jeder einzelne Migrant stellt eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und ein Terrorrisiko dar“, sagte Orban, der von Anfang an in der Flüchtlingspolitik eine harte Linie vertreten hat. Insbesondere lehnt er eine Verteilung der Asylbewerber auf die EU-Mitgliedsstaaten nach verbindlichen Quoten vehement ab. „Für uns ist Migration keine Lösung, sondern ein Problem. (…) Nicht Medizin, sondern ein Gift, wir wollen es nicht und schlucken es nicht“, sagte Orban.

Im vergangenen Jahr waren 400.000 Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak und anderen Kriegs- und Krisengebieten durch Ungarn gereist. Nachdem die Regierung die Südgrenze mittels eines Stacheldrahtzauns abgeriegelt hatte, ging die Zahl deutlich zurück. Rund 199.000 Flüchtlinge stellten 2015 einen Asylantrag in Ungarn, doch wurden nur 264 Asylbewerber angenommen. Seit der Schließung der Balkanroute kommen kaum noch Flüchtlinge.

Österreich und Ungarn wollen die Grenze zu Serbien gemeinsam sichern. Österreich wird zunächst 20 Polizisten abstellen. Bundeskanzler Kern sagte, Österreich wolle nach den „jüngsten Erschütterungen“ die Beziehungen zu Ungarn wieder verbessern.

Syrien und Russland kreisen Söldner-Truppen in Aleppo ein
Syrien und Russland kreisen Söldner-Truppen in Aleppo ein
Russen und Syrer haben die islamistischen Söldner in Aleppo komplett eingekreist, nachdem sie vergangenen Woche ihre Versorgungsroute gekappt hatten. Doch die Söldner könnten dazu übergehen, die Zivilbevölkerung von Aleppo als menschliche Schutzschilde einzusetzen.
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Die islamistischen Söldner von Fatah Halab haben keinen Ausweg mehr. (Screenshot)

Die islamistischen Söldner von Fatah Halab haben keinen Ausweg mehr. (Screenshot)

In der umkämpften syrischen Stadt Aleppo besteht die Gefahr, dass die islamistischen Söldner die Einwohner von Aleppo, deren Anzahl unbekannt ist, als menschliche Schutzschilde benutzen. Westliche Sicherheitskreise bestätigten den Deutschen Wirtschafts Nachrichten, dass dies eine reale Gefahr sei, weil die Söldner in der Vergangenheit auf dieses Mittel zurückgegriffen haben, um einen „Massenmord“ durch Russen und Syrer zu propagieren. Die pro-westliche Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte (SOHR) bestätigt diese Methode der „Rebellen“. Auffällig ist, dass vor allem die Söldner-Truppe Dschaisch al-Islam, die auch an den Genfer Gesprächen teilgenommen haben und vom Westen unterstützt werden, diese Methode einsetzt. Al Jazeera berichtete im vergangenen Jahr: „Syrische Rebellengruppen haben Menschen in Käfige gesperrt und sie in die Nähe von Damaskus gefahren, um sie als menschliche Schutzschilde gegen schwere Luftangriffe durch die Regierung einzusetzen.“

Die islamistischen Söldner der Gruppe Fatah Halab wurden am Dienstag in Aleppo von der syrischen Armee (SAA) komplett eingekesselt. Bereits vor eineinhalb Wochen wurde die Versorgung der Söldner gekappt, berichtet Al-Masdar News. Was besonders nachteilig für die Söldner ist, ist die Tatsache, dass die 4. Mechanisierte Division der SAA 90 Prozent des Al-Layramoun-Viertels, in der sich zahlreiche Industrieanlagen befinden, kontrolliert. Die Söldner haben nur noch die Kontrolle über die Bus-Station im Norden der Stadt.

Die SAA hat auch erstmals seit dem Jahr 2012 die Kontrolle über das Viertel Bani Zaid errungen. Die Söldner haben zwei Optionen: entweder sie führen einen aussichtslosen Kampf oder die ergeben sich der SAA und ihren russischen Verbündeten. Die New York Times berichtet, dass die SAA den Söldnern in Aussicht gestellt haben, sich zu ergeben. Zudem habe die SAA eine sichere Route aus der Stadt geschaffen, um den Söldnern den Ausweg zu ermöglichen, nachdem sie die Waffen niedergelegt haben.
Ausschlaggebend für den enormen Rückschlag gegen Fatah Halab waren die russischen Luftangriffe auf die Stellungen der Söldner in Aleppo. Nach Informationen des syrischen Spezial-Kommandos „Tiger Forces“ sollen die Russen zahlreiche Militärfahrzeuge der Söldner in Kafr Hamra, Bayyanoun, Hayyan, Harita und Anadan zerstört haben. Alleine in der Nacht von Montag auf Dienstag soll die russische Luftwaffe über 40 Luftschläge gegen die Islamisten ausgeführt haben, so Al-Masdar News.

US-Präsident: Demokraten nominieren Hillary Clinton als Kandidatin
US-Präsident: Demokraten nominieren Hillary Clinton als Kandidatin
Hillary Clinton wird gegen Donald Trump antreten. Doch über ihrer Kandidatur liegen erhebliche Schatten. Sie wird mit Manipulationen und Korruption in Verbindung gebracht. Die Demokraten fürchten weitere unangenehme Enthüllungen und haben vorsorglich die Russen für einen demaskierenden Leak verantwortlich gemacht.
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Meryl Streep am Dienstag auf dem Parteitag der Demokraten. (Foto: dpa)

Meryl Streep am Dienstag auf dem Parteitag der Demokraten. (Foto: dpa)

Die frühere Außenministerin Hillary Clinton ist nun auch offiziell die Präsidentschaftskandidatin der US-Demokraten. Bei einem Parteitag in Philadelphia stimmten am Dienstag mehr als 2381 Delegierte für Clinton, womit sie die erforderliche absolute Mehrheit erreichte.

Clinton ist in den vergangenen Tagen durch die Veröffentlichung der DNC-Emails unter Druck geraten. Aus den Emails geht nicht nur hervor, dass die Demokraten hinter einer ausgemachten Schmierenkampagne gegen Donald Trump stecken. Auch Bernie Sanders sollte diskreditiert werden – unter anderem, weil er Atheist ist. Die DNC-Vorsitzende Debbie Wasserman Schultz musste zurücktreten. Julian Assange von Wikileaks kritisierte, dass Clinton Wasserman Schultz nach dem Bekanntwerden ihres Fehlverhaltens lobte und ihr versprach, sie zum Teil ihrer Kampagne zu machen. Assage sagte auf Democracy Now, dass Clinton damit ihren Hang zur Korruption belege: Sie habe jemanden belohnt, dem Manipulation und Intrigen vorgeworfen wurden. Dies lasse nichts Gutes für eine mögliche Präsidentschaft von Clinton erwarten. Clinton habe damit gezeigt, dass sie für Korruption anfällig sei, weil ihr persönliche Loyalitäten wichtiger seien als das Wohl der Allgemeinheit.

An der Kür Clintons hatte kein Zweifel bestanden. Die Ex-Außenministerin hatte sich in den Vorwahlen der Demokraten gegen den linksgerichteten Senator Bernie Sanders durchgesetzt. Zudem hatte sie die große Mehrheit der sogenannten Superdelegierten hinter sich. Dies sind aktuelle oder frühere Amtsträger der Partei, die in ihrem Votum über den Kandidaten frei, also nicht an die Vorwahlergebnisse gebunden waren.

Gleichwohl zeigt der bisherige Verlauf des Parteitags, dass Clintons Kandidatur in der Partei nicht auf ungeteilte Begeisterung stürzt. Auch am zweiten Tag der Versammlung brachen Sanders-Anhänger immer wieder in stürmische „Bernie, Bernie“-Sprechchöre aus.

Banken-Stresstest: Zittern vor einem schwarzen Freitag
Banken-Stresstest: Zittern vor einem schwarzen Freitag
Am Freitag werden die Ergebnisse des Banken-Stresstests veröffentlicht. Es wird erwartet, dass die Ergebnisse eine neue Welle der Unsicherheit in den Finanzmärkten auslösen. In Deutschland stehen die beiden Großbanken Deutsche Bank und Commerzbank im Fokus.
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Die Börsen fürchten einen unerfreulichen Freitag. (Foto: dpa)

Die Börsen fürchten einen unerfreulichen Freitag. (Foto: dpa)

Neue Hiobsbotschaften von den deutschen Banken vor den Stresstest-Zeugnissen am Freitag: Die Commerzbank muss um ihren Milliardengewinn in diesem Jahr bangen und kämpft mit einer dünner werdenden Kapitaldecke. Und die mitten in der Sanierung steckende Deutsche Bank, ebenfalls nicht mit einem üppigen Puffer ausgestattet, sieht sich in den USA mit einer neuen Klage wegen undurchsichtiger Hypothekengeschäfte konfrontiert. Die Nervosität der Anleger steigt: Finanztitel zählten am Dienstag europaweit zu den Verlierern – auch weil weiterhin unklar ist, welche Register die italienische Regierung zieht, um ihre angeschlagenen Geldhäuser zu stabilisieren und einen Flächenbrand zu verhindern.

Im Dax büßten Commerzbank und Deutsche Bank am Dienstag mehr als vier Prozent ein und waren damit die Schlusslichter. Bei der Deutschen Bank erwarten von Reuters befragte Analysten angesichts der zahlreichen Sonderlasten ohnehin einen Verlust, wenn das Institut an diesem Mittwoch als erste richtig große europäische Bank ihre Zahlen vorlegt.

Die Enttäuschung war nun aber vor allem mit Blick auf die noch immer teilverstaatlichte Commerzbank groß. Dort offenbart sich für den neuen Vorstandschef Martin Zielke eine immer größere Not, ein neues Sparprogramm zu starten. Der Überschuss brach im zweiten Quartal um fast ein Drittel auf 209 Millionen Euro ein. Die Niedrigzinsen fressen sich tief in die Bilanz, und die Kreditnachfrage im Kerngeschäft mit dem Mittelstand schwächelt, warnte die Bank. „Eine klare Enttäuschung“, sagte Fondsmanager Helmut Hipper von Union Investment. „Was bleibt, ist die Hoffnung, dass der neue Vorstandschef Zielke einen überzeugenden Business-Plan vorlegt.“

Die neue Strategie wird im Herbst erwartet, große Sprünge sind angesichts der mauen Ausgangslage aber nicht drin. Zielke hatte schon unmittelbar zu seinem Amtsantritt im Mai prophezeit, es werde schwierig, das Vorjahresergebnis von mehr als einer Milliarde Euro zu wiederholen. Nach sechs Monaten stehen jetzt erst 372 Millionen Euro zu Buche – gut 40 Prozent weniger. Für die Branchenexperten der NordLB ist die Milliarde damit gegessen. Sie erwarten, dass die Commerzbank dieses Ziel am kommenden Dienstag offiziell kassiert. Dann soll der ausführliche Quartalsbericht veröffentlicht werden. An der veranschlagten Dividende von 20 Cent je Aktie will Zielke dagegen bislang nicht rühren.

In welcher Verfassung die Banken auf dem Kontinent sind, dürfte sich am Freitag zeigen. Dann werden die Ergebnisse des diesjährigen europaweiten Stresstests veröffentlicht. Allein die italienischen Institute schieben noch einen Berg fauler Kredite von 360 Milliarden Euro vor sich her. Dort ist inzwischen eine Debatte über ein neues Rettungspaket entbrannt. Allerdings können sich auch die deutschen Geldhäuser nicht zurücklehnen. Sie tun sich mit den strengeren Kapitalauflagen der Regulierer schwer.

Bei der Commerzbank schrumpfte die harte Kernkapitalquote per Ende Juni überraschend auf 11,5 Prozent, Ende März waren es noch 12,0 Prozent. Die Europäische Zentralbank will bei der Commerzbank bis 2019 eine Quote von 11,75 Prozent sehen. Der Grund für den jüngsten Rückgang: Offenbar bewertete die Commerzbank ihre Bilanzrisiken bislang zu lax – und musste nachbessern. Höhere Risikoaufschläge für italienische Staatsanleihen hinterließen ebenfalls Spuren. Das Engagement ist gewaltig: Ende März war die Commerzbank mit elf Milliarden Euro in Italien investiert. Alle deutschen Banken zusammen haben dort fast 26 Milliarden Euro im Feuer.

Ob die Deutsche Bank mit ihrer Kapitalausstattung im Frühjahr vorangekommen ist, ist offen. Sie hatte vor allem darauf gehofft, den bereits vereinbarten Verkauf der Beteiligung an der chinesischen Hua Xia Bank im zweiten Quartal abzuschließen. Das würde die Kapitalquote – die zu Jahresbeginn auf 10,7 von 11,1 Prozent gesunken war – um ein halbes Prozent verbessern. Finanzkreisen zufolge sind aber noch nicht alle Stempel auf den Vertragspapieren.

Dabei könnte Deutsche-Bank-Chef John Cryan gute Nachrichten dringend gebrauchen. Bei Deutschlands größtem Geldhaus sorgen sich Investoren vor allem darum, wann die zahlreichen Rechtsstreitigkeiten endlich ad acta gelegt werden, die viel Geld kosten. US-Hypothekenklagen zählen schon länger dazu. Jetzt müssen sich die Frankfurter in den USA erneut vor Gericht gegen Vorwürfe verteidigen, im Vorfeld der Finanzkrise Risiken im Zusammenhang mit dem Immobilienmarkt verheimlicht und Investoren über den Tisch gezogen zu haben.

Die Commerzbank, die seit jeher ein kleineres Rad auf den internationalen Kapitalmärkten drehte, hat solche Probleme nicht. Aber auch der Heimatmarkt macht längst keinen Spaß mehr. Wegen der Geldflut der Notenbanken rufen die wichtigen Firmenkunden nicht mehr genug Kredite ab. Deshalb werden jetzt bei der sogenannten Mittelstandsbank die größten Einschnitte erwartet. Besser schlägt sich die Bank dagegen im Privatkundengeschäft, obwohl der Online-Broker Comdirect neuerdings schwächelt.

Apple und Twitter enttäuschen mit schlechten Zahlen
Apple und Twitter enttäuschen mit schlechten Zahlen
Apple und Twitter wachsen deutlich langsamer als erhofft. Apple verkauft weniger iPhones, Twitter kämpft noch immer mit einem nicht erkennbaren Geschäftsmodell.
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Apple und Twitter glänzen nicht mehr wie gewohnt. (Foto: dpa)

Apple und Twitter glänzen nicht mehr wie gewohnt. (Foto: dpa)

Apple hat erneut deutlich weniger iPhones verkauft. Der Absatz des Smartphones brach im abgelaufenen Quartal um 15 Prozent ein, wie der US-Technologiekonzern am Dienstagabend mitteilte. In den drei Monaten zuvor hatte es erstmals seit der Markteinführung 2007 ein Minus gegeben, damals von gut 16 Prozent. Apple ist seit Jahren stark abhängig vom iPhone. Es steht für etwa zwei Drittel der gesamten Erlöse.

Der Nettogewinn des lange Zeit erfolgsverwöhnten Unternehmens aus dem Silicon Valley stürzte um 27 Prozent auf 7,8 Milliarden Dollar ab. Der Umsatz sank um 14,6 Prozent auf 42,36 Milliarden Dollar, nicht ganz so deutlich wie von Analysten befürchtet. 40,4 Millionen iPhones gingen im Frühjahr über die Ladentische, ebenfalls etwas mehr als gedacht.

Apple-Aktien verteuerten sich daraufhin im nachbörslichen US-Handel um 6,5 Prozent.

Klare Einbußen verzeichnete die wertvollste börsennotierte Firma der Welt auch mit iPads und Mac-Computern. Positiv entwickelte sich dagegen die Servicesparte, zu der der App Store, der Bezahldienst Apple Pay sowie Cloud-Dienstleistungen zählen. Hier kletterten die Erlöse um knapp 19 Prozent auf sechs Milliarden Dollar.

Probleme hat Apple in China, eigentlich einer der Wachstumstreiber des US-Konzerns. Hier schrumpfte das Geschäft um ein Drittel, nachdem es im Vorjahreszeitraum noch ein Plus von 112 Prozent gab. In China wird die Konkurrenz immer stärker, vor allem von Anbietern günstigerer Smartphones. Zudem habe sich das konjunkturelle Umfeld seit Jahresbeginn verschlechtert, so Apple-Chef Tim Cook.

Im laufenden vierten Quartal des Geschäftsjahres 2015/16 rechnet das Unternehmen mit Umsätzen von 45,5 bis 47,5 Milliarden Dollar. Von Reuters befragte Analysten hatten zuletzt im Schnitt mit 45,71 Milliarden Dollar kalkuliert.

Twitter hat angesichts zunehmender Konkurrenz von Rivalen wie Snapchat und Instagram zwischen April und Juni das geringste Quartalswachstum seit dem Börsengang im Jahr 2013 hingelegt. Der Umsatz stieg binnen Jahresfrist um etwa ein Fünftel auf 602 Millionen Dollar, wie der Online-Kurznachrichtendienst am Dienstagabend mitteilte. Der Nettoverlust verringerte sich um gut ein Fünftel auf 107,2 Millionen Dollar. Die durchschnittliche Zahl der aktiven monatlichen Nutzer stieg im zweiten Quartal nur leicht auf 313 Millionen von 310 Millionen im ersten Vierteljahr. Die Twitter-Aktie brach nachbörslich um mehr als zehn Prozent ein.

Mit seinem Ausblick enttäuschte Twitter die Investoren: Für das laufende Quartal rechnet Twitter mit einem Umsatz von 590 bis 610 Millionen Dollar und damit deutlich weniger als Analysten mit 678 Millionen Dollar.

Twitter-Gründer Jack Dorsey hatte im Oktober das Zepter wieder dauerhaft übernommen, um das Unternehmen auf Vordermann zu bringen. Er setzt auf neue Videodienste und will Anzeigenkunden noch gezielter ansprechen. Unter anderem sollen Football-Spiele über Twitter übertragen werden. Doch auch die Konkurrenten Facebook, Snapchat und Youtube sind auf diesem Gebiet aktiv. Unter Analysten kursierte Skepsis: „Seit fast einem Jahr ist Dorsey zurück. Aber man kann nicht erkennen, ab wann eine Besserung einsetzt, die die Investoren glücklich macht“, sagte Patrick Moorhead von Moor Insights & Strategy.

In der jüngeren Vergangenheit hat Twitter seine Nutzerzahlen kaum noch steigern können. Das Unternehmen steht auch unter dem Druck verstärkter Konkurrenz von Facebook und Google. Facebook legt seine aktuelle Quartalsbilanz am Mittwochabend nach US-Börsenschluss vor.

Mitte Juni hatte Twitter mitgeteilt, beim Berliner Musikdienst Soundcloud einzusteigen. Laut dem Technologie-Onlineportal Re/Code hat Twitter rund 70 Millionen Dollar in das 2008 gegründete Startup investiert. Bei Soundcloud können Nutzer Musik und andere Audiodateien hochladen und sie teilen.

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