Zypern: Regierung verwendet Pensionsfonds für Gehälter der Beamten

250 Millionen Euro braucht Zypern von staatlichen Unternehmen. Das Land steht nach den Verhandlungen mit der Troika vor der Pleite. Erst Ende Februar ist mit einem Rettungspaket zu rechnen.

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Die Lage in Zypern spitzt sich derzeit zu. Die zypriotische Regierung ist nicht in der Lage, ihren Arbeitnehmern aus den eigenen Kassen die Gehälter weiter zu bezahlen, sagten Beamte am Montag. Aus diesem Grund hat der Staatssekretär des Finanzministeriums, Christos Patsalides, drei große staatliche Unternehmen aufgefordert, der Regierung aus ihren Rententöpfen 250 Millionen Euro zu leihen. Bis Ende Februar soll dadurch die Zahlung der Gehälter ermöglicht werden.

In den vergangenen Monaten gab es zahlreiche Gespräche zwischen der zypriotischen Regierung und der Troika. Eine wirklich Einigung war lange Zeit gar nicht absehbar (hier). Selbst der derzeitige Eurogruppen-Chef Juncker verwies vergangene Woche darauf, dass es noch länger dauern kann, bis die Finanzminister über entsprechende Gelder für Zypern entscheiden werden. Die Troika hatte dem zypriotischen Finanzminister vorgeschlagen, die staatlichen Unternehmen um einen Kredit zu bitten, so Patsalides. Außerdem erwägt die Türkei erwägt derzeit, ob sie dem Land finanzielle Hilfen zusichern soll (hier).

Die Unternehmen selbst haben ihre Unterstützung bereits in Aussicht gestellt. Doch einige Gewerkschaftsführer kritisieren die Regierung dafür, dass sie nun Gelder von der Altersvorsorge abzwackt. Sie glauben nicht, dass die Regierung die Kredite zurückzahlen werde, so Kathimerini.

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