Kaum öffentliche Investitionen: Bauindustrie erwartet Stagnation

Die gesamten Umsätze werden in diesem Jahr kaum merklich steigen und aufgrund der Baupreise werde es nominal nicht einmal ein Wachstum geben, erwartet der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes. Vor allem die Sparbemühungen der Kommunen dämpfen die Aufträge an die Bauindustrie.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Aktuell
EU: Brüssel will Kontrolle über die Telekom-Industrie

Die deutsche Bauindustrie blickt äußerst skeptisch in das neue Jahr. Wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) und der die Branchenverbände Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) am Mittwoch mitteilten, werden die Gesamtumsätze der Bauindustrie in diesem Jahr nominal lediglich um zwei Prozent steigen. Aufgrund der gestiegenen Baupreise sei dies jedoch real eine Stagnation, so die Verbände.

Schwierig wird es für die deutsche Bauindustrie vor allem auch durch den harten Sparkurs der Kommunen. 2012 profitierte die Branche von einem fünfprozentigen Umsatzplus im Wohnungsbau – im öffentlichen Bau sanken die Erlöse jedoch um etwa 4,5 Prozent. Die Kommunen hatten deutlich weniger investiert, so die Verbände. Mit Blick auf die schwierige Haushaltslage der Kommunen (hier) wird sich dieser Trend 2013 fortsetzen.

Die prognostizierte Stagnation in der Bauindustrie reiht sich in die sich aktuell verschlechternde Lage der deutschen Wirtschaft ein. Erst am Dienstag bemerkte Wirtschaftsminister Philip Rösler aus Versehen, dass die deutsche Wirtschaft im letzten Quartal des vergangenen Jahres tatsächlich geschrumpft sei (mehr hier). Und bereits im November brachen die deutschen Exporte ein (hier).

Weitere Themen
Berliner Haushalt gerät durch Flughafen-Desaster komplett aus den Fugen
Griechenland leistet sich immer noch die teuerste Armee in Europa
Rösler verplappert sich: Deutschlands Wirtschaft schrumpft

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***


media-fastclick media-fastclick