Schlechtes Auslandsgeschäft: Umsätze der deutschen Industrie brechen ein

Den dritten Monat in Folge hat die deutsche Industrie einen Einnahmenrückgang hinnehmen müssen. Die Umsätze fielen im November um 1,1 Prozent. Sowohl der schlechte Umsatz mit der Eurozone als auch mit dem restlichen Ausland war dafür verantwortlich.

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Nachdem die Einnahmen der deutschen Industrie bereits im Oktober (-0,5%) und September (-3%) zurückgegangen waren, fielen nun auch im November im Vergleich zum Vormonat die Einnahmen: um 1,1 Prozent. Während der Umsatz im Inland nur um 0,3 Prozent schrumpfte, fiel er mit der Eurozone um 1,0 Prozent und mit dem restlichen Ausland sogar um 2,5 Prozent, so das Statistische Bundesamt (auch der Export insgesamt gab nach – hier). So wird es auf das gesamte vergangene Jahr gerechnet zum ersten Minus seit Beginn der Finanzkrise 2008/2009 gekommen sein. Demnach brach der Umsatz zwischen Januar und November um 0,7 Prozent ein.

Der Umsatzindex des Verarbeitenden Gewerbes zeigt einen deutlichen Abwärtstrend (Grafik: Destaisi).

Der Umsatzindex des Verarbeitenden Gewerbes zeigt einen deutlichen Abwärtstrend (Grafik: Destaisi).

Während die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen im November mit +1,6 Prozent das höchste Umsatzplus verbuchten, verzeichneten die die Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen mit – 2,8 % den stärksten Rückgang. Die erwartete Stagnation in der deutschen Bauindustrie für 2013 dürfte sich in den kommenden Monaten auch bei den Umsätzen des Verarbeitenden Gewerbes niederschlagen (hier).

Im Vergleich zum Vorjahresmonat gingen die Umsätze mit -3,6 Prozent sogar noch stärker zurück. Die Einnahmen aus Geschäften mit dem Inland verringerten sich um 4,8 Prozent und mit dem Ausland um 2,2 Prozent. Im Vergleich zum November 2011 fiel beispielsweise der Umsatz mit der Eurozone um 8,1 Prozent.

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Kommentare

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    • Obelix sagt:

      Wieso ich habe doch noch vor kurzen gelesen die Krise und gehört sie sei vorbei.ich sage doch die verarschen uns leute wo sie nur können.Wie sagt mann is der Ball einmal am rollen dann rollt er,und so ist es das wierd noch schlimmer werden weil unsere Politiker es so wollen.Allso denkt dran Leute es sind bald wieder Wahlen nur wir alle können da was dran ändern.

    • Reto sagt:

      Es wäre so wichtig, dass nun endlich die Bereinigung kommt. Je länger es dauert, desto mehr Geld wird vom Bürger in die Taschen der Hochfinanz transferiert. Diese zögert den Zusammenbruch absichtlich hinaus, da die Vermögenszunahme des Geldadels jedes Jahr bestimmt noch 5% beträgt.

      Doch einiges gibt Anlass zur Hoffnung:
      1. Die Leitzinsen aller wichtigen westlichen Währungen tendieren gegen Null
      2. Die Staaten sind bankrott, respektive komplett überschuldet
      3. Die Geldmengen wurden total aufgebläht, der Markt wurde mit billigem Geld überschwemmt

      Das Spiel scheint nun endlich aus zu sein, hoffen wir es. Denn wenn es noch fünf Jahre so weiter geht, wird es ganz schlimm Enden.

    • WanningerSepp sagt:

      Letzte Woche eine Nürnberger Stadtwurst bei Penny € 1,79. Diese Woche € 2,39.

      Jetzt geht es los und es wird so kräftig Krachen in dem guten Ländle. Ein Hoch auf diejenigen die Vorsorge getroffen haben.

    • OOTIS sagt:

      Ach, die Statistiken …
      “Das Ganze ist mehr als die Summe der einzelnen Teile.” Und fast alle haben wiederum auch nur das im Auge, was sowieso nur ein Teil ist – gewisse Auswahl auf Grundlage der Indoktrination und Illusion. Das Ganze ist so ganz anders. Und da liegen auch die Lösungen.

    • auweia sagt:

      … willkommen in der Wirklichkeit…

      • oliver sagt:

        siehe da der Exportweltmeister….und keiner hat es gewusst…

        • Wahrheit sagt:

          Und wenn wir nicht in sachen Rüstung in der Weltrangliste von Platz 13 auf nun Platz 3 gerutscht wären, sehe das Ergebnis noch viel schlimmer aus.

          Und Exporte für Wertlose Dollar wird uns in kürze auch auf den Kopf fallen.

          Mfg.

          • Metamorfosis Mental sagt:

            Ich bin dafuer man definiert das Wort Exportweltmeister neu. Muell (Waren mit hohen Life Cycle Cost, hohen total Cost of Ownership, relativ kurzer Haltbarkeit) helfen der Menschheit wenig. Deutschland hat bisher gute Waren produziert, aber das Marketing und Expansion laesst zu wuenschen Uebrig. Auch die Innovation ist stark beschaedigt durch demotivierende Finanzpolitik, Bildung die vielen Schwellenlaendern nicht besonders voraus ist hemmt Innovation und Wirtschaft. Was machen wir denn, wenn als deutsches Volk, wenn wir den gleichen Schrott wie andere Volkswirtschaften produzieren bei hohem Eurowechselkurs ? Ich lebe in Sao Paulo mit Millionen gut ausgebildeten, studierten, gesunden und hoch motivierten Menschen und frage mich langsam, wer hier das kuenftige Schwellenland ist, wenn ich nach Deutschland schaue…