Faule Nutzer: 90 Prozent aller verwendeten Passwörter sind unsicher

Die Gefahr des Datendiebstahls wird im Jahr 2013 enorm steigen. Kaum ein Internet-Nutzer verwendet wirklich sichere Passwörter. Der Grund ist Faulheit: Je länger und komplexer ein Passwort, desto schwerer ist es für den Benutzer, sich daran zu erinnern.

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Das soziale Netzwerk Facebook hat kürzlich offiziell bestätigt, dass Hacker jeden Tag hunderttausende Profile aufgrund von zu schwachen Passwörtern knacken. Einem Bericht des Business Insider zufolge stammen von einer Milliarde versuchter Logins, wie sie pro Tag auf Facebook stattfinden, etwa 600.000 von Betrügern, die sich in fremde Konten einschleichen wollen. Bereits im Dezember wurde bekannt, dass fast die Hälfte aller Facebook-Profile gefälscht sein könnten (mehr hier).

Einer Studie zufolge ist ‚Passwort‘ immer noch die schlechteste Wahl, um sein Konto zu schützen. Das Zweitgeläufigste Passwort ist ‚123456‘, gefolgt von ‚abc123‘, ‚iloveyou‘ und ‚monkey‘. Der Grund für die immer noch breite Verwendung dieser simplen Passwörter ist das schwache Gedächtnis der Internet-Benutzer.

Dabei wird die Gefahr der Manipulation durch Internet-Betrüger dieses Jahr weiter steigen. Sogar lange und komplexe Passwörter sind verletzlich geworden. Insgesamt gilt das für 90 Prozent aller Passwörter. Umfassender Schutz könnte nur durch eine Authentifizierung in zwei Schritten erfolgen, durch die Angabe von zusätzlichen Informationen, wie zum Beispiel beim Online Banking.

Eine weitere Möglichkeit besteht in der Rückkopplung des Login-Vorgangs an Physische Schlüssel, wie zum Beispiel durch eine USB-Schnittstelle. Denkbar wäre langfristig auch der Einbezug biometrischer Daten, in Form eines digitalen Fingerabdrucks. Inadäquate Passwortsicherung kann zu Milliardenverlusten führen und den Ruf von Unternehmen schädigen, die sich auf Internet-Handel  spezialisiert haben.

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