Düstere Aussichten für Italien: Massiver Auftragseinbruch im Januar

Schon seit zwanzig Monaten gehen die Geschäfte italienischer Unternehmen zurück. Als Folge ist die Zahl der Erwerbstätigen im Dienstleistungssektor so schnell zurückgegangen wie nie zuvor.

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Der Index zur Geschäftstätigkeit lag im Januar mit 43,9 Punkten so tief wie seit Juli 2012 nicht mehr. (Grafik: Markit)

Der Index zur Geschäftstätigkeit lag im Januar mit 43,9 Punkten so tief wie seit Juli 2012 nicht mehr. (Grafik: Markit)

Im Januar ist der Dienstleistungssektor in Italien weiter geschrumpft, berichtet das Marktforschungsinstitut Markit. Dadurch ist der italienische Index der Geschäftstätigkeit  auf 43,9 Punkte abgesunken. Dabei wird den an der Umfrage beteiligten Managern nur eine Frage gestellt, ob nämlich die Geschäftstätigkeit in ihrem Unternehmen aktuell zunehme oder zurückgehe.

Der saisonbereinigte Index zur Geschäftstätigkeit liegt im Januar mit 43,9 Punkten den 20-sten Monat in Folge deutlich unterhalb der 50-Punkte-Wachstumsgrenze. Es ist zudem der tiefste Wert seit Juli 2012. Auch für Frankreich meldete Markit zuletzt einen deutlichen Einbruch im Januar und die steigende Gefahr eines „Abgleitens in die Rezession“ (mehr hier).

Die italienischen Unternehmen klagen zudem über steigende Kosten aufgrund einer höheren Steuerlast und höherer Energiekosten, so Markit. Als Folge des weiteren Rückgangs der Geschäftstätigkeit ist im Januar die Zahl der Erwerbstätigen im Dienstleistungssektor so schnell zurückgegangen wie nie zuvor. Auch die Stimmung unter den italienischen Verbrauchern ist derzeit am Boden (mehr hier).

„Auch wenn das Jahr erst einen Monat alt ist, sind die Aussichten für das erste Quartal düster“, sagte Phil Smith von Markit. Denn es wäre eine scharfe Trendwende im Dienstleistungssektor nötig, um den Einbruch im Januar auszugleichen, so Smith.

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