Rezession in der Eurozone: Deutsche Industrie schrumpft weiter

Weniger Neuaufträge und eine stagnierende Industrieproduktion führten im März zu einem erneuten Rückgang der deutschen Wirtschaft. Ursache ist die Rezession in der Eurozone.

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Der deutsche Einkaufsmanager-Index des Finanzdienstleisters Markit lag im März bei 49,0 Punkten. Im Februar hatte der Index mit 50, 3 Punkten noch knapp oberhalb der Wachstumsgrenze von 50 Punkten gelegen. Der Index spiegelt das Ergebnis der aktuellen Umfrage unter mehr als 500 Unternehmen zur Industriekonjunktur in Deutschland wider.

Im März ist die Industrieproduktion leicht zurückgegangen. Als Grund gaben die Befragten den mangelnden Auftragseingang an. Neben der geringeren Nachfrage vom Binnenmarkt machte sich auch ein nachlassender Bedarf von den Exportmärkten bemerkbar. Vor allem die Probleme in Südeuropa bereiteten den deutschen Unternehmen Sorge.

Die Einkäufe der deutschen Einkaufsmanager gingen so stark zurück wie seit drei Monaten nicht mehr. Tim Moore, Ökonom bei Markit, erklärt den Rückgang der Industrieproduktion so:

„Verursacht wurde diese Entwicklung vor allem durch wieder schrumpfende Auftragsbücher. Die sich erneut breit machende Unsicherheit vor allem wegen der Lage in Südeuropa hat laut befragten Unternehmen die Investitionsstimmung der Kunden getrübt.“

Einziges positives Signal ist der „außerordentlich geringe“ Zuwachs auf dem Arbeitsmarkt, so Markit. Zuvor hatten die Unternehmen fast ein halbes Jahr lang Personal abgebaut.

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