Griechenland: Deutschland winkt weitere Milliarden für Banken durch

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat darauf verzichtet, etwas gegen die nächste Tranche für Griechenland zu sagen. Damit ist von deutscher Seite der Weg für die Auszahlung von 2,5 Milliarden Euro frei. Die griechischen Bürger werden davon nichts sehen. Das Geld geht an die nationalen Banken und am Ende an ihre Gläubiger.

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Aufatmen für Samaras: Obwohl noch nicht alle Troika-Forderungen umgesetzt worden sind, steht aus deutscher Sicht der Auszahlung der nächsten Tranche nichts im Wege (Foto: Consilium).

Aufatmen für Samaras: Obwohl noch nicht alle Troika-Forderungen umgesetzt worden sind, steht aus deutscher Sicht der Auszahlung der nächsten Tranche nichts im Wege (Foto: Consilium).

Eigentlich sollte Griechenland bereits vergangene Woche das Ok für die Auszahlung der nächsten Tranche erhalten. Doch die Regierung des Landes konnte nicht alle Voraussetzungen erfüllen. Aus diesem Grund wird die Auszahlung der nächsten Hilfstranche geteilt. Die ganze Tranche für das dritte Quartal wird nicht auf einmal ausgezahlt, sondern monatlich in kleineren Mengen. Nachdem die Finanzminister dies beschlossen hatten, musste auch der Bundestag über den Haushaltsausschuss seine Zustimmung geben.

Der Haushaltsausschuss verzichtete nun am Montag darauf, sich zur Auszahlung der kleiner Tranche zu äußern und machte so den Weg für die 2,5 Milliarden Euro frei, so Reuters. Insgesamt sind dem Finanzministerium zufolge über die zwei Rettungspakete bereits 130,6 Milliarden Euro ausbezahlt worden, 14 Milliarden Euro sind noch zusätzlich zugesagt aber haben noch nicht den Besitzer gewechselt. Der deutsche Anteil für die bereits ausgezahlten 130,6 Milliarden Euro liegt bei 61,2 Milliarden Euro.

Allerdings kommen diese Hilfsgelder überall an, nur nicht bei der griechischen Bevölkerung oder auch dem Mittelstand des Landes. 98,4 Prozent der Bailout-Gelder fließen letztlich in die nationalen Banken oder besser: In die Gläubiger Griechenlands, Nur 1,6 Prozent der Hilfsgelder  kommen den Bürgern bzw. der griechischen Wirtschaft zugute, berichtet die griechische Zeitung Eleftherotypia. Griechenland ist das beste Beispiel für die gescheiterte Rettungspolitik der EU (hier).

Griechenland steuert immer weiter auf die Notwendigkeit eines zweiten Schuldenschnitts zu. Doch diesen will die Bundesregierung zumindest bis nach der Wahl verhindern (hier). Weitere Kredite hat zumindest Eurogruppen-Chef Dijsselbloem dem Land  schon in Aussicht und auch Schäuble ist klar, dass Griechenland weitere Milliarden braucht (mehr hier).

 

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