Neue Anleihen-Auktion: Kiew kämpft um Energie-Konzern Naftogaz

Die ukrainische Notenbank wird von der Regierung in Kiew Staatsanleihen in Höhe von zwei Milliarden Dollar kaufen. Die Regierung will mit den Einnahmen offene Rechnungen des maroden staatlichen Öl-Riesen Naftogaz begleichen.

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Die Ukraine will Staatsanleihen in Höhe von umgerechnet zwei Milliarden Dollar verkaufen, um im Anschluss den staatlichen Energie-Riesen Naftogaz zu unterstützen. Naftogaz kann ohne finanzielle Unterstützungen vom Staat, seine Rechnungen nicht bezahlen. Die Staatsanleihen des eigenen Landes soll die ukrainische Notenbank aufkaufen, um Naftogaz möglichst schnell liquide Mittel zukommen zu lassen.

Im vergangenen Jahr stellte die Ukraine Staatsanleihen in Höhe von umgerechnet 6,18 Milliarden Dollar aus, berichtet Reuters. Die Reduktion der ukrainischen Devisen-Reserven geht auf die Zahlungen der Rechnungen von Naftogaz zurück. Zwischen November und Dezember 2014 wurden Erdgas-Importe im Wert von umgerechnet 1,65 Milliarden Dollar getätigt. Ende Dezember musste Naftogaz 3,1 Milliarden Dollar an den Gas-Versorger Gazprom zahlen. Dabei ging es um die Begleichung von längst fälligen Rechnungen.

Nach Angaben der ukrainischen Notenbank (NBU) sind die Gold- und Devisenreserven der Ukraine im Dezember um 2,433 Milliarden Dollar auf 7,533 Milliarden Dollar zurückgegangen. Das entspricht einem Zehn-Jahres-Tief.

Die Ukraine selbst steht vor der Zahlungsunfähigkeit. Präsident Petro Poroschenko forderte EU-Präsident Donald Tusk am Dienstag auf, rasch Geld nach Kiew zu schicken.

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