Blase entsteht: Massiver Preisanstieg bei Immobilien in der Schweiz

Die Eigenheimpreise und Hypotheken für Privathaushalte in der Schweiz haben im zweiten Quartal 2015 unverhältnismäßig zugenommen. Dies besagt der UBS-Immobilien-Blasenindex. Die Nachfrage auf dem Eigenheimmarkt ist aufgrund der niedrigen Zinsen weiterhin hoch.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic
Der Immobilienblasenindex (UBS Swiss Real Estate Bubble Index) stand im zweiten Quartal 2015 bei 1,37 Punkten. (Grafik: UBS)

Der Immobilienblasenindex (UBS Swiss Real Estate Bubble Index) stand im zweiten Quartal 2015 bei 1,37 Punkten. (Grafik: UBS)

Nach Angaben der UBS haben in der Schweiz die Immobilienpreise im zweiten Quartal massiv zugenommen. Der UBS-Immobilienblasenindex ist im 2. Quartal 2015 deutlich angestiegen und steht aktuell bei 1,37 Indexpunkten. „Eigenheimpreise und Hypotheken für Privathaushalte nahmen angesichts der schwachen Konjunktur unverhältnismässig stark zu. Ausserdem befindet sich der Eigenheimmarkt weiterhin im Sog der boomenden Renditeliegenschaften“, heißt es in einer aktuellen UBS-Mitteilung.

Die UBS wörtlich:

„Der Indexanstieg bestätigt, dass auf dem Eigenheimmarkt noch längstens keine Entwarnung gegeben werden kann. Einerseits ist die Nachfrage nach den eigenen vier Wänden aufgrund der günstigen Hypothekarzinsen weiterhin sehr hoch, andererseits hat die Investitionsnachfrage nach Immobilien auch auf dem Eigenheimmarkt ein hohes Gewicht erhalten. Es ist jedoch zu erwarten, dass die Preiswachstumsraten bei den Eigenheimen im zweiten Halbjahr 2015 im Einklang mit der konjunkturellen Lage ihren Abwärtstrend wieder aufnehmen. Der Anstieg des Immobilienblasenindex führt zu Veränderungen auf der Gefahrenkarte. Die Region Luzern zählt aufgrund der Verschärfung der Ungleichgewichte neu zu den Gefahrenregionen. Luzern verzeichnet neben der Region Innerschwyz aktuell die stärksten Preiswachstumsraten aller Gefahrenregionen. Appenzell Innerrhoden – wo die Preise in den letzten zehn Jahren um fast 70 Prozent stiegen – gehört neu zu den Monitoringregionen.“

*** Bestellen Sie den täglichen Newsletter der Deutschen Wirtschafts Nachrichten: Die wichtigsten aktuellen News und die exklusiven Stories bereits am frühen Morgen. Verschaffen Sie sich einen Informations-Vorsprung. Anmeldung zum Gratis-Newsletter hier. ***


media-fastclick media-fastclick