Umfrage: Mehrheit der Deutschen glaubt nicht, dass Merkel das schafft

Fast zwei Drittel der Deutschen sehen keine Chance für eine europäische Lösung der Flüchtlingskrise. Eine solche hält Bundeskanzlerin Merkel für den einzigen Weg, den zu gehen sie bis zum Ende entschlossen ist. Allerdings hat Merkel bereits angekündigt, dass es im Falle eines Scheiterns des Türkei-Gipfels den nächsten Gipfel geben werde. Zu diesem werde sie gebraucht.

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Fast zwei Drittel der Deutschen glauben nicht, dass die Flüchtlingskrise so gelöst wird, wie Angela Merkel sich das wünscht: Im jüngsten ARD-DeutschlandTrend sagen 64 Prozent der Deutschen, dass eine europäische Lösung der Krise nicht zu schaffen sein werde. Zwar fänden es 77 Prozent der Deutschen gut, wenn die Krise europäische gelöst würde. Nur 32 halten die europäischen Lösung noch für eine Option. Doch anders als die Deutschen muss Angela eine Lösung präsentieren und kann sich in dieser Hinsicht nicht bloß etwas wünschen. Die Deutschen sind weiter klar unzufrieden mit der Flüchtlingspolitik von Merkel: 59 Prozent lehnen den Weg Merkels ab.

Angela Merkel hat jedoch bereits vorgebaut: Um kein Fiasko zu erleben, hatte sie das Flüchtlingsthema vom jüngsten EU-Gipfel gestrichen. In der ARD sagte sie am Sonntag, dass es, sollte der Türkei-Gipfel scheitern, einen nächsten Gipfel geben werde. Merkel hatte betont, dass es ihre Aufgabe sei, die Flüchtlingskrise europäisch zu lösen. Von einer Aufgabe bei ihrem Wettlauf gegen die Zeit will Merkel dagegen nichts wissen.

Die ARD hat aber auch eine gute Nachricht für Angela Merkel: Die Kanzlerin erfreue sich nach Einschätzung des Senders, bei dem die Kanzlerin am Sonntag ihren Rücktritt im Fall eines Scheiterns des Türkei-Gipfels ausgeschlossen hatte, wieder steigender Beliebtheit bei den Bürgern und habe wenige Tage vor den Landtagswahlen ihren persönlichen Tiefpunkt überwunden. Sie liegt laut ARD bei 54 Prozent Beliebtheit. Möglicherweise ist dieser Anstieg auf die „Erfolge auf allen Ebenen“ zurückzuführen, die CDU-Generalsekretär Peter Tauber am Montag diagnostiziert hat.

Zum Vergleich: Frank-Walter Steinmeier von der SPD führt die Liste der Beliebtheit mit 70 Prozent an.

Die Bundesregierung genießt insgesamt weiter nur die Zustimmung einer Minderheit. Nur 41 Prozent der Befragten äußerten sich zufrieden, aber das sind immerhin drei Prozentpunkte mehr als im Vormonat, als der tiefstes Wert für das Bündnis aus CDU, CSU und SPD in dieser Legislaturperiode erreicht worden war.

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