Venezuela: Schwere Ausschreitungen bei Protest gegen Regierung

Bei Anti-Regierungs-Protesten in Venezuela ist es zu schweren Ausschreitungen zwischen der Polizei und der rechten Opposition gekommen. Die Polizei setzte angeblich Schrotkugeln ein. Präsident Nicolas Maduro ist der Ansicht, dass die Unruhen von den USA angestiftet werden.

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Bei Ausschreitungen gegen die schlechte Versorgungslage in der venezolanischen Hauptstadt Caracas haben sich Demonstranten des rechte Oppositionsbündnisses MUD und Polizisten gewalttätige Auseinandersetzungen geliefert. Die Sicherheitskräfte feuerten am Mittwoch Tränengas und Schrotmunition in die Menge, wie die Zeitung El Universal berichtete. Mindestens ein Mann sei von Schrotkugeln am Bein verletzt worden, berichtete der Journalist Rafael Hernández vom Fernsehsender NTN24 auf Twitter.

Die Demonstranten protestierten gegen den Mangel an Lebensmitteln und das aus ihrer Sicht unzulängliche staatliche Verteilungssystem. In den Supermärkten fehlt es an Nahrungsmitteln und Dingen des täglichen Bedarfs.

Die Lebensmittelknappheit wurde dadurch ausgelöst, dass der größte private Nahrungsmittelproduzent Polar Group zuvor seine Produktion stoppte. Der US-Sender Fox News berichtete, dass zwischen der venezolanischen Regierung und dem Unternehmen ein „Wirtschaftskrieg“ tobe. Präsident Nicolas Maduro hatte dem Chef von Polar Group, Lorenzo Mendoza, Unterstützung und Finanzierung der rechten Opposition vorgeworfen, die ihn stürzen will.

Maduro zufolge sollen US-Konzerne die Anti-Regierungs-Proteste im Land finanzieren. Er befürchtet einen anstehenden US-Putsch.

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