Weltwirtschaft

Europäische Unternehmen treten bei South Stream den Rückzug an

Lesezeit: 1 min
30.12.2014 01:33
Die BASF-Tochter Wintershall hat ihre Beteiligung an der South Stream-Projekt an den russischen Energieriesen Gazprom veräußert. Auch das französische Energieunternehmen EDF und die italienische ENI steigen aus. Ob die Unternehmen mit dem Ausstieg Verluste gemacht haben, ist unklar.
Europäische Unternehmen treten bei South Stream den Rückzug an

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Der Chemiekonzern BASF ist bei dem gescheiterten Pipeline-Projekt South Stream ausgestiegen. Die BASF-Tochter Wintershall habe ihre 15-prozentige Beteiligung an der South Stream Transport B.V. an den russischen Partner OAO Gazprom veräußert, teilte BASF am Montag mit. Damit sei ihr Unternehmen komplett bei South Stream ausgestiegen, sagte eine Firmensprecherin. Über den Kaufpreis hätten die Parteien Stillschweigen vereinbart, er entspreche aber gemäß der Gesellschaftervereinbarung dem von BASF eingesetzten Kapital.

Anfang des Monats hatte Russland überraschend das Aus für das Erdgas-Pipeline-Projekt erklärt, bei dem durch Leitungen von Südrussland durch das Schwarze Meer bis nach Österreich etwa ein Zehntel des europäischen Gasbedarfs hätte gedeckt werden sollen.

Der italienische Energiekonzern Eni verkauft seine 20-prozentige Beteiligung ebenfalls an das russische Unternehmen Gazprom, teilte Eni am Montag mit. Über die Höhe des Kaufpreises wurde auch hier nichts bekannt.

Das französische Energieunternehmen EDF teilte ebenfalls mit, es habe seine Anteile an Gazprom verkauft. Auch der italienische Versorger Eni sei ausgestiegen, sagte die BASF-Sprecherin. Das berichtete auch die russische Agentur Interfax. ENI äußerte sich zunächst nicht. Die drei Firmen waren an dem Teilunternehmen beteiligt, das für den Gastransport durchs Schwarze Meer zuständig sein sollte. An dem über Land laufenden Pipeline-Projekt sind neben Gazprom Unternehmen aus den Ländern, durch die Röhre laufen soll, je zur Hälfte beteiligt. Unter diesen Firmen ist auch der österreichische Erdöl- und Gaskonzern OMV.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen Opec+ und Händler liefern sich Showdown um Ölpreis
02.06.2023

Trotz wiederholter Drosselungen der Fördermenge durch die Staaten der OPEC+ fällt der Ölpreis seit etwa einem Jahr. Nun jedoch erwartet...

DWN
Politik
Politik Unzufriedenheit mit der Ampel steigt: Umfrage sieht AfD gleichauf mit SPD
02.06.2023

In einer neuen Umfrage zieht die AfD mit der SPD gleich. Der CDU-Generalsekretär sieht den Grund für die jüngsten AfD-Zugewinne vor...

DWN
Politik
Politik Schulden-Drama in USA: Zahlungsausfall der Regierung im letzten Moment abgewendet
02.06.2023

Aufatmen in den USA und an den Finanzmärkten: Nach langen Verhandlungen hat der erbitterte Schuldenstreit zwischen Demokraten und...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Twitters „Anti-Fake-News“-Chefin wirft das Handtuch
02.06.2023

Twitters Verantwortliche für die Moderierung der Inhalte hat ihren Job an den Nagel gehängt. Der Kurznachrichtendienst war zuvor aus den...

DWN
Politik
Politik Nato-Staaten einig – Ukraine soll Mitglied werden
01.06.2023

Nato-Chef Stoltenberg gab am Donnerstag in Oslo bekannt, dass alle Mitgliedsstaaten sich darin einig seien, die Ukraine in das...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Neues Liefergesetz aus Brüssel stranguliert deutsche Wirtschaft
01.06.2023

Was die Wirtschaft in Deutschland und insbesondere der Mittelstand befürchtet hatte, ist nun eingetreten: Das Europäische Parlament hat...

DWN
Politik
Politik Selenskyj fordert Patriot-Raketen und Kampfjets vom Westen
01.06.2023

Der ukrainische Präsident Selenskyj fordert von seinen Verbündeten weitere militärische Unterstützung. Konkret benötige die Ukraine...

DWN
Technologie
Technologie Hollywood-Stars zittern – Macht KI sie bald arbeitslos?
01.06.2023

Der Umgang mit Künstlicher Intelligenz ist zentrales Thema bei Gagen-Verhandlungen in Hollywood. Denn Schauspieler könnten durch...