Deutschland

Sachsen: CDU-Stadtrat nimmt an NPD-Demo teil

Lesezeit: 1 min
11.01.2015 02:04
Im sächsischen Bad Schandau hat ein CDU-Stadtrat an einer NPD-Demo teilgenommen. Er parkte sein Auto im Bereich einer vom DGB organisierten Gegen-Demo. Er fuhr einen Polizisten an und wurde festgenommen.
Sachsen: CDU-Stadtrat nimmt an NPD-Demo teil

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Der CDU-Stadtrat Steffen Kunze hat am Donnerstagabend im sächsischen Bad Schandau an einer NPD-Demo teilgenommen, die unter dem Motto „Nein zum Heim“ gegen die Unterbringung von 11 Flüchtlingen in Bad Schandau protestiert hat, wie das Freie Radio berichtet. Mit einem Schild, auf dem nach Aussage von Kunze „Wir sind weder Nazis noch fremdenfeindlich“ mischte sich der Politiker, der der CDU-Fraktion angehört, unter die etwa 180 Demonstranten. Sein Auto hatte er im Bereich der vom DGB organisierten, genehmigten Gegen-Demo geparkt. Als sich ihm ein Polizist in den Weg stellte, stieß der Fahrlehrer den Polizisten um und verletzte diesen. Die Polizei musste den Mann aus dem Auto zerren und nahm ihn fest. Es wurde Anzeige wegen Widerstands gegen die Polizei und Gefährdung des Straßenverkehrs fest, berichtet die Sächsische Zeitung.

Die Dresdner Morgenpost zitiert die Rechtfertigung des Politikers:

„Das Ganze war eine vorhersehbare Verkettung unglücklicher Umstände. Ich kam gerade von der anderen Demo und hatte ein Plakat mit dabei.Ich setzte mich ins Auto mit Automatikgetriebe, weil ich nach Hause wollte und hatte schon auf 'D' gestellt. Es war saukalt. Als ein Polizist plötzlich gegen die Scheibe schlug, erschreckte ich mich so sehr, dass mein Auto einen Satz machte... Unsere normalen Polizisten, mit denen kann man gut reden. Aber diese Bereitschaftspolizisten... mit denen haben wir schon zum Hochwasser schlechte Erfahrungen gemacht.“

Der Vorfall zeigt: Es stünde der CDU gut an, sich gegen den rechten Rand in ihrem Reihen abzugrenzen.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik Hiobsbotschaft: WHO erwartet kein Ende der Pandemie vor 2022

In der Nacht vom 1. auf den 2. März 2021 hat die Öffentlichkeit eine Hiobsbotschaft erreicht. Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Corona-Rezession wie Zweiter Weltkrieg – der Tod des Gastgewerbes ist beschlossene Sache

Die aktuelle Corona-Rezession weist große Ähnlichkeiten mit den wirtschaftlichen Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs auf. Aus einem...

DWN
Politik
Politik Steinmeier erwägt staatliche Regulierung der sozialen Medien im Namen der Freiheit und der Demokratie

Bundespräsident Steinmeier meint: „Die Demokratien der Welt müssen ihre Verfasstheit auch im Digitalen sichern, gegen Feinde von innen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Softwareriese Microstrategy nutzt Kursknick für weitere starke Bitcoin-Käufe

Das an der Nasdaq notierte Unternehmen Microstrategy hat im großen Stil Bitcoin zugekauft. Das Investieren von Bitcoin ist zum zentralen...

DWN
Deutschland
Deutschland 900 Millionen Euro mehr: Stromkosten in Deutschland explodieren

Die Haushalte in Deutschland haben im vergangenen Jahr so viel für ihren Strom bezahlt wie noch nie.

DWN
Finanzen
Finanzen Lieferketten-Chaos und hohe Transportkosten fachen Inflation in Europa an

Produzenten geben die teils deutlich gestiegenen Kosten an die Kunden weiter, die Inflation in Europa erreicht die Geschäfte und...

DWN
Politik
Politik Zwischen Europa und Russland tobt ein harter Kulturkampf

Der geopolitische Wettbewerb zwischen Europa und Russland nimmt Konturen eines Kulturkampfs an, bei dem es um Religion, Familienwerte und...

DWN
Finanzen
Finanzen Zentralbank der Zentralbanken warnt vor Blasen im Finanzsystem

Die Bank für internationalen Zahlungsausgleich wählt ihre Worte mit Bedacht. Im Klartext warnt sie vor dem Platzen riesiger...

DWN
Politik
Politik Schock-Bericht: Bundesregierung will Lockdown bis Ende März verlängern

Aus einem Bericht geht hervor: „Aus Regierungskreisen heißt es, dass der Lockdown voraussichtlich bis Ende März im Grundsatz...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Erschreckend hohe Kosten erdrücken Deutsche Metall- und Elektroindustrie

Dass die deutsche Metall- und Elektroindustrie im internationalen Vergleich relativ hohe Kosten hat, dürfte wohl kaum jemanden...

DWN
Deutschland
Deutschland Verrückte Entwicklung: Immobilien-Preise auf Sylt steigen wegen Corona

Der rasante Anstieg der Immobilienpreise auf Sylt wird durch die Corona-Pandemie verstärkt.

DWN
Finanzen
Finanzen Bargeld boomt: Die Federal Reserve überschwemmt die Welt mit Dollar-Banknoten

Die Nachfrage nach Dollar-Banknoten zieht derzeit weltweit spürbar an – ein Beleg für die Flucht der Bürger in den sicheren Hafen...

DWN
Politik
Politik Die Politik beschließt Corona-Maßnahmen nach dem Mephisto-Prinzip

DWN-Kolumnist Christian Kreiß wendet zur Beurteilung der Corona-Maßnahmen ein neues Verfahren an. Die Ergebnisse sind verblüffend.

DWN
Politik
Politik Italien: Ein Land kann seinen größten Trumpf nicht nutzen

In der elften Folge der großen geopolitischen DWN-Serie zeigt Moritz Enders auf, warum Italien sein Potential als Regionalmacht nicht...