USA: Millionärs-Haushalte beziehen Arbeitslosengeld

 

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03.10.2012 01:06
In den USA erhalten 2.400 Bürger, die mit Millionären zusammenleben, Arbeitslosenhilfe. Sämtliche Gesetze, welche diese Ungerechtigkeit stoppen sollten, scheiterten bisher.
USA: Millionärs-Haushalte beziehen Arbeitslosengeld

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Ein Bericht des US-Kongresses zeigt, dass rund 2.400 amerikanische Arbeitslosengeldempfänger in Haushalten mit einem Jahreseinkommen von über einer Millionen US-Dollar leben. Weitere 954.000 Haushalte mit einem Einkommen über 100.000 US-Dollar erhielten ebenfalls Arbeitslosenunterstützung.

Wie der Nachrichtendienst Bloomberg berichtet, sind diese Empfänger vor allem Lebenspartner und Familienmitglieder, die mit einem Millionär zusammenleben. So wurden beispielsweise 18 Haushalte mit einem Einkommen von über 10 Millionen US-Dollar ermittelt, die im Jahr 2009 Arbeitslosenunterstützung in Höhe von 12.333 US-Dollar erhielten. Eine durchschnittliche Unterstützung von 18.351 US-Dollar erhielten 74 Haushalte mit einem Einkommen zwischen 5 und 10 Millionen US-Dollar.

Zum Ende des Fiskaljahres verloren in den USA im Gegenzug 1,1 Millionen Menschen ihren Anspruch auf Arbeitslosenunterstützung. 4,6 Millionen Menschen haben sich zu diesem Zeitpunkt zusätzlich arbeitslos gemeldet.

Die 2.362 reichen Arbeitslosen entsprechen 0,02 Prozent von insgesamt 11,3 Millionen US-Amerikanern, die ohne Erwerb sind. Schätzungen gehen davon aus, dass durch die Eindämmung der Arbeitslosenunterstützung in Millionärshaushalten die amerikanische Regierung innerhalb der nächsten 10 Jahre 20 Millionen US-Dollar einsparen könnte.

Im Februar 2011 wurde im Senat für einen Gesetzentwurf gestimmt, der Personen die Arbeitslosenunterstützung verweigert, die im Jahr vor ihrer Arbeitslosigkeit mehr als 1 Millionen US-Dollar besaßen. Der Entwurf wurde einem anderem hinzugefügt, der vom Senat jedoch nicht verabschiedet wurde.

Ebenso erließ das Repräsentantenhaus im Dezember 2011 einen Gesetzentwurf zur 100 prozentigen Besteuerung von Single-Arbeitslosenhilfeempfängern mit einem Einkommen von 1 Millionen US-Dollar und Verheirateten mit einem Einkommen von mehr als 2 Millionen US-Dollar. Auch dieser wurde fallen gelassen, bevor der US-Präsident seine Unterschrift setzen konnte.


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