Finanzen

Gegen den Dollar: Russland führt Yuan-Rubel-Futures ein

Lesezeit: 1 min
17.03.2015 18:12
Russland hat am Dienstag den Startschuss zum Handel mit Yuan-Rubel-Futures gegeben. Der Umsatz an der Moskauer Börse in chinesischen Yuan stieg im vergangenen Jahr um 700 Prozent auf 395 Milliarden Rubel, also 48 Milliarden Yuan. Peking und Moskau wollen den Dollar bei ihren bilateralen Geschäften umgehen.
Gegen den Dollar: Russland führt Yuan-Rubel-Futures ein

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Die Moskauer Börse (MOEX) meldet in einer Mitteilung: „Am 17. März hat die Moskauer Börse mit dem Handel mit Futures-Kontrakten auf das Währungspaar chinesischer Yuan- Russischer Rubel begonnen. Der Start des Handels wurde durch eine erhebliche Erhöhung des Yuan-Umsatzes an der Börse, dem wachsenden Volumen der Verrechnungswährung zwischen Russland und China sowie durch eine neu entstehende Nachfrage nach Absicherung der Transaktionen getrieben.“

Der erste Stellvertreter des CEOs der Moskauer Börse, Andrej Schemetow, sagt: „Der Start der CNY/RUB-Futures ist der nächste Schritt der Moskauer Börse, um eine vollständige Palette von Yuan- und Sicherungsinstrumenten für die Teilnehmer zu bieten. Wir gehen davon aus, dass der neue Vertrag liquide und gefragter als andere Devisen-Derivate sein wird. Das wird den Handelsumsatz zwischen China und Russland erhöhen.“

Der Umsatz an der Moskau Börse in chinesischen Yuan stieg im vergangenen Jahr um 700 Prozent auf 395 Milliarden Rubel, also 48 Milliarden Yuan.

Im vergangenen Jahr hatte China einen Währungs-Swap mit dem Rubel eingeführt. China und Russland wollen sich gegenseitig helfen, falls es zu einem Liquiditäts-Engpass kommen sollte. Zudem können Unternehmen bei Handels- und Währungsgeschäften den US-Dollar nun komplett umgehen. Das ist vor allem für russischen Unternehmen wichtig, denen im Zuge der Sanktionen der Zugang zum kompletten westlichen Handelsmarkt erschwert wurde.

Davor kündigte der russische Energie-Riese Gazprom an, beim Verkauf von 80.000 Tonnen Öl aus der Arktis den Rubel als Handelswährung zu nutzen. Alle bilateralen Energie-Geschäfte sollen nur noch in den heimischen Währungen vorgenommen werden. Der Dollar als Leitwährung soll somit umgangen werden.


Mehr zum Thema:  

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

DWN
Politik
Politik Mehr Verbraucherschutz: EU-Strommarktreform soll beschlossen werden
21.05.2024

Der Strommarkt in Europa unterliegt seit dem russischen Angriffskrieg immer wieder Schwankungen. Um Verbraucher besser vor den Auswirkungen...

DWN
Panorama
Panorama Sportwetten im Fußball: Ein lukratives Geschäft – mit Schattenseiten
21.05.2024

Fußballfans aufgepasst: Die EM steht vor der Tür und mit ihr die Hochsaison für Sportwetten. Doch wie funktioniert das lukrative...

DWN
Politik
Politik Baerbock in Kiew - Appell für mehr Unterstützung bei Luftabwehr
21.05.2024

Russland verstärkt mit einer Offensive auf Charkiw den Druck auf die Ukraine. Präsident Wladimir Putin lässt zugleich die Infrastruktur...

DWN
Politik
Politik Um „die Freiheit zu verteidigen“: Musk und Miliei gegen Europas Politiker?
21.05.2024

Es gibt Personen des öffentlichen Lebens, die unweigerlich polarisieren. Der erratische Unternehmer Elon Musk und Argentiniens...

DWN
Finanzen
Finanzen Legale Tricks: Steuern sparen bei Fonds und ETFs - so geht's!
20.05.2024

Steuern fressen einen großen Teil der Börsengewinne auf. DWN zeigt Ihnen 11 legale Wege, wie Sie Steuern bei Fonds und ETFs sparen und...

DWN
Panorama
Panorama In wenigen Klicks: Verbraucher finden optimale Fernwärme-Tarife auf neuer Plattform
20.05.2024

Eine neue Online-Plattform ermöglicht es Verbrauchern, die Preise für Fernwärme zu vergleichen, was eine bedeutende Rolle in der...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft IEA schlägt Alarm: Rohstoffmangel gefährdet Klimaschutzziele
20.05.2024

Die Internationale Energie-Agentur warnt vor einem drohenden Mangel an kritischen Mineralien für die Energiewende. Mehr Investitionen in...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Fußball-EM 2024: Bierbranche hofft auf Rückenwind
20.05.2024

Weil die Deutschen immer weniger Bier trinken, schrumpft der hiesige Biermarkt und die Brauereien leiden. Eine Trendwende erhofft sich die...