Politik

EU lenkt im Atom-Streit zwischen Ungarn und Russland ein

Lesezeit: 1 min
21.04.2015 23:41
Die EU gibt ihren Widerstand gegen die Zusammenarbeit Ungarns mit Russland bei der Atom-Energie auf. Mangels Alternativen dürfen die Ungarn ihre Atomkraftwerke zehn Jahre lang mit Brennstäben aus Russland ausstatten.
EU lenkt im Atom-Streit zwischen Ungarn und Russland ein

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Ungarn darf zehn Jahre lang sein Atomkraftwerk mit russischen Brennstäben ausstatten. Eine Sprecherin der Brüsseler EU-Kommission bestätigte am Dienstag, Ungarn und die EU hätten in diesem Zusammenhang einen Vertrag unterzeichnet. Die ungarische Regierung hatte am Montag erklärt, es gebe aus Brüssel keine Hürde mehr für die von Russland geplante Erweiterung des Atomkraftwerks Paks.

Details wollte die EU unter Verweis auf die Vertraulichkeit des Dokuments nicht nennen. Ungarns Regierung erklärte, man habe sich mit der Euratom-Versorgungsagentur ESA darauf geeinigt, dass die zuvor umstrittene Laufzeit eines Brennstäbe-Liefervertrags mit Russland von ursprünglich 20 auf 10 Jahre gesenkt werde.

Die Kommissionssprecherin sagte, die Bedenken der ESA zur Dauer der Vereinbarungen mit Russland und zu alternativen Bezugsquellen seien berücksichtigt worden. Generell legt der Euratom-Vertrag nahe, dass Vereinbarungen mit Lieferanten maximal zehn Jahre lang laufen sollen.

Russland soll das mittelungarische Atomkraftwerk Paks von derzeit zwei Reaktoren auf vier erweitern - unterstützt durch einen russischen Kredit über 10 Milliarden Euro. Dies regelt ein Abkommen zwischen Russland und Ungarn aus dem Jahr 2014.

Die EU hatte zuletzt versucht, die Zusammenarbeit zwischen Ungarn und Russland zu torpedieren. Doch mangels Alternativen musste die Kommission nun einlenken.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Deutschland
Deutschland Steuer-Milliarden, um Unterrichtsausfall zu kompensieren: Netzwerke machen sich die Taschen voll, Schüler gucken in die Röhre

Die Milliarden, mit denen Corona-geschädigten Schülern geholfen werden soll, sind rausgeschmissenes Geld. Kindern und Jugendlichen muss...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Energiewende sei Dank: Renaissance von Atomkraft und Uran

Die globale Energiewende wird eine Renaissance der Kernkraft auslösen und damit den Bedarf für den wichtigsten Brennstoff Uran deutlich...

DWN
Finanzen
Finanzen Neues Zeitalter: Startschuss für den epochalen „Great Reset“ des Finanzsystems

Das internationale Finanzsystem, das durch billiges Geld der Zentralbanken überflutet wurde, steht vor dem Kollaps, weil es marode ist....

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Das sind die unbekannten Rohstoff-Giganten der Welt – Teil 1

Ein Großteil unseres Wohlstandes wird von einem Dutzend Unternehmen garantiert, deren Namen in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt...

DWN
Finanzen
Finanzen Wie sinnvoll ist es, in Platin oder Palladium zu investieren?

Platin und Palladium sind bei Anlegern weitaus weniger beliebt als Gold uns Silber. Die Investition ist riskanter und schwieriger.

DWN
Finanzen
Finanzen Ende der Online-Konferenz der Fed: Zusammenfassung der wichtigsten Beschlüsse

Die Online-Konferenz der Fed, die von den DWN verfolgt wurde, endete um 21:30 Uhr. Die wichtigsten Beschlüsse, die Fed-Chef Powell...

DWN
Deutschland
Deutschland Top-Ökonom: Bundesregierung unterschätzt Insolvenzrisiken durch Corona-Krise

Der Ökonom Marcel Fratzscher sagt, dass die Finanzhilfen für Unternehmen nicht ewig aufrechterhalten werden. Die Frage sei nicht ob,...

DWN
Finanzen
Finanzen Live-Ticker: Die Renditen der US-Staatsanleihen steigen nach Fed-Entscheidung

Die Fed rechnet nun für dieses Jahr mit einer Inflationsrate von 3,4%, die über ihrer vorherigen Schätzung von 2,4% liegt.