Finanzen

RWE spricht mit arabischen Infrastrukturfonds über Ökostromprojekte

Lesezeit: 1 min
12.06.2015 10:59
Der Essener Energiekonzern RWE führt offenbar Gespräche über gemeinsame Projekte mit Masdar, dem Infrastrukturfonds von Abu Dhabi. RWE kann zahlungskräftige Unterstützer gut gebrauchen. Der Konzern hat Schulden von knapp 28 Milliarden Euro.
RWE spricht mit arabischen Infrastrukturfonds über Ökostromprojekte

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Der Essener Energiekonzern RWE führt nach Angaben eines Insiders Gespräche über gemeinsame Projekte mit dem Infrastrukturfonds von Abu Dhabi. "Masdar berät mit RWE über mögliche Investitionen in Ökostromprojekte", sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Mittwoch zu Reuters. RWE lehnte eine Stellungnahme ab. Vorstandschef Peter Terium hatte Reuters am Dienstag von Gesprächen mit einem Investor aus Abu Dhabi berichtet, den Namen aber nicht genannt. Masdar ist in Europa kein Unbekannter. Der Fonds ist wie der RWE-Konkurrent E.ON an dem Offshore-Windpark London Array beteiligt.

RWE kann zahlungskräftige Unterstützer gut gebrauchen. Den Konzern drücken Schulden von knapp 28 Milliarden Euro. In das Ökostromgeschäft stieg der lange Zeit auf Kohle- und Atomkraft setzende Versorger erst spät ein. Unter dem Druck wegbrechender Gewinne durch die Energiewende haben die Essener ihre Investitionen in Erneuerbare Energie zurückgefahren.

Die ersten Meldungen über Gespräche mit einem arabischen Investor hatten im März den Aktienkurs beflügelt. Anleger spekulierten, dass sich die Araber auch am RWE-Konzern beteiligen könnten. Terium hatte dies gegenüber Reuters am Dienstag nicht ausgeschlossen. Bei den jetzigen Gespräche gehe es aber um mögliche Wind- oder Solarprojekte in der Golf-Region.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik Gerd Schröder bleibt Genosse

Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder hat nicht gegen die Parteiordnung der SPD verstoßen. Vorerst ist ein Partei-Ausschluss...

DWN
Technologie
Technologie China: Technologischer Durchbruch trotz US-Sanktionen

Einem chinesischen Konzern ist ein technologischer Durchbruch in einem strategisch wichtigen Sektor gelungen – trotz Sanktionen.

DWN
Politik
Politik  China verlängert Manöver: „Warnung an USA und Taiwan“

Mit einer Verlängerung der Manöver rund um Taiwan hat China die Spannungen um die demokratische Inselrepublik weiter angeheizt.

DWN
Finanzen
Finanzen Reichtumsforschung: Wie man reich wird

Reiche sind rücksichtslos und bloß durch ein Erbe an Vermögen gelangt, glauben viele Deutsche. Doch was sagt die Wissenschaft dazu –...

DWN
Politik
Politik Engländer berichten über Putins Fluchtszenario

Englische Medien wollen wissen, dass es bereits einen Fluchtplan für Wladimir Putin im Fall einer Kriegsniederlage gibt.

DWN
Deutschland
Deutschland Weg vom russischen Gas: Niedersachsen baut LNG-Pipeline

Um von der „Umklammerung und Verhaftung Russlands“ loszukommen, baut Niedersachsen im Eiltempo eine Gaspipeline für Flüssiggas....

DWN
Unternehmen
Unternehmen Familienunternehmen: Von Mittelstand bis Milliardenunternehmen

Die deutschen Familienunternehmen sind wichtige Brückenpfeiler der deutschen Wirtschaft.

DWN
Technologie
Technologie Blackout droht: Deutschland ist nicht auf E-Autos vorbereitet

Der Markt der E-Autos in Deutschland bommt. Doch Deutschland ist für eine E-Auto-Welle überhaupt nicht gewappnet.