Finanzen

Russland: Notenbank will Devisenreserven aufstocken

Lesezeit: 1 min
15.06.2015 09:38
Russland will in den kommenden Jahren seine Devisenreserven von derzeit etwa 360,5 Milliarden Dollar auf bis zu 500 Milliarden Dollar aufstocken. Notenbank-Chefin Elvira Nabiullina sagt, dass die aktuellen Devisenreserven ausreichen sollten, um Kapitalabflüsse in den kommenden zwei bis drei Jahren zu decken. Zuvor hatte die Notenbank versucht, über Devisenmarkt-Interventionen den Rubel zu stützen.
Russland: Notenbank will Devisenreserven aufstocken

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Russland will seine Währungsreserven in den kommenden Jahren aufstocken. Ziel sei ein „komfortables“ Niveau von bis zu 500 Milliarden Dollar (umgerechnet 440 Milliarden Euro), sagte Zentralbankchefin Elvira Nabiullina am Donnerstag auf einer Bankenkonferenz in St. Petersburg. Derzeit sind es rund 360,5 Milliarden Dollar. „In einer optimalen Lage müssen die Reserven ausreichen, um deutliche Kapitalabflüsse über zwei bis drei Jahre zu decken“, sagte Nabiullina.

Russland hatte seine Devisenreserven dafür eingesetzt, um den zeitweise stark gefallenen Rubelkurs zu stützen. Im Mai hatte die Zentralbank erneut am Devisenmarkt eingegriffen. Sie soll täglich mit 100 bis 200 Millionen Dollar interveniert haben. Die EU und die USA haben wegen des russischen Vorgehens in der Ukraine Wirtschaftssanktionen gegen das Land verhängt und den Zugang Russlands zu den internationalen Kapitalmärkten erschwert. Der Rubel geriet dadurch unter erheblichen Abwertungsdruck, zumal auch die Preise für Öl und Gas an den Weltmärkten sanken. Beide Rohstoffe sind russische Exportschlager.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Politik
DWN
Politik
Politik Was wurde mit ihnen gemacht? Tausende unbegleitete Kinder in staatlicher Obhut spurlos verschwunden

Eine aktuelle Recherche führt zu gruseligen Spekulationen. Über 18.000 unbegleitete Kinder und Jugendliche, die sich in staatlicher Obhut...

DWN
Deutschland
Deutschland Statt Helikoptergeld: Wirtschaftsweise fordert Einkaufsgutscheine für Bürger

Mit Blick auf das Anhalten der Pandemie hat sich der „Wirtschaftsweise“ Achim Truger für eine Verlängerung der Wirtschaftshilfen...

DWN
Finanzen
Finanzen Darum sollten Sie Ihren Nachlass rechtzeitig regeln

Niemand denkt gerne an den eigenen Tod. Und doch ereilt er uns irgendwann alle. Vor allem, wenn man selbst Kinder hat, sollte man früh...

DWN
Deutschland
Deutschland So reagieren die Bürger auf den Bundeslockdown: „Ein Infektionsschutzgesetz, das vor Infektionen schützt, wär mal geil“

Auf Twitter sind unter dem Hashtag „#bundeslockdown“ verschiedene Reaktionen zum Bundeslockdown vorzufinden. Während einige noch...

DWN
Politik
Politik Still und leise: EU-Kommission beschließt wirtschaftsfeindliches Umwelt-Regelwerk - in Deutschland kriegt es niemand mit

In seinem großen Gastbeitrag für die DWN analysiert der Leiter der "Akademie Bergstraße", Henrik Paulitz, ein Ereignis, das von den...

DWN
Politik
Politik Neuer Brennpunkt im Nahen Osten: Wer steckt hinter der Palast-Intrige in Jordanien?

Jordanien galt als Stabilitätsanker im Nahen Osten. Doch jetzt könnte ein Umsturzversuch das Land entscheidend destabilisieren - und...

DWN
Finanzen
Finanzen Nach Erdogan-Schlag und Geldwäsche-Vorwürfen bricht der Bitcoin-Kurs um 15 Prozent ein

Viele Kryptowährungen sind am Sonntag durch Gerüchte über ein stärkeres Vorgehen gegen Geldwäsche massiv belastet worden. Zuvor hatte...