Politik

Drei Tote bei Amokfahrt in Innenstadt von Graz

Lesezeit: 2 min
20.06.2015 16:13
In der österreichischen Stadt Graz ist am Samstag ein Mann mit einem Geländewagen mit 100 km/h durch eine Fußgängerzone gerast. Die Amokfahrt forderte mindestens drei Menschenleben. 34 Menschen wurden verletzt, mehrere schweben in Lebensgefahr.
Drei Tote bei Amokfahrt in Innenstadt von Graz

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Bei der Amokfahrt eines Mannes mit einem Geländewagen in Graz sind drei Menschen ums Leben gekommen. 34 Menschen seien verletzt worden, einige von ihnen lebensgefährlich, teilte der Ministerpräsident der Steiermark, Hermann Schützenhöfer (ÖVP), am Samstag mit. Hintergründe der Tat waren zunächst unklar.

Nach ersten Erkenntnissen fuhr der Wagen mit hoher Geschwindigkeit auf einen belebten Platz in der Innenstadt, an dem sich mehrere Cafés befanden, und erfasste zahlreiche Passanten. Es brach Panik aus, etliche Menschen versuchten, sich in Gebäude zu retten.

Der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP), war zu dem Zeitpunkt auch in der Innenstadt unterwegs und wurde selbst zum Augenzeugen. «Der Lenker ist bewusst gegen Passanten gefahren, ich habe selber gesehen, wie eine Frau niedergefahren wurde», zitierte ihn die «Kleine Zeitung».

Bei den Toten handelt es sich um einen 7-jährigen Jungen und eine Frau. Der Täter soll laut Kleine Zeitung ein 26jähriger Österreicher sein. Wie die Kleine Zeitung meldet, ist der Mann durch die historische Fußgängerzone in der Herrengasse bis auf den Hauptplatz gerast und hat dabei wahllos Passanten angesteuert. Laut Stadtpolizeikommandant Kurt Kemeter stieg Amoklenker aus dem Auto und attackierte Passanten mit einem Messer, ehe er von der Polizei festgenommen werden konnte. Die Polizei konnte den Mann, der mit einem Messer bewaffnet gewesen sein soll, schließlich stoppen und verhaften. In der Innenstadt brach zeitweise Panik aus. Augenzeugen gaben an, dass der Mann mit über 100 km/h durch die am Samstag sehr belebte Fußgängerzone gerast sein soll.

Die Kleine Zeitung zitiert den Augenzeugen Helmut Reinisch von der Galerie Reinisch Contemporary am Hauptplatz:

"Ich habe nur etwas vorbei zischen sehen. Mit vielleicht 100 - 150 km/h. Zu schnell, um Genaueres zu erkennen. Dann waren laute Schreie zu hören. Ich bin hinaus gelaufen und habe ein Kind und einen Mann auf dem Boden liegen sehen. Daneben zwei Fahrräder die ausgesehen haben, als wäre eine Walze drübergefahren. Ich habe sofort die Rettung angerufen, aber ich war wohl nicht der erste. Der Fahrer ist dann offenbar noch ausgestiegen und hat die Leute mit einem Messer attackiert, bevor ihn die Polizei festnehmen konnte. Alle haben alles liegen und stehen lassen und sind zusammengelaufen, um zu helfen. Nicht einmal eine Stunde nach dem Vorfall haben mich Bekannte aus Abu Dhabi angerufen und sich erkundigt, ob es uns gut geht. Diese Nachricht hat sich offenbar extrem schnell verbreitet."

Laut Polizei wurden 50 Personen verletzt. Die Rettungskräfte aus der gesamten Region wurden in Graz zusammengezogen.

Das gesamte Ausmaß des Verbrechens ist noch nicht abzusehen.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik EU anfällig für "Teile-und-Herrsche-Strategie" der Großmächte
21.02.2024

Werden Deutschland und die EU Opfer einer zunehmenden Rivalität zwischen den USA und China? Geraten sie zwischen die Fronten? Und wie kann...

DWN
Politik
Politik Zickenalarm: Richtungsstreit im Rat der Wirtschaftsweisen
21.02.2024

Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm soll aus dem Rat der Wirtschaftsweisen geschasst werden. Hintergrund ist ein vermeintlicher...

DWN
Immobilien
Immobilien 600.000 zu wenig: Der Wohungsnotstand spitzt sich zu
21.02.2024

Der Wohnungs-Notstand in Deutschland hat einen neuen Höchstwert erreicht. Die hohen Zinsen sind der Hauptfaktor, aber es hapert an vielen...

DWN
Technologie
Technologie KI und Hightech: Ist die Bundeswehr für die Zukunft gerüstet?
20.02.2024

Die Kriege der Zukunft (und der Gegenwart) werden auch auf dem technologischen Schlachtfeld entschieden. In Deutschland wird an...

DWN
Unternehmen
Unternehmen DB Cargo: Güterverkehr soll auf die Schiene - trotz mieser Zahlen
20.02.2024

Der Güterverkehr soll auf die Schiene verlagert werden. Das ist das Ziel der Politik. Doch DB Cargo macht Probleme, das Unternehmen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Beim Hamburger Hafen brechen die Gewinne ein
20.02.2024

Der Hamburger Hafen- und Logistikkonzern Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) hat im vergangenen Jahr einen dramatischen Gewinneinbruch...

DWN
Politik
Politik Bundes-Wippe auf der Kippe: Das Einheits-Denkmal wird und wird nicht fertig
20.02.2024

Das geplante Denkmal zur Deutschen Einheit, einst von prominenten Politikern des Deutsches Bundestages durchgesetzt, steht einfach unter...

DWN
Politik
Politik Liefert Deutschland bald Taurus an die Ukraine? Antrag zu Waffen für Kiew geplant
20.02.2024

Mit Taurus-Marschflugkörpern soll die Ukraine auch militärische Ziele hinter der Frontlinie angreifen können, so heißt es im...