Finanzen

Handelskonzerne Ahold und Delhaize vereinbaren Milliardenfusion

Lesezeit: 1 min
24.06.2015 14:49
Der niederländische Supermarkt-Konzern Ahold und sein belgischer Konkurrent Delhaize stehen vor einer Milliarden-Fusion. Die Behörden und Aktionäre müssen dem Deal noch zustimmen.
Handelskonzerne Ahold und Delhaize vereinbaren Milliardenfusion

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Milliardenfusion im europäischen Einzelhandel: Der niederländische Supermarkt-Konzern Ahold und sein belgischer Konkurrent Delhaize wollen sich zusammenschließen. Das teilten beide Unternehmen am Mittwoch gemeinsam mit. Das neue Unternehmen Ahold Delhaize umfasst mehr als 6.500 Läden mit rund 375.000 Mitarbeitern in Europa und den USA. Die Fusion soll Mitte 2016 abgeschlossen sein. Die Behörden und Aktionäre müssen dem Deal noch zustimmen.

In Europa dürfte damit die viertgrößte Einzelhandelskette entstehen. Beide Unternehmen sind auch stark an der Ostküste der Vereinigten Staaten vertreten. Gemeinsam kamen Ahold und Delhaize im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von rund 54 Milliarden Euro und einen Gewinn von rund einer Milliarde Euro.

Dabei ist der niederländische Marktführer mit 33 Milliarden Euro Umsatz die deutlich stärkere Partei. Die Aktionäre von Ahold bekommen der Vereinbarung zufolge 61 Prozent der Anteile im neuen Konzern.

«Unsere Unternehmen teilen dieselben Werte, eine stolze Geschichte mit Wurzeln in Familienunternehmen und haben Aktivitäten, die einander gut ergänzen», erklärte Ahold-Chef Dick Boer in Zaandam bei Amsterdam. Der Niederländer soll den Konzern mit dem Hauptsitz in den Niederlanden künftig leiten.

Erwartet werden ab 2019 Einsparungen von jährlich rund 500 Millionen Euro durch den Zusammenschluss. Seit Mai hatten beide Seiten Gespräche geführt. 2006 war ein früherer Fusionsversuch gescheitert.

Die belgische Kette hatte zuletzt die Initiative ergriffen. Sie steht unter Druck vor allem durch die Konkurrenz der deutschen Anbieter Aldi und Lidl. Die Fusion soll vorerst nicht zu einem Verlust von Arbeitsplätzen führen, versicherten die Unternehmen.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Finanzen
Finanzen Target2 macht's möglich: Deutsche Netto-Auslandsvermögen in Gefahr

Die Target-Forderungen Deutschlands innerhalb der EU haben längst astronomische Höhen erreicht. Ökonomen hatten zuvor inständig davor...

DWN
Politik
Politik Drohung aus der EU: „Angriff auf Ukraine heißt: sofortiges Öl/Gasembargo“ gegen Russland

Ein hochrangiger deutscher EU-Vertreter droht Russland bei einem Angriff auf die Ukraine mit einem Gas-Embargo, einem Ausschluss aus dem...

DWN
Politik
Politik Drei Brennpunkte bedrohen den Frieden: Schickt der Westen nur Berater - oder seine Armeen?

In seinem meinungsstarken Artikel analysiert DWN-Kolumnist Roland Barazon die weltweite Sicherheitslage.

DWN
Finanzen
Finanzen Explosion der Immobilien-Preise: Mieten lohnt sich immer öfter als Kauf

In 51 von 75 Städten ist die finanzielle Belastung durch die Miete geringer als beim Kauf. Die Unterschiede sind vor allem in den...

DWN
Deutschland
Deutschland Ernste Lage: Versorgungsengpass bei Lebensmitteln und Rohstoffen droht

In zahlreichen Branchen innerhalb der deutschen Lieferkette droht ein Kollaps bei der Versorgung. „Dann sprechen wir nicht mehr bloß...

DWN
Politik
Politik EU-Direktorin für Impfstoff-Zulassung war Pharma-Lobbyistin – unter anderem für AstraZeneca

Die aktuelle Direktorin der Europäischen Arzneimittelagentur, die für die Impfstoffzulassung verantwortlich ist, war zuvor für den...

DWN
Deutschland
Deutschland Gesetzes-Verschärfung steht bevor: Regierung will deutschlandweite Ausgangsbeschränkungen - Bundestag dürfte zustimmen

Die Bundesregierung will mittel einer Gesetzesverschärfung die Einspruchmöglichkeiten der Länder brechen.

DWN
Finanzen
Finanzen Banken sprechen von "Verwahrentgelt": In Wahrheit handelt es sich um Strafzinsen

Immer mehr deutsche Banken und Sparkassen berechnen ihren Kunden Strafzinsen.