Politik

Russland kündigt Marine-Manöver im Pazifik an

Lesezeit: 1 min
12.08.2015 00:05
Russland wird Ende August ein Marinemanöver mit seiner Pazifikflotte durchführen. Die Flotte dient dem Schutz der See- und Handelsrouten in der Asien-Pazifik-Region. Moskau will Ostasien wirtschaftlich erschließen und als Hauptenergielieferant der Asiaten agieren.

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Ende August wird die russische Pazifikflotte unter Einsatz von 1.000 Marinesoldaten in der Region Kamtschatka ein Manöver durchführen. „Das Manöver wird sich auf die Interoperabilität und Zusammenarbeit der Verbände der Marine konzentrieren. Im Rahmen von Simulationen sollen feindliche Sabotage- und Aufklärungsverbände zerstört werden“, zitiert die Tass Roman Martow, Sprecher der russischen Pazifikflotte.

Russland versucht, mit den Staaten der Asien-Pazifik-Region sowohl seine militärischen als auch seine wirtschaftlichen Beziehungen zu stärken. Die Pazifikflotte Russland dient unter anderem dem Schutz der See- und Handelsrouten in Asien. Dabei möchte das Land vor allem als Energielieferant für die Länder Asiens fungieren. Derzeit gibt es ohnehin eine weltwirtschaftliche Schwerpunktverlagerung vom Transatlantik nach Asien-Pazifik.

Global Defence berichtet: „Als Energielieferant nimmt Russland in Nordostasien zunehmend eine Schlüsselstellung ein. Mit der Möglichkeit, Endverbraucher direkt über Land beliefern zu können, wird Russlands Bedeutung als Energieproduzent bei politisch bedingten Lieferausfällen aufgewertet: im Falle einer Unterbrechung von Energieexporten aus der Arabischen Golfregion bzw. Zentralasien oder einer Blockade der Straße von Malakka durch die USA in einem Konfliktfall mit China.“

Das russische Parlament hatte im April ein Gesetzesentwurf verabschiedet, wonach China ab 2019 über im Rahmen des East Route Gas Projects jährlich 38 Milliarden Kubikmeter russisches Erdgas erhalten soll. Die dafür benötigte Pipeline soll eine Länge von 4.000 Kilometer haben, berichtet Bloomberg. Sie trägt den Namen „Power of Siberia“. Die Gas-Ressourcen für diesen Deal befinden sich in den russischen Regionen Irkutsk und Jakutien.


Mehr zum Thema:  

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft IWH: Anzeichen für eine Erholung der Wirtschaft - Sorgen bleiben
13.06.2024

Laut Experten vom IWH mehren sich 2024 die Anzeichen für eine wirtschaftliche Erholung in Deutschland. Während die Produktion im Sommer...

DWN
Technologie
Technologie Batteriespeicher: VW plant Großanlagen zur Speicherung von Ökostrom
13.06.2024

VW investiert in neue Nutzungsmöglichkeiten für ausgediente Elektroauto-Batterien. In großen „Power Centern“ sollen sie künftig...

DWN
Politik
Politik Orban unter Druck: EuGH verurteilt Ungarn zu Strafzahlungen wegen Asylpolitik
13.06.2024

Seit Jahren fährt Ungarn einen harten Kurs gegen Flüchtlinge - und verstößt immer wieder gegen EU-Asylrecht. Der Europäische...

DWN
Politik
Politik Schuldenbremse: Reform kann Milliarden-Spielraum schaffen
13.06.2024

Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt: Durch Reformen der Schuldenbremse könnte Deutschland bis zu 30 Milliarden...

DWN
Politik
Politik Selenskyj tourt nach Berlin-Besuch zwischen G7 und Saudi-Arabien
13.06.2024

Stressige Tage für den ukrainischen Präsident, der erst gestern Berlin verlassen hat. Nun wirbt er in Riad um Saudi-Arabiens Teilnahme an...

DWN
Finanzen
Finanzen Keine Zinssenkung in den USA: Fed vertagt die Zinswende
13.06.2024

Wie erwartet verzichtet die Federal Reserve vorerst auf Zinssenkungen. Anders als die Währungshüter in Europa leitet die US-Notenbank...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Bürokratiebelastung bremst Wirtschaft aus
13.06.2024

Die Bundesregierung rühmt sich eines beispiellosen Bürokratieabbaus. Auch wenn es Fortschritte gibt: „Der deutsche Gesetzgeber neigt...

DWN
Politik
Politik Wehrdienst-Pläne: Pistorius verteidigt sich gegen Kritik der Union
13.06.2024

Die CDU/CSU wirft Boris Pistorius Zögerlichkeit bei seinen Wehrdienst-Plänen vor. Der Verteidigungsminister kontert die Kritik, hält auf...