Technologie

Boeing entwickelt leichtestes Metall der Welt

Lesezeit: 1 min
15.10.2015 12:10
Boeing hat ein Metall vorgestellt, das fast vollständig aus Luft besteht. Das Material namens Microlattice ahmt den Aufbau von Knochen nach. Die Struktur ist dadurch so leicht wie Schaum und dennoch stabil genug für den Flugzeugbau.
Boeing entwickelt leichtestes Metall der Welt
Die Metall-Struktur ist so leicht, dass sogar eine Pusteblume ihr Gewicht problemlos trägt. (Screenshot)

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Der Luftfahrt-Konzern Boeing hat das leichteste Metall der Welt vorgestellt. Es besteht aus einem Material namens Microlattice, das fast vollständig aus Luft besteht. Die Metall-Struktur ist so leicht, dass sogar eine Pusteblume ihr Gewicht tragen kann, wie Boeing in einem Video demonstriert.

Vorbild für den strukturellen Aufbau des Materials ist der natürliche Knochen:  Äußerlich hart, besteht dieser im Inneren aus wabenförmigen Hohlräumen, damit er stabil bleibt und dennoch nicht zu schwer wird.  Ähnlich ist auch das offenzeilige 3D-Polymer aufgebaut, wie die Forscher dem Fachblatt Sciencemag veröffentlichten:  Ultradünne hohle Stäbe, von denen jeder einzelne gerade einmal 100 Mikrometer im Durchmesser misst. Die Wände der Röhrchen sind sogar nur 100 Nanometer dick, also tausendmal dünner als ein menschliches Haar.

Durch die hohle Struktur ist Microlattice rund hundertmal leichter als etwa Styropor. Anders als der Schaumkunststoff ist das Metall jedoch nichtsdestotrotz extrem stabil. Die Netzstruktur macht es zudem flexibel, so dass es ähnlich einer Feder verformt und gestaucht oder gedehnt werden kann.

Die Verbindung von Stabilität und Leichtigkeit macht Material prädestiniert für den Flugzeugbau: So will Boeing das Material zunächst in der Innenausstattung einsetzen, etwa für Gepäckfächer und ähnliches, um Gewicht und somit Treibstoff und Kosten einzusparen.


Mehr zum Thema:  

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Terrorlistung der iranischen Revolutionsgarde: Kann die EU ihre Schwäche überwinden?
29.05.2024

Es wäre ein deutliches Signal gegen Terrorismus und Menschenrechtsverletzungen des Regimes im Iran: Die EU kann die iranischen...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Niederländischer Energiekonzern darf Gasförderprojekt im Wattenmeer fortsetzen
29.05.2024

Ein gerichtlich verhängter Baustopp hatte die geplante Erdgasförderung vor den Nordseeinseln Borkum und Schiermonnikoog ausgebremst - bis...

DWN
Politik
Politik Verteidigungsministerium: Keine Corona-Impfpflicht mehr bei der Bundeswehr
29.05.2024

Bei der Bundeswehr bestand seit zweieinhalb Jahren für alle Soldaten die Pflicht zur Corona-Impfung. Nun ist es nur noch eine Empfehlung....

DWN
Finanzen
Finanzen Abkehr vom westlichen Finanzsystem: Russische Goldreserven erreichen Rekordwert
29.05.2024

Auch im April hat die russische Zentralbank ihre Goldreserven weiter ausgeweitet, was die Bestände auf einen neuen Rekordwert ansteigen...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Stellenabbau bei Meyer Werft: 440 Arbeitsplätze in Gefahr
29.05.2024

Die Mayer Werft plant den Abbau von 440 Stellen. Es gehe um die Zukunft des Unternehmens, das im internationalen Wettbewerb bestehen...

DWN
Politik
Politik Regierung beschließt Rentenpaket - doch aus der Wirtschaft hagelt es Kritik
29.05.2024

Beschluss nach langem Streit: Olaf Scholz und die Ministerrunde ebnen den Weg für die Rentenreform. Nun ist der Bundestag am Zug. In...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft VW baut neues 20.000-Euro-Elektroauto in eigenem Werk – ohne Partner
29.05.2024

VW will ab 2027 im Alleingang ein Elektroauto für 20 000 Euro entwickeln. Eine Partnerschaft mit Renault kam nicht zustande. Wo der...

DWN
Technologie
Technologie Wasserstoff: Verband fordert schnelleren Bau von Pipelines und Terminals
29.05.2024

Ein Großteil des künftigen Wasserstoffbedarfs soll aus dem Ausland kommen. Die Bundesregierung arbeitet bereits an einer Importstrategie....