Politik

Nach Türkei-Anschlag: Behörden nehmen Twitter-Nutzer fest

Lesezeit: 1 min
15.10.2015 23:54
In der Türkei wurden im Zusammenhang mit dem Anschlag in Ankara zwei Verdächtige festgenommen. Diese hatten den Anschlag wenige Stunden zuvor auf Twitter angekündigt. Einer der Verdächtigen soll zuvor in Syrien eine Bomben-Ausbildung erhalten haben.

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die türkische Generalstaatsanwaltschaft in Ankara hat zwei Personen festnehmen lassen, die den Bombenanschlag von Ankara, bei dem 99 Menschen getötet wurden, wenige Stunden zuvor auf Twitter angekündigt hatten, berichtet die Washington Post. Die beiden Verdächtigen sollen Verbindungen zur Terror-Organisation PKK haben. Der Kommunikations-Dienstleister Twitter soll den türkischen Behörden zuvor die IP-Adressen der Verdächtigen übermittelt haben.

Einer der beiden Verdächtigen soll im Jahr 2013 eine Bombenausbildung in der syrischen Stadt Ain al-Arab (Kobane) erhalten haben, berichtet die Hürriyet. Der türkische Premier Ahmet Davutoğlu sagte am Mittwoch, dass die Ermittlungen sich zwar auf den IS als Urheber des Anschlags von Ankara konzentrieren würden. Doch die PKK stehe ebenfalls unter Verdacht.

Nach dem Anschlag musste der Polizei-Chef von Ankara seinen Posten räumen. Auch die Leiter der Sicherheits- und der Geheimdienstabteilung der Polizei in Ankara wurden suspendiert, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu.


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik Spannung vor der Landtagswahl in Sachsen: AfD und CDU in Umfragen fast gleichauf
20.06.2024

Wenige Monate vor der Landtagswahl in Sachsen deutet eine neue Umfrage auf ein spannendes Duell hin: Die AfD liegt knapp vor der CDU, doch...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Bürokratie-Krise: Rettung für Handwerker in Sicht?
20.06.2024

Handwerksbetriebe ächzen unter der Last stetig wachsender Bürokratie – mehr Papierkram, weniger Zeit für die eigentliche Arbeit. Der...

DWN
Immobilien
Immobilien Zwangsversteigerungen: Ein Schnäppchenmarkt für Immobilien?
20.06.2024

2023 wurden 12.332 Objekte in Deutschland zwangsversteigert. Für die ehemaligen Besitzer bedeutet die Versteigerung in der Regel ein...

DWN
Unternehmen
Unternehmen „Zeitenwende“ am Arbeitsmarkt: Rüstungsindustrie boomt!
19.06.2024

Früher Tabu, heute Boombranche: Die Rüstungsbranche erlebt seit Beginn des Ukraine-Krieges eine Wiederbelebung. Es läuft die größte...

DWN
Politik
Politik Wagenknecht-Partei: Umfragehoch des BSW entfacht Koalitionsdebatte
19.06.2024

Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) verzeichnet laut einer aktuellen Umfrage in Thüringen 21 Prozent Zustimmung und könnte somit...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Amazon lässt zehn Milliarden für KI-Rechenzentrum in Deutschland springen
19.06.2024

Der amerikanische Konzern Amazon plant weitere Großinvestitionen in Deutschland. Zehn Milliarden Euro sollen in das wachstumsstarke...

DWN
Technologie
Technologie Glasfaser-Anschlüsse: Schleppender Ausbau und wenig Interesse
19.06.2024

Der Glasfasernetzausbau geht in Deutschland nur langsam voran und auch die Zahl der angeschlossenen Haushalte entwickelt sich schleppend....

DWN
Panorama
Panorama Prognose 2045: Deutschland wächst und „altert massiv“ - mit großen regionalen Unterschieden
19.06.2024

Wie sieht Deutschland in rund 20 Jahren aus? Experten prognostizieren einen Zuwachs von 0,9 Prozent Menschen im Vergleich zum Jahr 2023,...