Gemischtes

Kosten für Krankenhaus-Aufenthalt erneut gestiegen

Lesezeit: 1 min
10.11.2015 12:46
Der stationäre Aufenthalt hat die Krankenhäuser im vergangenen Jahr deutlich mehr gekostet als noch 2013. Besonders teuer ist die stationäre Behandlung in Hamburg und Bremen gewesen.
Kosten für Krankenhaus-Aufenthalt erneut gestiegen

Im vergangenen Jahr sind die Kosten der stationären Krankenhausversorgung erneut gestiegen. Lagen sie 2013 noch bei 78 Milliarden Euro, kletterten sie 2014 auf 81,2 Milliarden Euro. Eine Steigerung von 4,1 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Bei etwas mehr als 19 Millionen Patienten, die im Krankenhaus vollstationär behandelt wurden, kamen so im Schnitt 4.239 Euro pro Aufenthalt zustande.

Hamburg, Bremen, Baden-Württemberg und Berlin lagen mit ihren einzelnen Kosten deutlich höher als der Durchschnitt. Demnach lagen beispielsweise in Hamburg die stationären Krankenhauskosten je Fall bei 4.893 Euro und in Bremen bei 4.617 Euro. Im Gegensatz dazu lagen die neuen Bundesländer wie Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Thüringen deutlich unter dem Schnitt. In Sachsen-Anhalt lagen die Kosten je Fall sogar mehr als 1.000 Euro unter denen Hamburgs.

Ein Blick auf das 1. und 2, Quartal 2014 sowie das 1. und 2. Quartal 2015 zeigt, dass die Kosten pro Fall aufgrund mehrerer Aspekte steigen. So sind die pro-Kopf-Ausgaben für Arzneimittel beispielsweise im Vergleichszeitraum um 4,75 Prozent gestiegen, die für die ärztliche Behandlung um 3,86 Prozent, wie die Daten des GKV-Spitzenverbandes zeigen.

Die Krankenhäuser sind zudem weiter unter Kostendruck, vor allem, was die Personalkosten betrifft. Diese haben sich im vergangenen Jahr um 4,3 Prozent erhöht und machen damit mehr als die Hälfte der Gesamtkosten in Höhe von 93,7 Milliarden Euro aus. Neben den Sachkosten kamen zudem Aufwendungen für den Ausbildungsfonds und die Ausbildungsstätten sowie Steuern hinzu.

Angesichts des Rückgangs der ehrenamtlichen Krankenhauslotsen ist von einer weiteren Steigerung der Krankenhauskosten auszugehen. „Allein in der evangelischen Krankenhilfe sind in Deutschland mehr als 11.100 Freiwillige organisiert, in der katholischen sind es rund 3.200“, so der Dienstleister in Sachen Freiwilligenarbeit Volunation. Diese sind in fast 1.000 Krankenhäusern und Altenhilfeeinrichtungen vorzufinden und leisten jedes Jahr etwa 2,2 Millionen Ehrenamtsstunden

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Trumps Energie-Politik wird revidiert: Biden bittet die Saudis um „bezahlbares Öl“

In den USA findet eine Umkehr von bislang herrschenden Dogmen in der Energiepolitik statt.

DWN
Politik
Politik USA kündigen bedingungslosen Abzug aus Afghanistan an

Die USA kündigen an, ihre Truppen bis September aus Afghanistan abzuziehen. Deutschland und die anderen Alliierten müssen mitziehen. Die...

DWN
Politik
Politik Aerosol-Forscher schreiben Brandbrief an Merkel: Ausgangssperren sind absurd und gefährlich

Die von der Bundesregierung per Sondergesetz geplanten Ausgangsbeschränkungen sind kontraproduktiv, sagen Aerosol-Forscher.

DWN
Finanzen
Finanzen Raus ins Grüne: Wie Sie ein Ferienhaus kaufen

Nicht erst zu Zeiten von Corona zieht es viele Menschen ins Grüne – darunter auch den Autor dieses Textes. Im Sommer 2020 hat er sich...

DWN
Politik
Politik Volksgesundheit geht vor: Dänemark verzichtet komplett auf AstraZeneca-Impfstoff

Deutschlands nördlichster Nachbar Dänemark verabschiedet sich als erstes EU-Land komplett vom Einsatz des Corona-Impfstoffes...

DWN
Deutschland
Deutschland Kapazitätsgrenze erreicht: Essener Klinik-Chef warnt vor "Triage vor den Mauern der Krankenhäuser"

Der Chef der Essener Uniklink spricht von einer "Selektion von Zuweisungen."

DWN
Politik
Politik Brückenkopf nach Europa: USA und Russland wollen China in der Ukraine schlagen

Wenn es in der Ukraine zu einer Eskalation kommen sollte, würde dies einen weiteren Schlag gegen die Neue Seidenstraße Chinas nach sich...

DWN
Politik
Politik Kuba läutet das Ende der Castro-Dynastie ein

Der bevorstehende Parteitag wird höchstwahrscheinlich das Ende der Castro-Dynastie einläuten.