Finanzen

Standard & Poor's: Zahl der Unternehmenspleiten steigt weltweit

Lesezeit: 1 min
11.12.2015 01:13
Die Zahl der Unternehmen, die ihre Schulden nicht zahlen können wächst weltweit. Besonders betroffen sind amerikanische Energie-Versorger, so die Ratingagentur Standard &Poor‘s. Niedrigzinspolitik und Ölpreisverfall haben demnach zu einer Kombination aus hoher Verschuldung und sinkenden Einnahmen geführt.
Standard & Poor's: Zahl der Unternehmenspleiten steigt weltweit

Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die Zahl der Unternehmen, die ihre Zahungsverpflichtungen nicht erfüllen können steht kurz vor einem Jahrhunderthoch. Die Entwicklung wird vor allem durch US-Schiefergas-Versorger getrieben, so ein Bericht der FT. Demnach kämen von 99 seit Jahresanfang bankrott gegangenen globalen Unternehmen allein 62 aus den USA. Dies sei der dritthöchste Zahl seit über einem Jahrzehnt, zitiert die Zeitung die Ratingagentur Standard & Poors. Aus den Schwellenländern wurden im laufenden Jahr 19 große Unternehmenspleiten gemeldet, in Europa waren es dem Bericht zufolge 13. Neben den Kreditausfällen stieg auch die Zahl der Unternehmen, die schwächer als B - bewertet wurden im vorigen Quartal von 167 auf 178.

Insbesondere der Öl- und Rohstoffpreisverfall habe kleineren Energieversorgen in den USA zugesetzt, da die großen OPEC-Produzenten weiter billiges Öl in die Märkte pumpen, um ihre Marktanteile zu halten. Drei Fünftel der amerikanischen Unternehmenspleiten im Jahr 2015 betreffen Energie-und Rohstoff-Unternehmen. Auch die auf mittlerweile 8 Prozent gestiegenen Renditen für US-Junk-Bonds reflektieren die Entwicklung.

Investoren zeigten sich zunehmend besorgt über den Zustand des Kreditmarktes, der die massive Verschuldungsstrategie vieler Unternehmen durch die niedrige Zinspolitik wiederspiegele. Seit 2007 2007 habe sich zudem der Anteil der Unternehmensanleihen, die S &P als Schrottpapiere einstuft von 40 auf 50 Prozent erhöht.Aus der nun einsetzende Pleitewelle lässt sich demnach ablesen, dass zahlreiche Unternehmen nach einem Jahrzehnt Niedrigzinspolitik mit einem trägen Geschäfts-Umfeld, sinkenden Umsätze und hoher Schuldenlast zu kämpfen haben.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

 



DWN
Politik
DWN
Politik
Politik Erzbischof Carlo Maria Viganò: Der Tiefe Staat und die Tiefe Kirche verfolgen die gleiche Agenda

Im großen DWN-Interview legt der umstrittene Erzbischof Carlo Maria Viganò, der als Gegenspieler von Papst Franziskus gilt, seine Sicht...

DWN
Deutschland
Deutschland Tödliche Corona-Verläufe in Berlin am geringsten, in Sachsen-Anhalt am höchsten

Der Johns Hopkins University zufolge ist der Anteil der tödlichen Verläufe der Corona-Erkrankungen in Berlin und NRW deutschlandweit am...

DWN
Politik
Politik China wird aggressiver: Zwangsassimilation in der Inneren Mongolei

Peking hat verfügt, dass an den mongolisch-sprachigen Schulen in der Inneren Mongolei diverse Fächer nur noch auf Chinesisch unterrichtet...

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin schwächelt: Ende des Bullenmarkts oder Chance zum Einstieg?

Seit seinem Rekordhoch am 21. Februar befindet sich Bitcoin in einer Phase der Schwäche. Doch Analysten erwarten weitere Rekorde, sobald...

DWN
Politik
Politik Dänemark erklärt Teile Syriens für sicher: Druck auf Flüchtlinge wächst

Dänemark hat Teile Syriens für sicher erklärt und einigen Flüchtlingen die Aufenthaltserlaubnis entzogen.

DWN
Politik
Politik Menschenaffen werden gegen Corona geimpft

Weil Menschenaffen vom Aussterben bedroht sind, werden sie gegen Corona geimpft.

DWN
Politik
Politik Orban-Regierung spricht von "sehr starker dritter Welle" und legt Ungarn lahm, auch Niedersachsen droht mit Oster-Lockdown

Lesen Sie im Folgenden den Corona-Ticker, den wir selbstverständlich laufend für sie aktualisieren.