Politik

Frankreich stimmt russischem Friedensplan für Syrien zu

Lesezeit: 1 min
06.12.2015 01:09
Frankreich schließt sich den russischen Vorschlägen für einen Übergang in Syrien an. Dazu verzichtet Frankreich auch auf die Forderung eines sofortigen Rücktritts von Präsident Assad.
Frankreich stimmt russischem Friedensplan für Syrien zu

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Frankreich hat sich dem russischen Friedensplan für Syrien angeschlossen: Demnach sollen innerhalb von 18 Monaten eine Übergangsregierung gebildet und Wahlen abgehalten werden. In den vergangenen Jahren waren internationale Bemühungen für eine Lösung im Syrien-Konflikt vor allem an den Differenzen zwischen Russland und dem Westen gescheitert.

Frankreich pocht nicht mehr auf einen sofortigen Machtverzicht des syrischen Staatschefs Baschar al-Assad. Ein Rückzug des Päsidenten vor Beginn des angestrebten Übergangsprozesses in Syrien sei nicht zwingend nötig, sagte Außenminister Laurent Fabius am Samstag der französischen Regionalzeitung "Le Progrès" aus Lyon. Grundsätzlich sei ein Abschied des Machthabers aber unerlässlich. "Es sind Garantien für die Zukunft nötig", betonte Fabius.

Fabius hatte in der vergangenen Woche bereits mit Äußerungen über eine mögliche Zusammenarbeit mit den syrischen Regierungstruppen im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) für Aufsehen gesorgt. Am Montag nannte er dann jedoch Bedingungen für eine solche Kooperation und schloss eine Zusammenarbeit mit Assad aus. Eine Zusammenarbeit mit der syrischen Armee sei nur möglich, wenn sie nicht mehr von Assad befehligt werde, erklärte Fabius.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Panorama
Panorama Globale Lebensmittelkrise treibt Millionen Menschen in die Hungersnot

Die Welt steht vor einer globalen Lebensmittelkrise. Der Krieg in der Ukraine ist dabei nur der Auslöser einer ohnehin instabilen globalen...

DWN
Deutschland
Deutschland Studie: So abhängig ist Deutschland von Rohstoff-Importen

Deutschland ist in Bezug auf Rohstoffe nicht nur völlig abhängig, sondern auch sehr anfällig. Eine Studie des Münchner ifo-Instituts...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Papierindustrie schlägt wegen Gaskrise Alarm

Die energieintensive Papierindustrie in Deutschland warnt vor dem Hintergrund der Gaskrise vor einem Produktionsstopp. Dabei geht es um die...

DWN
Politik
Politik Die EU: Große Zukunft oder baldiger Zerfall?

Die EU – beziehungsweise die Reihe von Organisationen, aus denen sie hervorgegangen ist – besteht seit nunmehr 71 Jahren. Für viele...

DWN
Finanzen
Finanzen Kommt eine neue Weltordnung – und wie können Anleger reagieren?

Mit China und Russland bildet sich ein neuer Gegenpol zu den USA. Anleger können sich gegen die geopolitischen Risiken nicht bloß durch...

DWN
Politik
Politik Der weltweite Einfluss von Bill Gates auf die Medien  

Microsoft-Gründer Bill Gates war während der Pandemie in vielen Medien präsent. Weniger bekannt sind seine zahlreichen Spenden an...

DWN
Finanzen
Finanzen Abkopplung vom Dollar: Indischer Großkonzern kauft russische Kohle mit chinesischem Yuan

Die Instrumentalisierung des Dollars zu geopolitischen Zwecken führt verstärkt zu Gegenmaßnahmen.

DWN
Finanzen
Finanzen Starker Rubel: Russland zieht Kauf von Devisen befreundeter Länder in Betracht

Weil der Rubel immer teurer wird, setzt Russland auf Fremdwährungen. Die Moskauer Börse hat in dieser Woche den Handel bereits...