Wirtschaft

Autoverkäufe unter Druck: VW und Mercedes verlieren Absatz, BMW wächst leicht

Die großen deutschen Autobauer starten mit unterschiedlichen Vorzeichen ins Jahr 2025. Während der VW-Konzern und Mercedes-Benz vor allem in den wichtigen Märkten China und USA rückläufige Verkaufszahlen melden, kann BMW seinen Absatz leicht steigern. Die aktuellen Zahlen zeigen, wie stark die Branche weiterhin von der Entwicklung in den beiden Schlüsselregionen abhängt.
12.01.2026 17:18
Lesezeit: 2 min

Vor allem wegen Rückschlägen bei den Verkaufszahlen in China und in den USA haben der VW-Konzern und Mercedes-Benz im vergangenen Jahr weniger Autos verkauft. Beide Autobauer legten am Montag ihre Absatzzahlen für 2025 vor.

Der VW-Konzern lieferte 2025 weltweit 8,99 Millionen Fahrzeuge aller Konzernmarken an seine Kunden aus. Das seien 0,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor gewesen, wie die Wolfsburger mitteilten. Bei Mercedes fiel der Rückgang deutlicher aus. Die Schwaben lieferten mit rund 2.160.000 Pkw und Vans zehn Prozent weniger Fahrzeuge als im Vorjahr an seine Händler aus.

Bereits vergangene Woche hatte Mercedes-Konkurrent BMW seine Absatzzahlen veröffentlicht. Die Münchener verzeichneten ein minimales Plus von 0,5 Prozent, wie der Konzern mitteilte. 2,46 Millionen Fahrzeuge verkaufte BMW demnach an seine Kunden.

Die Zahlen sind angesichts der etwas unterschiedlichen Berechnung nicht eins zu eins miteinander vergleichbar, zeigen aber dennoch eine Entwicklung auf. Finanzkennzahlen für das vergangene Jahr liegen bisher nicht vor, diese veröffentlichen die Dax-Unternehmen im Laufe des ersten Quartals.

VW-Konzern

In Europa legte Europas größter Autobauer zwar zu. 3,38 Millionen Fahrzeuge aller Konzernmarken wurden hier ausgeliefert, 3,8 Prozent mehr als 2024. Das konnte Rückgänge in China und Nordamerika aber nicht ausgleichen. „Insbesondere die intensive Wettbewerbssituation in China sowie die Zölle und der Entfall der Elektro-Förderung in den USA haben unser Geschäft beeinträchtigt“, sagte Audi-Vertriebsvorstand Marco Schubert, der das Ressort auch im Gesamtkonzern betreut.

In China, wo der Konzern mit dem harten Preiswettbewerb lokaler Elektroautoanbieter kämpft, wurden 2025 noch 2,69 Millionen Fahrzeuge übergeben, 8 Prozent weniger als im Vorjahr. In Nordamerika, wo Europas Autobauer unter den neuen Zöllen von Präsident Donald Trump leiden, sackte die Zahl der Auslieferungen um 10,4 Prozent auf 946.800 Fahrzeuge ab.

Kräftig zulegen konnten vor allem die Verkäufe reiner Elektroautos. Weltweit wurden im Gesamtjahr 983.100 E-Autos aller Konzernmarken ausgeliefert, fast ein Drittel mehr als 2024. In Europa ging es sogar um 66 Prozent nach oben. Fast jeder neunte Neuwagen aus dem Konzern war 2025 ein Batteriewagen.

Angaben zu den einzelnen Marken machte VW noch nicht. Zum VW-Konzern zählen neben der Kernmarke Volkswagen unter anderem auch Audi und Porsche.

Mercedes-Benz

Die Stuttgarter gliedern ihren Absatz nach Pkw und Vans. Pkw verkaufte Mercedes demnach insgesamt etwas über 1,8 Millionen, was einem Rückgang von neun Prozent im Vergleich zu 2024 entspricht. Die Vans verzeichneten einen Rückgang von elf Prozent auf 359.100 Fahrzeuge. Rein elektrisch war bei den Pkw knapp jeder zehnte Wagen.

In China, wohin Mercedes mit 551.900 Pkw noch immer fast ein Drittel aller Autos lieferte, fiel der Rückgang mit 19 Prozent besonders deutlich aus. Dort sitzt das Geld nicht so locker wie früher. Hinzu kommt, dass der Wettbewerb durch neue einheimische Unternehmen stark zugenommen hat. In Deutschland blieben die Schwaben mit 213.200 Fahrzeugen auf Vorjahresniveau.

In den USA hätten sich unter anderem die Zölle auf den Konzernabsatz ausgewirkt, teilte der Dax-Konzern mit. Mercedes verkaufte dort im vergangenen Jahr rund 285.000 Fahrzeuge, was einem Rückgang von zwölf Prozent entspricht.

Hoffnungen machen dem Dax-Konzern neue Modelle. Die Kundenaufträge für den im vergangenen Jahr vorgestellten neuen elektrischen CLA und GLC lägen deutlich über den Erwartungen, hieß es laut Mitteilung. In diesem Jahr soll dann unter anderem eine neue Version der S-Klasse vorgestellt werden.

BMW

Auch bei BMW drückte das China-Geschäft deutlich auf die Zahlen. Die dortige Marktschwäche hatte im Herbst dazu geführt, dass der Münchener Konzern eine Gewinnwarnung veröffentlichte. Doch die Verkäufe in Europa und den USA, aber auch die Tochtermarke Mini bewahrten BMW vor einem weiteren Jahr mit schrumpfenden Auslieferungen.

Konkret lieferte BMW in Europa im vergangenen Jahr 1,02 Millionen Autos aus, 7,3 Prozent mehr als im Vorjahr. In den USA waren es 417.638, was ein Plus von 5 Prozent bedeutet. In China ging es allerdings um 12,5 Prozent nach unten auf 625.527 Autos.

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