Politik

Ausschreitungen: Anarchisten erklären Regierung in Athen den Krieg

Lesezeit: 1 min
07.12.2015 01:26
In Athen ist es am Sonntag zu schweren Ausschreitungen gekommen. Der Freund eines vor sieben Jahren von der Polizei erschossenen Jugendlichen hatte die anarchistische Szene aufgerufen, dem Staat und der Mittelklasse des Landes den Krieg zu erklären.
Ausschreitungen: Anarchisten erklären Regierung in Athen den Krieg
Das neue Buch von Michael Maier. (Foto: FBV)

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Bei Gedenkaktionen für einen vor sieben Jahren von einem Polizisten erschossenen Schüler ist es in Athen zu schweren Ausschreitungen gekommen. Demonstranten warfen am Sonntagabend in der griechischen Hauptstadt unter anderem Brandbomben auf Polizisten und setzten Autos und Müllcontainer in Brand. Die Sicherheitskräfte setzten ihrerseits Tränengas ein. Nach Angaben lokaler Medien wurden zehn Menschen festgenommen.

Bei den Demonstrationen wurde an den 15-jährigen Alexis Grigoropoulos erinnert. Er war am 6. Dezember 2008 in Athen von einem Polizisten erschossen worden. In den folgenden Tagen und Wochen demonstrierten in Griechenland zehntausende Menschen gegen Polizeigewalt, dabei kam es immer wieder zu gewalttätigen Zusammenstößen. Auch bei den jährlichen Gedenkaktionen eskalierte die Situation bereits mehrmals.

Im Vorfeld des diesjährigen Gedenktages hatten die Sicherheitskräfte bereits Ausschreitungen befürchtet, weil ein inzwischen wegen eines Raubes im Gefängnis sitzender Freund von Grigoropoulos die anarchistische Szene aufgerufen hatte, dem Staat und der Mittelklasse des Landes "den Krieg zu erklären". Deshalb waren in Athen 5000 Polizisten im Einsatz, die U-Bahn-Stationen im Zentrum blieben vorsichtshalber geschlossen.

***

DWN-Herausgeber Michael Maier erklärt in seinem neuen Buch, warum die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Europa zu schweren Spannungen und sozialen Unruhen führen wird: Eine ganze Generation hat wegen der verfehlten Euro-Austeritätspolitik keine Zukunft und ist daher anfällig für extreme politische Positionen.

Michael Maier: „Das Ende der Behaglichkeit. Wie die modernen Kriege Deutschland und Europa verändern“. FinanzBuch Verlag München, 228 Seiten, 19,99€.

Bestellen Sie das Buch hier direkt beim Verlag.

Oder kaufen Sie es im guten deutschen Buchhandel das Buch ist überall erhältlich. Wir unterstützen den Buchhandel ausdrücklich, er muss gefördert werden!

Oder bestellen Sie das Buch bei Amazon. Mit dem Kauf des Buchs unterstützen Sie die Unabhängigkeit der Deutschen Wirtschafts Nachrichten.

Einen Auszug lesen Sie bitte hier. 

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Marktbericht
Marktbericht Mit digitalem Gold auf Erfolgskurs

Die Vervielfachung der Geldmenge hat enorme Auswirkungen. Die Inflation ist nicht mehr aufzuhalten. Auf der anderen Seite zeichnet sich...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Der Ausverkauf geht weiter: Nächster deutscher Hightech-Konzern wird vom Ausland übernommen

Trotz ständigen Bekundungen der Bundesregierung, strategisch wichtige Unternehmen vor Übernahmen aus dem Ausland zu schützen, geht der...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Zwischen Russland und Saudi-Arabien bahnt sich ein neuer Ölpreis-Krieg an

Im März findet das nächste Treffen der OPEC + statt. Während Saudi-Arabien die Öl-Produktion weiter drosseln will, plädiert Russland...

DWN
Finanzen
Finanzen Bargeld-Nutzung in den USA ist während der Pandemie gestiegen

In den USA ist nach Angaben eines Unternehmens für Sicherheitsdienste und Werttransporte die Bargeldnutzung gestiegen.

DWN
Finanzen
Finanzen Bundesbank warnt vor überhöhten Immobilienpreisen

Im vergangenen Jahr haben die „markanten Preisübertreibungen“ auf dem Wohnungsmarkt zugenommen, so die Bundesbank. Teilweise liegen...

DWN
Politik
Politik Blackwater-Gründer Prince spielte zentrale Rolle im Libyen-Krieg

Einem UN-Bericht zufolge spielte der Blackwater-Gründer Erik Prince eine wichtige Rolle im Libyen-Konflikt. Dass die UN erst jetzt auf...

DWN
Finanzen
Finanzen BÖRSE AKTUELL: Heftige Korrektur bei Bitcoin - jetzt wird der Einstieg vollends zum Vabanque-Spiel

Gestern vermeldeten wir den rapiden Kursverfall der Kryptowährung "Bitcoin". Heute liefert unser Börsen-Experte Andreas Kubin, wie...

DWN
Finanzen
Finanzen Dax: Anleger hoffen nach Powells Rede weiter auf Riesen-Konjunkturpaket aus den USA

Die Börsen entwickeln sich langsam weiter. Heute Nachmittag warten die Anleger auf wichtige Konjunkturdaten.

DWN
Deutschland
Deutschland Geduld des Handels ist am Ende: Klagewelle gegen Lockdown rollt

Obi, Media Markt, Breuninger und Co. wollen nicht länger auf Zugeständnisse der Politik warten. Immer mehr Händler versuchen, vor...

DWN
Politik
Politik Geimpfte Israelis erhalten «Grünen Pass» und können wieder am Leben teilnehmen

In Israel haben sich Hunderttausende Bürger bereuts den digitalen Impfnachweis beschafft und dürfen jetzt wieder ins Theater, ins...

DWN
Politik
Politik Das Weltwirtschaftsforum ist der große Treiber des digitalen Impfpasses

Das Weltwirtschaftsforum und die Rockefeller Stiftung sind die Haupttreiber der Einführung von digitalen Gesundheitspässen. Die...

DWN
Finanzen
Finanzen Digitale Zentralbankwährungen für den Großhandel und Einzelhandel bahnen sich an

In einem aktuellen Bericht plädiert die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich für die Einführung von digitalen...

DWN
Deutschland
Deutschland Corona: Jeder dritte Deutsche lehnt Einschränkungen und Impfung ab

Einer Umfrage zufolge lehnt etwa ein Drittel der Deutschen die Eingriffe in die Freiheitsrechte im Zuge von Corona ab. Ähnlich viele...

DWN
Politik
Politik E-Patientenakte: Merkel und Spahn haben den Datenschutz ausgehebelt, doch keiner hat es bemerkt

Die Bundesregierung hat durch ein neues Patientenakten-Gesetz den Datenschutz ausgehebelt. In der Akte sollen alle relevanten...

DWN
Deutschland
Deutschland Verband kritisiert Ausverkauf von Immobilien an ausländische Spekulanten

Der Eigentümerverband Haus und Grund warnt vor einem Ausverkauf deutscher Immobilien an ausländische Investoren. Verantwortlich dafür...