Finanzen

Kein Ausstieg: Investoren pokern bei der Deutschen Bank

Lesezeit: 1 min
01.03.2016 02:30
Die Investoren von riskanten CoCo-Anleihen wollen nicht bei der Deutschen Bank aussteigen. Sie vertrauen offenbar darauf, dass die Bank ihre Liquiditäts-Schwierigkeiten aus eigener Kraft überwinden kann.
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Bei der Deutschen Bank läuft auch der zweite Teil des Anleihe-Rückkaufs schleppend, wie Reuters am Montag meldete. Dies wird als gutes Zeichen für die Bank gewertet. Ursprünglich wollte das Institut in Dollar ausgegebene, unbesicherte Anleihen im Volumen von bis zu zwei Milliarden Dollar zurückkaufen, um die Anleger zu beruhigen. Bislang wurden aber nur Bonds im Gesamtwert von rund 740 Millionen Dollar zurückgekauft, weil das Interesse so gering ist, wie die Deutsche Bank mitteilte. Die Offerte läuft noch bis zum 11. März. Nach Angaben aus Finanzkreisen ist nicht damit zu rechnen, dass sich die Nachfrage spürbar belebt.

Das Geldhaus hatte Mitte Februar angekündigt, ausgewählte Wertpapiere zurückzukaufen. Hintergrund war, dass die Anleger aus Sorge um die Ertragskraft der Bank nicht nur die Deutsche Bank-Aktie, sondern auch Anleihen der Bank aus ihren Depots verbannt hatten. Das trieb die Renditen einzelner Papiere in die Höhe und sorgte für Mißtrauen am Markt.

Finanzchef Marcus Schenck begründete den Anleiherückkauf damit, dass man den Investoren in einem schwierigen Markt Liquidität zur Verfügung stellen wolle. Nun sieht sich die Bank in ihrer Wahrnehmung bestätigt, dass sich die Stimmung verbessert hat und ihr die Anleger nicht mehr in Scharen davonlaufen.

Bereits der Rückkauf der in Euro ausgegebenen Anleihen war auf weniger Interesse gestoßen als erwartet. Hier wurde ursprünglich ein Volumen von bis zu drei Milliarden Euro angepeilt – am Ende wurden es nur 1,27 Milliarden Euro. Die Deutsche Bank konnte sogar einen kleinen Gewinn einstreichen, indem sie die Papiere unter dem Ausgabepreis zurückgekauft hatte. Nach den bisherigen Ergebnissen des Rückkaufprogramms wird im ersten Quartal mit einem positiven Ergebnisbeitrag von rund 55 Millionen Euro gerechnet.

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