Finanzen

Frankreich: Gehälter der Beamten erstmals seit 2010 erhöht

Lesezeit: 1 min
18.03.2016 09:12
Die französische Regierung hat die Gehälter der Beamten erstmals seit 2010 wieder erhöht. Die Entscheidung steht unter dem Eindruck von Massenprotesten gegen eine Arbeitsmarktreform der Regierung. Diese wurde bereits abgeschwächt.
Frankreich: Gehälter der Beamten erstmals seit 2010 erhöht

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Frankreich hat nach massiven Protesten gegen die geplante Arbeitsmarktreform Gehaltserhöhungen im öffentlichen Dienst angekündigt. Die sozialistische Regierung teilte am Donnerstag mit, die seit sechs Jahren eingefrorenen Löhne von Staatsdienern zu erhöhen und dafür rund 2,4 Milliarden Euro in die Hand zu nehmen. Die Bezüge sollen in zwei Stufen um insgesamt 1,2 Prozent steigen.

Ministerpräsident Manuel Valls hat nach Demonstrationen von Gewerkschaften und Studenten die Reformen am Arbeitsmarkt bereits abgeschwächt. Am Donnerstag kam es erneut zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und Studenten, als landesweit Tausende gegen die Pläne der Regierung demonstrierten. In Paris setzten Sicherheitskräfte Tränengas ein und nahmen drei Menschen fest, als eine Demonstration aus dem Ruder lief. Studenten blockierten in ganz Frankreich die Eingänge von 115 höheren Schulen.

Valls hatten Anfang der Woche einen neuen Entwurf für die Arbeitsmarktreform vorstellt, der keine verbindliche Deckelung der Abfindungen nach Entlassungen mehr vorsieht. Stattdessen soll es sich bei den Obergrenzen nun um Empfehlungen handeln. Frankreich leidet seit Jahren unter einer hohen Arbeitslosigkeit.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber 5 Immobilienweisheiten – oder wie Sie den Wert Ihrer Immobilie steigern können

Aufgrund der hohen Nachfrage zeigen Immobilien eine äußerst positive Wertentwicklung. Mit ein paar Maßnahmen lässt sich der Preis der...

DWN
Finanzen
Finanzen Wann beginnt der nächste Bullenmarkt beim Gold?

Trotz hohen Inflationsraten überall auf der Welt ist der Goldpreis in den letzten Wochen deutlich gefallen. Doch der nächste Bullenmarkt...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Kupfer: Rezessionsgefahr trübt die Aussichten, langfristig aber enormes Potential

Der Rohstoff-Experte der DWN, Markus Grüne, analysiert den Kupfermarkt.

DWN
Politik
Politik WEF-Treffen in Davos wirft Schatten voraus : Schweiz aktiviert Armee für Transport und Sicherheit der Gäste

Damit sich hunderte Politiker und Milliardäre in einem noblen Bergort vergnügen können, wird ein großer Aufwand betrieben.

DWN
Finanzen
Finanzen Bärenmarkt voraus: Was Anleger derzeit von professionellen Tradern lernen können

Investoren und Trader betrachten Märkte aus geradezu gegensätzlichen Perspektiven, die beide Erfolg haben können. Doch in einem...

DWN
Deutschland
Deutschland Russland-Sanktionen sind für deutsche Unternehmen ein Rätsel

Deutschen Unternehmen fällt es schwer zu erkennen, welche Geschäfte unter die Russland-Sanktionen fallen, wie eine Umfrage von KPMG...

DWN
Politik
Politik EU-Kommission will russisches Vermögen an Ukraine übergeben

Die EU-Kommission will beschlagnahmte russische Vermögenswerte an die Ukraine übergeben. Es brauche eine europaweite strafrechtlich...

DWN
Politik
Politik Nutzen nicht ersichtlich: Afrikaner verzichten auf Corona-Impfung

Die Corona-Impfstationen in Afrika stehen leer, Millionen unbenutzter Fläschchen stapeln sich. Die Menschen haben hier andere Sorgen, vor...

DWN
Politik
Politik Geopolitische Kehrtwende: US-Regierung nimmt Sanktionen gegen Venezuela zurück

US-Präsident Biden hat die unter Trump begonnene Druck-Kampagne gegen Venezuela abrupt beendet und eine erstaunliche Kehrtwende...