Politik

Landgericht Frankfurt vertagt erste Gläubiger-Klage gegen Heta

Lesezeit: 1 min
18.03.2016 12:52
Das Landgericht Frankfurt hat die Entscheidung über die erste Klage gegen die österreichische Abwicklungsgesellschaft Heta in Deutschland auf Juni vertagt. Zuvor hatte Österreich um diesen Schritt gebeten. Es geht um die Rückzahlung einer Anleihe von 200 Millionen Euro plus Zinsen.
Landgericht Frankfurt vertagt erste Gläubiger-Klage gegen Heta

Benachrichtigung über neue Artikel:  

Das Landgericht Frankfurt hat die Entscheidung über die erste Klage gegen die österreichische Abwicklungsgesellschaft Heta in Deutschland vertagt. Das Gericht beschloss am Freitag, die Verhandlung am 9. Juni fortzusetzen. Eigentlich hätte am Freitag ein Urteil gesprochen werden sollen. Die Vorsitzende Richterin sagte, das Gericht reagiere damit auf den Antrag der österreichischen Finanzmarktaufsicht FMA, das Verfahren auszusetzen. Die Bad Bank der Hypo Real Estate, FMS Wertmanagement, hatte die Heta auf die Rückzahlung einer Anleihe von 200 Millionen Euro plus Zinsen verklagt. Die FMA hatte die Stundung aller Gläubigeransprüche gegen die Heta bis Ende Mai beschlossen.

Österreich hatte zuvor versucht, das Urteil gegen die Heta in letzter Minute zu verhindern. Es ist die erste von elf Klagen über zusammen 2,2 Milliarden Euro, die deutsche Gläubiger gegen die Heta angestrengt haben. Österreich fürchtet, dass sie auf einer sofortigen Vollstreckung bestehen, was die geordnete Abwicklung massiv stören würde. Der FMA-Sprecher sagte, es gehe darum, größeren Schaden durch eine ungewollte Insolvenz bei der Heta abzuwenden. Die FMA habe angeregt, das Verfahren an den Europäischen Gerichtshof (EuGH) zu überweisen.

Mit einem Vollstreckungstitel könnten die Gläubiger im Milliarden-Poker mit dem Bundesland Kärnten Druck auf Österreich ausüben, das ein bis Ende Mai laufendes Zahlungsmoratorium verhängt hatte. Die Gläubiger hatten ein Rückkaufangebot für die Anleihen in dieser Woche mehrheitlich abgelehnt.

*** Bestellen Sie den täglichen Newsletter der Deutschen Wirtschafts Nachrichten: Die wichtigsten aktuellen News und die exklusiven Stories bereits am frühen Morgen. Verschaffen Sie sich einen Informations-Vorsprung. Anmeldung zum Gratis-Newsletter hier. ***

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..



DWN
Finanzen
Finanzen Hiobsbotschaft für Börsen: US-Währungshüter Bullard plädiert für Zinswende 2022

US-Währungshüter James Bullard plädiert für eine Zinswende bereits im kommenden Jahr.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Reederei Maersk: Aktuelle Hafen-Krise größere Störung des Welthandels als Suez-Unfall

Die Überlastung wichtiger Häfen an Chinas Südküste und an Amerikas Westküste spitzt sich zu. Die weltweiten Lieferketten stehen unter...

DWN
Politik
Politik Spahn will prüfen, ob Daten zur Belegung von Intensivbetten monatelang gefälscht wurden

Indizien sprechen dafür, dass Kliniken die Zahl der belegten Intensivbetten viel zu hoch angegeben hatten, um an Bundesgelder zu kommen.

DWN
Finanzen
Finanzen Chancen für Anleger: Der Weltraum wird privat

Privatunternehmen drängen in den Kosmos. Prominente Vorreiter wie SpaceX und Blue Origin bringen Satelliten ins All, versorgen die...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Ölpreisschock benötigt: Ein Krieg im Nahen Osten würde die Energiewende vorantreiben

Ein regionaler Konflikt im Nahen Osten unter der Beteiligung des Irans würde einen Ölpreisschock auslösen. Die von Erdölimporten...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Top-Rohstoffhändler: Der Ölpreis wird auf 100 Dollar steigen

Die großen Rohstoff-Handelshäuser sind sich einig: der Ölpreis dürfte in den kommenden Jahren auf rund 100 US-Dollar steigen.

DWN
Finanzen
Finanzen Schnäppchenjäger treiben den Goldpreis nach Preisrutsch in die Höhe

Nach dem jüngsten Preisrutsch haben Anleger am Freitag wieder bei Gold zugegriffen.

DWN
Finanzen
Finanzen Vorboten der Inflation: Erzeugerpreise mit größtem Sprung seit 2008

Ein viel beachteter Inflationsvorbote schlägt überraschend stark aus.