Gemischtes

Flüchtlinge helfen NPD-Politiker nach Autounfall

Lesezeit: 1 min
22.03.2016 12:36
Syrische Flüchtlinge haben offenbar einem NPD-Politiker nach einem Autounfall Erste Hilfe geleistet. Die Syrer haben den Mann aus dem Auto gezogen und bis zum Eintreffen eines Rettungswagens versorgt.
Flüchtlinge helfen NPD-Politiker nach Autounfall

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Migration  
Auto  

Syrische Flüchtlinge haben einem Zeitungsbericht zufolge einem Politiker der NPD nach einem Autounfall Erste Hilfe geleistet. Die Gruppe von Asylsuchenden sei zufällig mit zwei Bussen am Unfallort vorbeigefahren, berichtete die Frankfurter Rundschau am Dienstag unter Berufung auf ein Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr. Die Flüchtlinge hätten den Mann aus dem Auto gezogen und bis zum Eintreffen eines Rettungswagens versorgt.

Der 29-jährige Stefan Jagsch, NPD-Spitzenkandidat bei der Kommunalwahl in Altenstadt im hessischen Wetteraukreis, war dem Bericht zufolge am Mittwoch vergangener Woche aus ungeklärter Ursache mit seinem Wagen von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Eine Polizeisprecherin bestätigte lediglich den Unfall eines 29-Jährigen. Genauere Angaben zur Identität des Unfallopfers wollte sie nicht machen.

Beamte hätten jedoch vom Hörensagen erfahren, dass Flüchtlinge Erste Hilfe geleistet hätten, sagte die Sprecherin. Offiziell bestätigen könne sie das nicht, weil keine Nachforschungen dazu angestellt worden seien.

Hingegen bestätigt die Partei den Unfallhergang laut Frankfurter Rundschau: Der hessische NPD-Parteichef Jean Christoph Fiedler bezeichnet die Hilfe der Syrer als „wohl eine sehr gute, humane Leistung“. Laut der Partei liegt Jagsch nach seinem Unfall weiter im Krankenhaus. Es gehe ihm „den Umständen entsprechend“, so Fiedler.

*** Bestellen Sie den täglichen Newsletter der Deutschen Wirtschafts Nachrichten: Die wichtigsten aktuellen News und die exklusiven Stories bereits am frühen Morgen. Verschaffen Sie sich einen Informations-Vorsprung. Anmeldung zum Gratis-Newsletter hier. ***

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Deutschland
Deutschland Deutsche Autobauer blicken mit Sorge in die Zukunft

Zwar meldet das Ifo-Institut für September bessere Geschäfte in der deutschen Automobilindustrie. Allerdings blicken die Manager nun...

DWN
Finanzen
Finanzen Warum der Dollar unter Druck immer stärker wird

Trotz zügelloser Inflation und gebremstem Wachstum wird der US-Dollar immer stärker. Das verblüfft sogar viele Experten.

DWN
Finanzen
Finanzen Zollfreilager für Edelmetalle: Lohnt sich das für Privatanleger?

Mit der Lagerung im Zollfreilager sparen Privatanleger die Mehrwertsteuern auf die Weißmetalle Silber, Platin und Palladium. Ein guter...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Neuer Preisschock voraus? USA werfen ihre strategische Ölreserve auf den Markt

In insgesamt vier unterirdische Salzkavernen in der Golfküstenregion der Vereinigten Staaten lagern die strategischen Erdölreserven des...

DWN
Finanzen
Finanzen Credit Suisse: Kreditausfallversicherungen steigen sprunghaft an

Der neue Chef von Credit Suisse versucht, die Märkte zu beruhigen, nachdem die Kosten ihrer Kreditausfallversicherungen auf den höchsten...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft TurkStream-Pipeline: Lizenzentzug durch neue Sanktionen

Die kürzlich beschlossenen schärferen Sanktionen gegen Russland haben Folgen für die TurkStream-Pipeline. Der Gaspipeline wurde die...

DWN
Politik
Politik Am Tag der deutschen Einheit: Polen fordert Reparationen von Deutschland

Polen hat seine Drohung gegen Deutschland wahr gemacht. Das Land fordert jetzt offiziell Reparationszahlungen aufgrund des Zweites...

DWN
Deutschland
Deutschland Regierungsberater warnen: Das Sozialsystem ist gefährdet

Die Finanzierbarkeit der deutschen Sozialkassen steht auf dem Spiel, warnen Regierungsberater. Für die nächsten Generationen könnte das...