Politik

Italien: Schwere Ausschreitungen bei Demo am Brenner-Pass

Lesezeit: 1 min
08.05.2016 01:35
Auf der italienischen Seite des Brenner-Passes haben sich am Samstagnachmittag mehrere hundert Demonstranten Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert. Sie wollten die Grenze zu Österreich überqueren, wurden jedoch von der Polizei an den Vorhaben gehindert.
Italien: Schwere Ausschreitungen bei Demo am Brenner-Pass

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die jugendlichen Anarchisten forderten eine "Abschaffung der Grenzen" und versuchten auf die österreichische Seite der Grenze zu gelangen, wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP beobachtete. Am Grenzübertritt wurden sie von der Polizei gehindert.

Zeitweise besetzten die jungen Demonstranten die Bahnstation am Brennerpass. Sie warfen Steine und Rauchbomben in Richtung der Polizisten, von denen nach Informationen der Agentur AGI zwei verletzt wurden. Ein Polizeiwagen wurde in Brand gesetzt, mehrere Demonstranten wurden festgenommen.

Die österreichische Regierung hatte Ende April mitgeteilt, dass sie die Schließung des Brenner-Passes vorbereite, um in einer "Extremsituation" nicht von Flüchtlingen "überrannt" zu werden. Innenminister Wolfgang Sobotka sagte, Österreich werde "die Vorrichtungen für einen Zaun errichten", den Zaun aber nicht "einhängen". So solle "kein Bild des Abschottens" entstehen. Den Brenner passieren täglich 2500 Lastwagen und 15.000 Autos. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker warnte Österreich am Samstag davor, durch eine Schließung des Brenner-Passes schweren Schaden für ganz Europa anzurichten.

Im vergangenen Jahr zogen hunderttausende Flüchtlinge vom Balkan durch Österreich, die meisten von ihnen nach Deutschland. Rund 90.000 Flüchtlinge stellten in Österreich Asylanträge. Die Regierung in Wien hat für 2016 eine Obergrenze von 37.500 möglichen Asylanträgen festgelegt, rund die Hälfte davon ist ausgeschöpft.

*** Bestellen Sie den täglichen Newsletter der Deutschen Wirtschafts Nachrichten: Die wichtigsten aktuellen News und die exklusiven Stories bereits am frühen Morgen. Verschaffen Sie sich einen Informations-Vorsprung. Anmeldung zum Gratis-Newsletter hier. ***

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Deutschland
Deutschland Bundesbank warnt erneut vor überhöhten Immobilienpreisen

Im Corona-Jahr 2020 hat sich der Trend zu überhöhten Immobilienpreisen vor allem in deutschen Großstädten nach Einschätzung der...

DWN
Politik
Politik Papst Franziskus landet in Bagdad, beginnt historische Reise durch den Irak

Als erster Papst überhaupt besucht Franziskus den Irak. Die viertägige Reise durch das von Krieg und Krisen gebeutelte Land hat es in...

DWN
Politik
Politik WHO lehnt Impfpässe ab: „Corona-Pandemie ist in 10 Monaten vorbei“

Die WHO hat sich gegen die Einführung von Impfpässen ausgesprochen. Diese seien nicht zielführend, zudem sei die Pandemie bald vorbei....

DWN
Politik
Politik DWN-EXKLUSIV - Marine-Manöver im Mittelmeer: Türkei bereitet sich auf möglichen Krieg vor

Die Türkei führt im Mittelmeer und in der Ägäis aktuell ein groß angelegtes Marinemanöver durch. Das Land bereitet sich auf einen...

DWN
Deutschland
Deutschland Gericht untersagt Beobachtung der AfD durch den Verfassungsschutz - und erhebt Vorwürfe gegen den Geheimdienst

Das Verwaltungsgericht Köln untersagt es dem Inlandsgeheimdienst, die AfD zu beobachten - und erhebt schwere Vorwürfe gegen den Dienst.

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin in Gefahr: Es drohen Hackerangriffe, Preisverfall und das endgültige Verbot

DWN-Finanzexperte Andreas Kubin analysiert die Zukunft des Bitcoin.

DWN
Politik
Politik Hohe Investitionen, strategische Autonomie: China stellt die Weichen für die kommenden fünf Jahre

Die grundlegenden Weichenstellungen auf dem derzeit stattfindenden Volkskongress deuten eine Tendenz zu Selbststärkung und innerer...

DWN
Finanzen
Finanzen Wenn sich die Börse überhitzt, bringt Gold Sicherheit ins Portfolio

Die Daten zeigen es: Wenn es an der Börse stark bergab geht, dann haben in der Vergangenheit jene Investoren gut abgeschnitten, die...