Politik

Microsoft verkauft tausende Technologie-Patente nach China

Lesezeit: 1 min
01.06.2016 15:41
Microsoft und der chinesische Handyanbieter Xiaomi sind eine langfristige Partnerschaft eingegangen. Der US-Konzern verkauft dafür 1500 wichtige Technologie-Patente an die Chinesen. Diese installieren wiederum künftig Microsoft-Produkte auf ihren Smartphones und Tablets.

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Internet  
China  

Microsoft verkauft wichtige Technologiepatente nach China. Rund 1500 Schutzrechte aus den Bereichen Sprachkommunikation und Cloud Computing gingen an den chinesischen Handyanbieter Xiaomi, teilte der US-Konzern am Mittwoch mit.

Dies sei der Start einer langfristigen Partnerschaft der beiden Unternehmen. Analysten zufolge könnte die Kooperation Xiaomi Vorteile beim Markteintritt in westliche Industrieländer verschaffen, berichtet Reuters. Bisher hängt der chinesische Riese, der auch zunehmend auf dem Heimatmarkt unter Druck gerät, hier Konkurrenten wie Samsung hinterher.

Teil der Vereinbarung sei, künftig gegenseitig Patente zu lizenzieren, teilten die Firmen weiter mit. Zugleich verpflichte sich Xiaomi, Microsoft-Produkte wie die Firmenkundensoftware Office und das Videotelefonie-Programm Skype auf seinen Smartphones und Tablets zu installieren. „Es handelt sich um eine großangelegte Zusammenarbeit zwischen beiden Unternehmen“, sagte Xiaomi-Vizepräsident Wang Xiang. Beide Konzerne wollten sich nicht zu finanziellen Details äußern.

Der 2010 gegründete Smartphone-Hersteller wird mit 45 Milliarden Dollar bewertet und gehört zu den teuersten nicht-börsennotierten Technologieunternehmen weltweit. Xiaomi ist früheren Angaben des Marktforschungsinstituts IDC die weltweite Nummer fünf hinter Samsung, Apple, Huawei und Lenovo.


Mehr zum Thema:  

DWN
Unternehmen
Unternehmen „Zeitenwende“ am Arbeitsmarkt: Rüstungsindustrie boomt!
19.06.2024

Früher Tabu, heute Boombranche: Die Rüstungsbranche erlebt seit Beginn des Ukraine-Krieges eine Wiederbelebung. Es läuft die größte...

DWN
Politik
Politik Wagenknecht-Partei: Umfragehoch entfacht Koalitionsdebatte
19.06.2024

Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) verzeichnet laut einer aktuellen Umfrage in Thüringen 21 Prozent Zustimmung und könnte somit...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Amazon lässt zehn Milliarden für KI-Rechenzentrum in Deutschland springen
19.06.2024

Der amerikanische Konzern Amazon plant weitere Großinvestitionen in Deutschland. Zehn Milliarden Euro sollen in das wachstumsstarke...

DWN
Technologie
Technologie Glasfaser-Anschlüsse: Schleppender Ausbau und wenig Interesse
19.06.2024

Der Glasfasernetzausbau geht in Deutschland nur langsam voran und auch die Zahl der angeschlossenen Haushalte entwickelt sich schleppend....

DWN
Panorama
Panorama Prognose 2045: Deutschland wächst und „altert massiv“ - mit großen regionalen Unterschieden
19.06.2024

Wie sieht Deutschland in rund 20 Jahren aus? Experten prognostizieren einen Zuwachs von 0,9 Prozent Menschen im Vergleich zum Jahr 2023,...

DWN
Finanzen
Finanzen Verschwenden wir Millionen an Steuergeldern für Chile und Videospiele?
19.06.2024

Von grünem Wasserstoff in Chiles Wüste bis zu Millionen für Videospiele: Der Steuerzahlerbund warnt vor fragwürdigen Ausgaben. Wie weit...

DWN
Finanzen
Finanzen EU-Kommission leitet Defizitverfahren gegen Frankreich und sechs andere Ländern ein
19.06.2024

Wegen Corona und Russlands Krieg gegen die Ukraine mussten EU-Länder zuletzt keine Strafverfahren fürchten, wenn sie deutlich mehr Geld...

DWN
Politik
Politik Rentner an die Arbeit: Lindner will Steueranreize – noch dieses Jahr
19.06.2024

Fachkräftemangel: Rentner sollen länger arbeiten, um fehlende Fachkräfte zu ersetzen. Dafür möchte Finanzminister Lindner mehr...