Gemischtes

Muhammad Ali hatte einen jüdischen Enkel

Lesezeit: 1 min
06.06.2016 00:08
Der Übertritt von Cassius Clay zum Islam bedeutete nicht, dass Muhammad Ali seine Toleranz aufgab. Wie erst jetzt bekannt wird, hatte er einen jüdischen Enkel und nahm ohne Vorbehalte an dessen Bar Mitzwa teil. In den USA wird der Wechsel von Religionen weit lockerer gesehen als in Europa.
Muhammad Ali hatte einen jüdischen Enkel

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Muhammad Ali alias Cassius Clay wuchs einst als Baptist auf. 1964 machte er die Entscheidung öffentlich, seinen Glauben zu wechseln und der Nation of Islam beizutreten. 1975 dann der nächste Schritt. Ali wurde Sunnit. Zeit seines Lebens predigte der kürzlich verstorbene Sportler Frieden, Liebe und Verständnis. Nun scheint es, als ob diese Botschaft vor allem mit Blick auf seine eigenen Nachkommen von höchster Relevanz wäre.

Wie die Times of Israel unter Berufung  auf die Box-Website thesweetscience.com berichtet, wohnte Ali im April einer Schabbat-Feier in der Kongregation Rodeph Shalom in Philadelphia, Pennsylvania, bei. Anlass sei demnach die Bar Mizwa seines Enkels Jacob Wertheimer gewesen.

Dort berichtete sein Biograph Thomas Hauser, dass Alis Tochter Khaliah Ali-Wertheimer als Muslima aufgewachsen sei. Sie selbst habe sich ihm gegenüber aber nicht als religiös, sondern eher als spirituell beschrieben. Ihr Ehemann, der Anwalt Spencer Wertheimer, sei jedoch Jude und ihr Sohn habe sich Khaliah zufolge dafür entschieden, eine Bar Mizwa zu haben, weil er „“eine Verwandtschaft mit dem Judentum und der jüdischen Kultur verspürt“.

Nach den Gesetzen des Islam wird die Religion des Kindes vom Vater weitergegeben, während sie dem traditionellen Judentum zufolge durch die Mutter weitergegeben wird. Im Fall des Enkels bedeutet das durchaus einige Verwirrung: Aus Sicht des Islam, der Religion von Jakobs Mutter, ist der Sohn jüdisch. Für Juden dagegen ist traditionellerweise die Religion der Mutter ausschlaggebend.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Reederei Maersk: Aktuelle Hafen-Krise größere Störung des Welthandels als Suez-Unfall

Die Überlastung wichtiger Häfen an Chinas Südküste und an Amerikas Westküste spitzt sich zu. Die weltweiten Lieferketten stehen unter...

DWN
Politik
Politik Spahn will prüfen, ob Daten zur Belegung von Intensivbetten monatelang gefälscht wurden

Indizien sprechen dafür, dass Kliniken die Zahl der belegten Intensivbetten viel zu hoch angegeben hatten, um an Bundesgelder zu kommen.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Ölpreisschock benötigt: Ein Krieg im Nahen Osten würde die Energiewende vorantreiben

Ein regionaler Konflikt im Nahen Osten unter der Beteiligung des Irans würde einen Ölpreisschock auslösen. Die von Erdölimporten...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Top-Rohstoffhändler: Der Ölpreis wird auf 100 Dollar steigen

Die großen Rohstoff-Handelshäuser sind sich einig: der Ölpreis dürfte in den kommenden Jahren auf rund 100 US-Dollar steigen.

DWN
Finanzen
Finanzen Chancen für Anleger: Der Weltraum wird privat

Privatunternehmen drängen in den Kosmos. Prominente Vorreiter wie SpaceX und Blue Origin bringen Satelliten ins All, versorgen die...

DWN
Finanzen
Finanzen Schnäppchenjäger treiben den Goldpreis nach Preisrutsch in die Höhe

Nach dem jüngsten Preisrutsch haben Anleger am Freitag wieder bei Gold zugegriffen.

DWN
Finanzen
Finanzen Vorboten der Inflation: Erzeugerpreise mit größtem Sprung seit 2008

Ein viel beachteter Inflationsvorbote schlägt überraschend stark aus.

DWN
Deutschland
Deutschland Bundesnotbremse verdirbt Hotels und Gaststätten das Geschäft

Der Bundeslockdown hat das Gaststättengewerbe und die Hotels schwer getroffen.