Politik

Mehr Flüchtlinge: Schweiz bewacht Grenze rund um die Uhr

Die Anzahl der Flüchtlinge, die über die südliche Grenze zu Italien in die Schweiz einreisen, hat in den vergangenen Tagen merklich zugenommen. Mittlerweile sieht sich die Regierung zu einer 24-stündigen Dauerbewachung genötigt, weil Migranten immer öfter in der Nacht ihr Glück versuchen.
16.06.2016 01:12
Lesezeit: 1 min

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Die Zahl der Flüchtlinge an der Schweizer Südgrenze ist in den vergangenen Tagen deutlich angestiegen, berichtet das Schweizer Magazin 20 Minuten. Als Reaktion darauf hat die Regierung das Personal der Grenzwacht im Tessin aufgestockt. Mittlerweile, so 20 Minuten, verzeichne man „in Chiasso und auf der Route via Domodossola nach Brig“ fast wieder Rekordzahlen.

Die personelle Verstärkung betreffe auch Grenzübergänge in Graubünden, weil Flüchtlinge neuerdings auch über diesen Kanton illegal in die Schweiz einreisen, um weiter nach Deutschland oder Österreich zu kommen. „Die Schlepper tasten jetzt wohl ab, ob das besser geht als über Chiasso“, wird Bundesrat Ueli Maurer zitiert.

Maurer bestreitet, dass die Schweiz einen Armeeeinsatz zur Abriegelung der Grenze vorbereiten würde. 80 bis 90 Prozent der Migranten kämen mit normalen Zügen an, sodass sie gezählt und registriert werden könnten, so 20 Minuten. Maurer fordert eine stärkere Abschreckung, um die Zahl der Migranten einzudämmen. Er schlägt eine 48-stündige Behandlungsfrist für die Bearbeitung von Asylanträgen vor – dafür gäbe es jedoch wegen dem Widerstand aus dem linken Lager keine politischen Mehrheiten.

Mehr zum Thema
article:fokus_txt
DWN
Politik
Politik Russland: Angriff auf Ukraine zerstört Hoffnung auf Friedensgespräche
29.08.2025

Ein russischer Luftangriff erschüttert die fragile Hoffnung auf Frieden im Ukraine-Krieg. Während in Kiew zahlreiche Opfer beklagt...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Zwischen Kontrolle und völliger Freiheit: Welcher Führungsstil ist vorteilhafter?
29.08.2025

In Zeiten, in denen Gehälter immer seltener das entscheidende Kriterium im Wettbewerb um Arbeitskräfte sind, müssen Arbeitgeber etwas...

DWN
Technologie
Technologie DKB-Störung: Kunden bundesweit vom Online-Banking und der App abgeschnitten
29.08.2025

Die Deutsche Kreditbank kämpft aktuell mit einer massiven Störung. Weder Login noch Überweisungen funktionieren zuverlässig – Kunden...

DWN
Finanzen
Finanzen Harvard steigt in Bitcoin ein und widerlegt die eigenen Professoren
29.08.2025

Harvard und Brown halten Millionen in Bitcoin-Fonds. Damit bricht die Kryptowährung endgültig in die Welt der etablierten Finanzeliten...

DWN
Panorama
Panorama Arbeitslosenzahl in Deutschland steigt auf drei Millionen – schuld ist nicht nur das Sommerloch
29.08.2025

Die Arbeitslosigkeit in Deutschland erreicht im Sommer ein Niveau wie seit Jahren nicht mehr. Saisonale Faktoren und wirtschaftliche...

DWN
Panorama
Panorama F-16-Absturz in Polen: Pilot stirbt bei Flugschau-Vorbereitung
29.08.2025

In Polen stürzt ein F-16-Kampfjet während der Flugschau-Vorbereitung ab – der Pilot stirbt. Der Vorfall wirft sicherheitspolitische...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Reallöhne in Deutschland steigen im zweiten Quartal weiter an
29.08.2025

Die Reallöhne in Deutschland entwickeln sich positiv und versprechen für viele Beschäftigte eine Entlastung. Doch nicht alle Branchen...

DWN
Politik
Politik Benzinpreise in Russland steigen auf Rekordniveau: Ukrainische Drohnenangriffe verschärfen die Krise
29.08.2025

Russland steckt mitten in der schwersten Benzinkrise seit Jahren: Raffinerien brennen, Tankstellen rationieren, und die Benzinpreise in...