Abu Yousef al-Muhajer, Sprecher der islamistischen Söldner-Truppe Ahrar al-Scham, räumt ein, dass es ihnen und anderen bewaffneten Gruppen nicht gelingen wird, von Ban Zaid in Aleppo aus, Angriffe gegen weitere Stadtteile Aleppos auszuführen, berichtet das militärische Analyseportal South Front. Ausschlaggebend für dieses Eingeständnis soll der Vorstoß der syrischen Armee (SAA) in der Stadt Aleppo sein. Deshalb habe Ahrar al-Scham auch keine Kämpfer mehr nach Nord-Aleppo entsendet.
In Moskau beraten Russlands Präsident Putin und US-Außenminister Kerry über eine Zusammenarbeit im Kampf gegen den IS und die al-Nusra. Noch ist unklar, welche Pläne die beiden Staaten verfolgen. Das Meeting wurde überraschend einberufen und könnte darauf hindeuten, dass nach der Türkei auch die USA die Unterstützung der al-Nusra endgültig aufgegeben haben könnten.
Die jüngsten Vorstöße der syrischen Armee und ihrer Verbündeten in al-Lairamoun und Bani Zaid wird den Gruppen keine Möglichkeit mehr geben, aus diesen zwei Distrikten Angriffe gegen weitere Stadtteile von Aleppo auszuführen, berichtet die Nachrichtenagentur Fars.
Weitere militärische Gewinne in der Industrieregion von al-Lairamoun werden dazu führen, dass die Söldner ökonomische Verluste verzeichnen, was wiederum zum Einbruch der finanziellen Ressourcen der Söldner führen wird, so South Front.
Bisher hat die SAA in al-Lairamoun fünf Fabriken und industrielle Landstriche zurückerobern können. Die aktuellen Truppenbewegungen der SAA verfolgen das Ziel, die Castillo- und Hraytan-Straßen abzuschneiden, ohne in eine direkte Konfrontation mit den Söldnern zu geraten. Sollte dies gelingen, müssten die Söldner aufgeben, weil sie dann endgültig von Nachschubs-Lieferungen abgeschnitten wären.