Politik

Erdogan verschickte Demo-Aufruf per SMS an alle Türken

Lesezeit: 1 min
16.07.2016 20:06
Der türkische Präsident Erdogan hat am Samstag Morgen mit einer persönlichen SMS alle türkischen Staatsbürger aufgefordert, auf die Straße zu gehen und für ihn zu demonstrieren. Offenbar war die Regierung in der Lage, die Telekommunikationsunternehmen innerhalb kürzester Zeit davon zu überzeugen, die Erdogan-Nachricht an alle Kunden zu verbreiten.
Erdogan verschickte Demo-Aufruf per SMS an alle Türken
Die SMS von Erdogan. (Screenshot: DWN)

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Nach Informationen der Zeitung Cumhuriyet haben alle Handy- und Smartphonebesitzer in der Türkei am Samstag um 10.16 Uhr SMS-Nachrichten mit dem Absender „Die Türkische Republik“ bekommen, die die Bürger aufforderten auf die Straße zu gehen, um gegen den gescheiterten Putsch zu demonstrieren. Auch den Deutschen Wirtschafts Nachrichten liegen diese Informationen vor, sie werden unter anderem von Besitzern eines Vertrags mit Turkcell bestätigt. „Wir fordern unser Volk auf, auf die Straße zu gehen und sich für den nationalen Willen und die Demokratie einzusetzen. Die Türkische Republik“, heißt es in der SMS-Nachricht. Anschließend sollen die Bürger eine zweite SMS vom türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan erhalten haben.

Erdogan wörtlich:

„Hochgeschätzte Mitglieder des türkischen Volks. Diese kleine Bewegung hatte in Ankara und Istanbul gepanzerte Fahrzeuge und Waffen konfisziert. Ihr Ziel war es, wie in den 70er Jahren einen Aufstand gegen den Willen des Volks zu versuchen. Ehrenhaftes türkisches Volk, ergreife Partei für die Demokratie und schütze deinen Frieden. Erhebt euch gegen diese Kader, die das türkische Volk niederwerfen wollen, und geht auf die Straße. Ergreife Partei für das Volk und den Staat. Recep Tayyip Erdogan.“

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber 5 Immobilienweisheiten – oder wie Sie den Wert Ihrer Immobilie steigern können

Aufgrund der hohen Nachfrage zeigen Immobilien eine äußerst positive Wertentwicklung. Mit ein paar Maßnahmen lässt sich der Preis der...

DWN
Finanzen
DWN
Finanzen
Finanzen Die USA brechen die Regeln des internationalen Finanzsystems

Wegen kurzfristiger Vorteile verspielt Amerika seinen guten Ruf.

DWN
Technologie
Technologie Energiewende führt zu Strommangel-Wirtschaft, De-Industrialisierung und Verarmung

So, wie die Energiewende derzeit geplant ist, gefährdet sie den Wirtschaftsstandort Deutschland und unseren Sozialstaat. DWN-Autor Henrik...

DWN
Politik
Politik Einflussreicher US-Stratege sagt, der Westen trage Mitschuld am Krieg: Hat er Recht?

Stellt der Ukraine-Krieg nur die logische Folge eines erneut aufkeimenden russischen Imperialismus dar? Nein, so der berühmte US-Stratege...

DWN
Finanzen
Finanzen Kommt die Vermögensabgabe – und wie schützen sich Anleger?

Immer mehr Stimmen fordern einen Corona- oder Ukraine-Lastenausgleich – also eine verpflichtende Vermögensabgabe, die die exorbitanten...

DWN
Technologie
Technologie „Die Debatte um die Atomkraft wird nahezu faktenfrei geführt“

Fluch oder Segen? Der Analyst für Energie- und Atom-Politik, Mycle Schneider, empfiehlt einen nüchternen Blick auf die Kernenergie. Und...

DWN
Finanzen
Finanzen Zinswende: Mit Vorsatz in den nächsten Crash

Die Fed befindet sich in einem Teufelskreis: Lässt sie die Zinsen unangetastet, steigt die Inflation. Erhöht sie die Zinsen, brechen die...

DWN
Technologie
Technologie Wenn Russland den Hahn zudreht: "Dann gnade uns Gott"

Kernenergie, sagt der Diplomingenieur für Kernenergetik, Manfred Haferburg, ist sicher. Die deutsche Energiewende hingegen sieht er...