Finanzen

Schlechtes Zeichen für Konjunktur: Hapag-Lloyd kappt Gewinnprognose

Lesezeit: 1 min
18.07.2016 11:18
Deutschlands größte Containerreederei Hapag-Lloyd hat wegen der anhaltenden Branchenkrise ihre Ergebnisprognose zurück geschraubt. Das Ergebnis werde in diesem Jahr „deutlich“ sinken. Bisher war Vorstandschef Rolf Habben Jansen von einer deutlichen Steigerung ausgegangen.
Schlechtes Zeichen für Konjunktur: Hapag-Lloyd kappt Gewinnprognose

Der Preiskampf in der Schifffahrt durchkreuzt die Gewinnpläne der Container-Reederei Hapag-Lloyd. Wegen einer deutlich schlechteren Entwicklung der Frachtraten werde das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) in diesem Jahr „deutlich“ sinken, teilte das Unternehmen überraschend am Montag mit.

Neben dem Preisverfall im Containergeschäft hätten im zweiten Quartal zusätzlich steigende Treibstoffpreise aufs Ergebnis gedrückt, begründete das Management nun die gekappte Jahresprognose. Zudem werde der geplante Zusammenschluss mit der arabischen Reederei UASC Einmalbelastungen mit sich bringen, so die dpa.

Reuters zufolge brachen die Hapag-Lloyd-Aktien beim Kleinwerte-Index SDax am Montag um 9,5 Prozent ein.

Hapag-Lloyd und UASC wollen ihre gemeinsame Zukunft mit einer Kapitalerhöhung absichern. Der Fusionsvertrag sei jetzt unterschrieben worden, teilten beide Seiten am Montag mit. Zunächst sollen die Anteilseigner der arabischen UASC 28 Prozent der Anteile an dem fusionierten Unternehmen bekommen, wie ein Hapag-Sprecher erläuterte. Nach dem Zusammenschluss soll binnen eines halben Jahres eine Kapitalerhöhung folgen, zu der die Hauptaktionäre wie die Stadt Hamburg, der Unternehmer Klaus-Michael Kühne, die chilenische CSAV sowie das Emirat Katar und der saudi-arabische Investmentfonds gemeinsam 400 Millionen US-Dollar zugesagt haben.

Durch den Zusammenschluss soll Hapag-Lloyd mit dann 237 Schiffen die fünftgrößte Container-Reederei der Welt werden. Die Aktionäre des Hamburger Unternehmens müssen auf ihrer Hauptversammlung der Kapitalerhöhung noch zustimmen. Auch die Genehmigungen der Wettbewerbshüter sowie die Kreditzusagen der Banken stehen noch aus. Beide Unternehmen erwarten, dass die Fusion bis Jahresende vollzogen ist.

Anzeige
DWN
Panorama
Panorama Halbzeit Urlaub bei ROBINSON

Wie wäre es mit einem grandiosen Urlaub im Juni? Zur Halbzeit des Jahres einfach mal durchatmen und an einem Ort sein, wo dich ein...

DWN
Politik
Politik Habeck will bei Ukraine-Unterstützung weiter vorangehen
22.04.2024

Nach dem grünem Licht aus den USA zur Ukraine-Hilfe hat nun auch Robert Habeck (Grüne) appelliert, dass Deutschland in seiner...

DWN
Politik
Politik Kiew hofft auf baldige Lieferung von Militärhilfe 
22.04.2024

Nach der Zusage im US-Repräsentantenhaus, endlich das lange umstrittene Hilfspaket für die Ukraine freizugeben, wächst die Zuversicht in...

DWN
Politik
Politik FDP verlangt Wirtschaftswende: SPD über Vorstoß Lindners empört
22.04.2024

FDP-Chef Christian Lindner hat am Wochenende ein Papier seiner Partei mit Forderungen zur Verbesserung der Wirtschaftslage vorgelegt. In...

DWN
Technologie
Technologie Traditionelle Hannover Messe beginnt mit Kanzlerrundgang
22.04.2024

In Hannover hat wieder einmal die traditionelles Messe für Maschinenbau und Elektrotechnik begonnen. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPd)...

DWN
Politik
Politik Weltweite Militärausgaben durch Ukraine-Krieg auf Höchststand
22.04.2024

Immer mehr Geld wird für das Militär ausgegeben und das weltweit - Forscher sehen dafür erkennbare Gründe.

DWN
Finanzen
Finanzen Draghis gefährliche Vision: 500-Milliarden-Euro zur Neugestaltung Europas
22.04.2024

Der ehemalige EZB-Chef Mario Draghi hat eine klare Vision: Das Investitionsvolumen innerhalb Europas soll radikal erhöht werden. Ein...

DWN
Finanzen
Finanzen Nahost-Eskalation und Zinserhöhungen: Lage an den Börsen trübt sich ein
22.04.2024

Anlegerängste vor Nahost-Eskalation und Zinserhöhungen in den USA haben Europas wichtigste Aktienmärkte vergangene Woche ins Minus...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Der Rohstoffhandel boomt weiter, doch es zeigt sich auch die Schattenseite
21.04.2024

In ihrem zweitbesten Gewinnjahr verbuchten die globalen Rohstoffhandelshäuser 2023 mehr als 100 Milliarden Dollar Profit, allen voran die...