Politik

Luftwaffe: US-Atomwaffen gehen nicht nach Rumänien

Lesezeit: 1 min
19.08.2016 03:23
Die US-Luftwaffe dementiert Pläne, dass die amerikanische Atomraketen nach Rumänien verlegt werden sollen. Eines der Medien, das dies behauptet, ist EurActiv. Die Website hat eingeräumt, bei einem anderem Artikel einem Fake aufgesessen zu sein.
Luftwaffe: US-Atomwaffen gehen nicht nach Rumänien

Die israelische Militär-Website DebkaFile berichtet, dass die USA wegen der Spannungen mit der Türkei damit begonnen hätten, ihre Atomraketen vom türkischen Luftwaffenstützpunkt Incirlik in den rumänischen Stützpunkt Deveselu zu verlagern. DebkaFile berichtet, dass die Entscheidung nach dem Putsch gefallen sei, weil die Türkei reklamiert haben soll, die Kontrolle über die Nuklearwaffen zu übernehmen. Das israelische Magazin nennt eigene anonyme Quellen und spricht von einer die Grundfesten des Nahen Ostens erschütternden Entwicklung.

Die Sprecherin der US-Luftwaffe, Deborah Lee James, hatte noch am Mittwoch im Foreign Press Club in New York City Spekulationen dementiert, wonach die US-Nuklearwaffen aus der Türkei verlagert werden sollen. Das militärische Analyseportal Southfront zitiert Lewis: „Wir haben Nuklearwaffen und sie sind sicher. Da sind wir uns sicher.“

Jeffrey Lewis vom Middlebury Institute of International Studies dementierte die Meldung per Twitter: „Nein. Die USA verlegen ihre Nuklearwaffen nicht von der Türkei nach Rumänien. Zum einen gibt es in Devesul kein Lagersystem, um Nuklearwaffen in den Flugzeughangars in Unterflurmagazinen zu lagern. Zum anderen gibt es keinen Ort in Rumänien, wo die B61 gelagert werden können.“ Lewis argwöhnt auf Twitter, die Informationen von Euractiv könnten von Russland gestreut worden sein, um in Rumänien Unruhe zu schüren.

Update, 2. September 2016, 19 Uhr:

Die Website Euractiv berichtet ebenfalls ausführlich. Bis zum 2. September 2016 war der entsprechende Artikel noch online. Zuvor hatte Euractiv einen anderen Artikel gelöscht, weil er sich zwei Wochen nach Veröffentlichung als Fake herausgestellt hat. Wir können nicht mehr überprüfen, ob dieser Artikel den Tatsachen entspricht.

Update, 3. September 2016, 22.30 Uhr:

Euractiv hat dem betreffenden Artikel kommentarlos gelöscht.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

DWN
Finanzen
Finanzen Lieferketten-Chaos und hohe Transportkosten fachen Inflation in Europa an

Produzenten geben die teils deutlich gestiegenen Kosten an die Kunden weiter, die Inflation in Europa erreicht die Geschäfte und...

DWN
Finanzen
Finanzen Bargeld boomt: Die Federal Reserve überschwemmt die Welt mit Dollar-Banknoten

Die Nachfrage nach Dollar-Banknoten zieht derzeit weltweit spürbar an – ein Beleg für die Flucht der Bürger in den sicheren Hafen...

DWN
Politik
Politik Die Politik beschließt Corona-Maßnahmen nach dem Mephisto-Prinzip

DWN-Kolumnist Christian Kreiß wendet zur Beurteilung der Corona-Maßnahmen ein neues Verfahren an. Die Ergebnisse sind verblüffend.

DWN
Politik
Politik Italien: Ein Land kann seinen größten Trumpf nicht nutzen

In der elften Folge der großen geopolitischen DWN-Serie zeigt Moritz Enders auf, warum Italien sein Potential als Regionalmacht nicht...

DWN
Politik
Politik Südostasiens Drahtseilakt zwischen den Giganten: Wo führt China, wo die USA? - Teil 2

Wie tief und verlässlich die bilateralen Beziehungen der Vereinigten Staaten und Chinas zu ihren Partnern in Südostasien sind, lässt...

DWN
Finanzen
Finanzen Es ist noch nicht zu spät: Warum Immobilien auf dem Land eine Chance sind

Trotz der sinkenden Lebensqualität in den Städten infolge von Corona kann das Statistische Bundesamt noch immer keine Flucht aufs Land...

DWN
Politik
Politik „Trump ist der Anführer der konservativen Bewegung“

Der republikanische Kongressabgeordnete Jim Jordan sieht den früheren US-Präsidenten Donald Trump auch nach dessen Wahlniederlage an der...

DWN
Politik
Politik Der Konzern-Sozialismus kommt: „Great Reset“ ist das Todesurteil für den deutschen Mittelstand

Die Ziele im Rahmen des „Great Reset“ und der Pandemie bedrohen vor allem den deutschen Mittelstand. Über 99 Prozent aller Unternehmen...

DWN
Politik
Politik Sozialismus, Rassenhass, Korruption: Südafrika steht am Abgrund

Fast 25 Jahre hat Sebastiaan Biehl in Südafrika gelebt. Im großen DWN-Interview erläutert der Politikwissenschaftler und Journalist, wie...

DWN
Politik
Politik Corona-Kontrolle in Stuttgart: Hunderte Jugendliche mit verbalen Attacken, Flaschenwürfen und Sprechchören gegen Polizei

Zu einem größeren Polizeieinsatz kam es am Samstagabend in der Stuttgarter Innenstadt. Mehrere Hundert, überwiegend junge Menschen,...

DWN
Politik
Politik Weltwirtschaftsforum feiert Lockdown auf Twitter – und zieht Tweet nach Protesten wieder zurück

Das Weltwirtschaftsforum hat die Lockdown-Politik in einem Tweet hochgelobt, um nach Tausenden von Protesten den Tweet zurückzuziehen....

DWN
Politik
Politik Anti-Lockdown-Proteste in Irland eskalieren – Dominoeffekt in Europa?

Hunderte Menschen haben am Samstag in der irischen Hauptstadt Dublin gegen die Lockdown-Maßnahmen in dem Land demonstriert. Die Situation...

DWN
Politik
Politik Ägypten: Die Tage des Merkel-Schützlings al-Sisi sind gezählt

Es gibt ernsthafte Hinweise dafür, dass der ägyptische Präsident Abdul Fattah al-Sisi bald gestürzt werden könnte. Internationale...

DWN
Politik
Politik Nordspanien: Impfverweigerern drohen bis zu 60.000 Euro Strafe

Die Regionalregierung von Galicien plant, ein Gesetz zu verabschieden, wonach Impfverweigerer in Bezug auf die aktuelle Corona-Impfung und...